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3 Aktien mit massivem Turnaround-Potenzial

Foto: Pixabay, geralt

Einige der größten Gewinnmöglichkeiten findet man, wenn man Aktien nach einer Korrektur oder einer langen Abwärtsbewegung kauft. Nach dem Crash 1987 stieg der Markt zum Beispiel um 20 % in den anderthalb Jahren danach. Auf die Börsencrashes 2001 und 2008 folgten ähnlich hohe oder sogar noch größere Anstiege.

Da der TSX 10 Monate lang gefallen ist – damit wurden fast die Gewinne eines ganzen Jahrzehnts ausradiert – erwarten viele jetzt eine Rally. Dafür gibt es viele Argumente, da der Ölpreis bei etwa 30 US-Dollar pro Barrel gehandelt wird, ein Niveau, das einfach nicht nachhaltig ist, denn es schafft keine Anreize, genug Nachschub zu produzieren, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen.

In diesem Umfeld findest man die besten Gelegenheiten bei Aktien, die mitten in Umstrukturierungsmaßnahmen stecken – sowohl strategischer Natur als auch was die Kosten betrifft. Namen wie Air Canada (WKN:A12EGF), Bombardier Inc. (WKN:866671) und Crescent Point Energy Corp. (WKN:A0NDGG) könnten sehr von besseren Marktbedingungen und besseren Fundamentaldaten profitieren, sollte man es schaffen, das Steuer herum zu reißen.

1. Bombardier – hohes Risiko, hohe Gewinnmöglichkeiten

Bombardier bietet hier bei Weitem die größten Möglichkeiten der drei Unternehmen. Das Potenzial könnte riesig ausfallen, wenn das Unternehmen es schafft, den Wandel zu vollziehen. Bombardier hat seit einiger Zeit Probleme mit der Liquidität, Kostenüberschreitungen, Verzögerungen und einem Mangel an Bestellungen für die CSeries.
Im November veröffentlichte Bombardier einen Fünfjahresplan unter dem Namen „Roadmap to 2020.” (Fahrplan bis 2020). Dabei handelt es sich um einen Businessplan, um die Risiken zu eliminieren und dann den Cashflow und die Gewinne neu aufzubauen. Aktuell hat Bombardier die ersten große Schritten auf diesem Plan umgesetzt, um das Geschäft neu aufzubauen.

Ein Grund für den Mangel an Bestellungen für die CSeries ist die Tatsache, dass sich die Fluggesellschaften nicht sicher sind, ob und wie lange Bombardier noch im Geschäft sein wird, um Kundendienst an diesem Flugzeug zu leisten. Das Problem scheint im Moment gelöst zu sein, dank einer Investition von 1,5 Milliarden CAD von der Pensionskasse von Quebec und 1 Milliarde CAD von der Regierung von Quebec.

Alles in allem hat Bombardier jetzt 6 Milliarden CAD an liquiden Mitteln zur Verfügung. Damit gewinnt das Unternehmen wertvolle Zeit für die Trendwende und daher könnte das Potenzial hier groß ausfallen.

2. Air Canada steckt auch mitten in der Neuausrichtung

Air Canada war vor ein paar Jahren in großen Schwierigkeiten. 2013 lag der Kurs bei nur 2 CAD pro Aktie, ist aber seitdem dank der Bemühungen des aktuellen CEOs auf 7 CAD gestiegen. Die Neuausrichtung ist aber noch weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein, das bedeutet, hier ist noch Luft nach oben.

Zuvor hatte Air Canada Probleme mit den Kosten und seinen Schulden, mit den Arbeitern und den Pensionen. Heute ist die Betriebsrente von Air Canada sicher, das Unternehmen hat seinen Verschuldungsgrad von 3,4 im Jahr 2012 auf 2,5 gesenkt. Darüber hinaus hat das Unternehmen das ehrgeizige Ziel, die Kosten bis 2018 um 21 % zu reduzieren (und ist auch im Plan).

Diese Kostenreduzierungen wurden von den neuen Arbeitsvereinbarungen ermöglicht, die das Unternehmen unterzeichnet hat. In den letzten 18 Monaten hat Air Canada sieben Vereinbarungen mit den Gewerkschaften erzielt. Wenn diese Kostensenkungen erfolgreich sind, dann könnte der Kurs von Air Canada deutlich steigen und auf einem ähnlichen Niveau wie dem der Konkurrenten gehandelt werden (das wäre ein riesiges Potenzial).

Das Management plant 2016 das Umsatzwachstum weiter zu erhöhen und die Kosten weiter zu senken, indem die Kapazitäten auf den beliebten internationalen Routen erhöht und günstigere Flugzeuge herangezogen werden. Das sollte helfen, die Umstrukturierung voranzutreiben.

3. Crescent Point wird von einer Erholung des Ölpreises profitieren

Crescent Point Energy steht auch vor einer Trendwende, aber das hängt größtenteils an einer Erholung der Ölpreise. Crescent Point ist immer noch eine der besten Möglichkeiten, um auf eine Erholung der Ölpreise zu spekulieren, denn das Unternehmen bohrt in einigen der wirtschaftlichsten Regionen in Nordamerika (wie Saskatchewan Bakken).

Crescent Point ist seit einiger Zeit dabei, die Kosten aggressiv zu senken. Die Bohrkosten und die komplette Erschließung sind seit 2014 von 2 Millionen CAD auf 1,3 Millionen CAD gesunken. Das bedeutet, Crescent Point kann mehr für weniger Geld produzieren. Sollten die Ölpreise steigen, dann werden die Aktien von Crescent Point deutlich steigen, da die Aktie aufgrund der hochwertigen Vermögenswerte und der starken Vorgeschichte als eine der besten in seiner Kategorie gilt.

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Dieser Artikel wurde von Adam Mancini auf Englisch verfasst und wurde am 28.02.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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