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Es gibt große Neuigkeiten für Bombardier

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Anteile an Bombardier (WKN:866671) sind am 17.2. um ganze 25 % gestiegen, da Investoren positiv auf zwei große Ankündigungen reagierten. Erstens hat das Unternehmen angekündigt, dass es 7.000 Jobs streichen werde, um profitabler zu werden. Das sind ungefähr 10 % der gesamten Arbeitnehmerschaft. Zweitens hat es einen Vorvertrag mit Air Canada unterschrieben und die Airline möchte mindestens 45 CSeries-Jets kaufen. Es ist zwar noch keine feste Bestellung, aber der Deal wird mit ungefähr 3,8 Millionen CAD beziffert.

Für ein Unternehmen, das am Rande der Insolvenz steht, könnte das die Rettung sein.

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Die Wahrnehmung verschiebt sich

Der milliardenschwere Investor George Soros ist berühmt für seine Ideen bezüglich dessen, was er Reflexivität nennt. Die meisten Leute nennen das Phänomen gemeinhin Selbsterfüllende Prophezeiung: Sobald etwas in Bewegung gebracht wurde, wird es meistens dazu beitragen, dass ein bestimmtes Ergebnis beibehalten wird. Für Unternehmen wie Bombardier, die ihre liquiden Mittel verfeuern und sich für ihre Zahlungsfähigkeit auf Finanzierung von außerhalb verlassen, ist das ein sehr wichtiges Konzept.

Laut dem U.S.-Luftfahrtberatungsunternehmen Leeham Co. wird Bombardier 32 Millionen CAD mit jedem der ersten 50 CSeries-Flugzeuge, die es baut, verlieren, weswegen das Projekt mit Sicherheit bis mindestens 2018 Geld abfließen lassen wird. Um sich eine höhere Produktion leisten zu können, müsste das Unternehmen ungefähr 1,6 Milliarden CAD insgesamt ausgeben. Da Bombardier jedes Quartal Milliardenverluste verzeichnet, muss es sich auf die Stimmung der Investoren genauso verlassen wie auf sein langfristiges Überleben. Es wird nämlich einige Male auf den Markt zugehen müssen, um zusätzliche Finanzierung zu erbitten.

Letztes Jahr sagte Quebecs Regierung, dass sie 1,3 Milliarden CAD in Bombardiers CSeries-Jetlinie für einen Anteil von fast 50 % an dem Projekt investieren werde. Das ist wahrscheinlich erst die erste von vielen Finanzierungsrunden.

Soros‘ Reflexivität-Konzept kommt ins Spiel, wenn eine schlechtere Stimmung unter Investoren zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Wenn der Anteilspreis fällt, kann das Unternehmen nicht genug Geld mit Aktienverkäufen generieren. Wenn der Schuldenmarkt ein größeres Risiko erkennt, verlangt er wahrscheinlich höhere Zinsen, was ein Unternehmen zu Fall bringen kann – wenn es eine Finanzierung am dringendsten braucht.

Um weiter arbeiten zu können, braucht Bombardier einen Markt, der stärker an das langfristige Potenzial des Unternehmens glaubt – an das Unternehmen dessen Aktien im letzten Jahr um über 90 % gefallen sind und in dessen Projekte nur noch wenige Institutionen investieren wollen. Die Neuigkeiten über neue Bestellungen erreichen vielleicht genau das.

Die CSeries-Nachfrage wird vielleicht weiter steigen

Das Management hat immer wieder betont, dass die strauchelnde CSeries-Linie letztendlich viele Käufer finden wird. Nach der Paris Air Show im Juni, erklärte das Unternehmen, dass das Interesse an der CSeries von potenziellen Käufern „überwältigend“ gewesen sei. Sie sagten auch, dass Bombardier ein erhöhtes Interesse und vermehrte Verkaufsgespräche mit großen Airlines verzeichnen kann, die beginnen zu erkennen, was das Flugzeug für sie bedeuten könnte.

Mittlerweile hat Bombardier feste Bestellungen von 14 verschiedenen Airlines. Die jüngste 3,8 Milliarden schwere Absichtsbekundung von Air Canada zeigt, dass das Management vielleicht Recht behalten soll.

Es gibt zwar noch viele finanzielle Hürden, aber vielleicht verschiebt sich die Stimmung genug, um Finanzierungsmöglichkeiten für das Unternehmen zu eröffnen. Vielleicht kann Bombardier so lange genug operieren, um einige seiner hoch bewerteten Vermögenswerte zu verkaufen.

Im letzten Jahr gab es Berichte darüber, dass Bombardier ein Investitionsangebot von Beijing Infrastructure ausgeschlagen hat, bei dem es um 60-100 % Besitzanteil von Bombardier Transportation ging. Damit wurde dieser Teil mit ganzen 8 Milliarden CAD bewertet. Das berichtete Angebot von Beijing Infrastructure bewertet Bombardier Transportation mit dem 10,4-fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) des nächsten Jahres.

Sollte Bombardier es schaffen, aus dem Chaos lebendig herauszukommen, gibt es keinen Zweifel daran, dass letzte Woche ein Wendepunkt darstellt.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Akten.

Dieser Artikel wurde von Ryan Vanzo auf Englisch verfasst und am 19.2.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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