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BP und Faroe Petroleum: Die perfekte Kombination?

Foto: BP plc

Der Ölpreis könnte steigen, fallen oder bleiben, wo er gerade ist. Aber es ist fast schon unmöglich, vorherzusagen, in welche Richtung er sich kurzfristig bewegen wird, da das sehr von den Aussichten auf Kürzungen der Fördermenge abhängt. Da das aber von mehreren Ölförderländern wie Saudi Arabien, Russland und dem Iran abhängt, ist auch hier der Ausgang äußerst ungewiss.

Mittelfristig scheint der aktuelle Ölpreis allerdings etwas unwirtschaftlich zu sein. Unternehmen wie BP (WKN:850517) werden natürlich im Geschäft bleiben, da sie außerordentlich günstig arbeiten können und über solide Finanzen verfügen. Aber für viele andere Ölfirmen sind 30 US-Dollar pro Barrel einfach nicht nachhaltig. Und das wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich auch zu weniger Angebot führen.

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In der Zwischenzeit scheint es sinnvoll zu sein, Aktien von BP zu haben. Zumindest teilweise, weil die Dividende bei 7,5 % liegt und das Unternehmen wahrscheinlich aus dem schwierigen Umfeld stärker hervorgehen wird als viele Konkurrenten. Das liegt daran, dass BP die Kosten unter Kontrollen halten und auch Übernahmen vornehmen kann, sollten sie sich ergeben. Darüber hinaus wird BP mit einem künftigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,7 gehandelt, was langfristig großes Potenzial erahnen lässt.

Die Nachfrage nach Energie wird in den nächsten Jahrzehnten weltweit nur steigen. Saubere Energie wird in diesem Energiemix zwar der größere Gewinner sein, aber Öl und Gas werden auch in den nächsten 20 bis 30 Jahren noch eine große Rolle spielen. Daher sollte BP auch weiterhin seine Relevanz behalten und dabei sehr profitabel arbeiten können – besonders, wenn die Nachfrage wieder steigt und der Nachschub aufgrund von einfachen Marktgesetzen zurückgeht.

Für viele Investoren bieten die größeren und finanziell stabileren Ölfirmen wie BP relativ wenig Risiko mit einem relativ hohen Gewinnpotenzial. Trotzdem werden andere Investoren, die weniger risikoscheu sind, vielleicht lieber BP zusammen mit einem kleineren, riskanteren, aber auch potenziell schneller wachsenden Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor kombinieren wollen.

Sollte man einen Blick riskieren?

Ein Unternehmen, auf das unser Profil passen könnte, ist Faroe Petroleum (WKN: 911639). Die Produktion im Steuerjahr 2015 lag laut dem aktuellen Ergebnisbericht über dem Ausblick. Das Unternehmen schaffte im Durchschnitt 105.000 Barrel an Öläquivalenten pro Tag, was ein Anstieg um 16 % verglichen mit dem Niveau von 2014 von 91.000 Barrel darstellt.

Wenn wir aber einen Blick auf das laufende Jahr werfen, dann erwartet Faroe Petroleum, dass die Produktion zwischen 7.000 und 9.000 Barrel fallen wird aufgrund der Aussetzung der Produktion auf den Ölfeldern in Njord und Hyme, die einen Anteil von 7,5 % ausmachen. Die Felder werden von Mai bis Ende des Jahres zur Neuerschließung geschlossen. Faroe erwartet aber keine weiteren Kosten, da die anderen Felder des Unternehmens während des ganzen Jahres 2016 produzieren sollen.

Faroe wird mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 0,6 bewertet (wenn man den Nettoinventarwert aus den Zwischenergebnissen 2015 ansetzt). Daher scheint das Unternehmen viel fürs Geld zu bieten. Aufgrund der Aussichten auf fallende Produktion und weitere Verluste in diesem Jahr könnte es aber woanders im Öl- und Gassektor bessere Optionen geben. Da die Industrie aufgrund der schlechten Stimmung unter den Investoren gerade viele Schnäppchen bietet, sollte das auch nicht allzu schwer sein.

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The Motley Fool UK besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Peter Stephens  auf Englisch verfasst und wurde am 23.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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