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Warum du zu der Minderheit gehören solltest, die in Aktien investiert

Foto: Pixabay, Peggy_Marco

Schon wieder ein Crash? Schon wieder ist der DAX gefallen? Die meisten Deutschen fühlen sich bei diesen Nachrichten bestätigt, Aktien zu meiden – und das weiträumig. Da wird dann lieber in windige Kapitalmarkt-Produkte angelegt, statt in soliden Unternehmen. Dabei ist die Angst vor Aktien ungerechtfertigt und es gibt gute Gründe gerade dort zu investieren. Aber lass uns das mal in Ruhe anschauen und wie du richtig an die Sache heran gehst.

Ausgangspunkt: Anlegen in „sichere“ Genussrechte??

Die Anregung für diesen Artikel lieferte mir ein Zeitungsbericht, bei dem es um die Pleite einer Göttinger Firma aus dem Bereich erneuerbarer Energien ging. Es wurde ein Rentner zitiert, der 200.000 EUR für seine Tochter sicher anlegen wollte. Die Zinsen bei der Bank seien ihm zu niedrig, zu Aktien habe er kein Vertrauen.

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Stattdessen gab es das Angebot für Genussrechte dieser Firma. Dabei handelt es sich um ein Mittelding zwischen Anleihen und Aktien, das aber keinerlei Mitspracherechte gewährt. Das Angebot, so der Rentner, klang „schlüssig und seriös“, kostete ihn am Ende aber seine ganzen Ersparnisse.

Woher kommt diese Abneigung gegen Aktien in Deutschland?

Es gibt kaum eine Aktienkultur in Deutschland

Ich schrieb schon, dass es um die Beliebtheit der Aktienanlage in Deutschland nicht gut bestellt ist. Lediglich 13,1 % der Bevölkerung sind Aktionäre, sehr gering im Vergleich zu den 56 % in den USA.

Zunächst einmal hatte Deutschland im internationalen Vergleich eine gute staatliche Altersversorgung, sodass es lange überhaupt keine Notwendigkeit zu einer privaten Vorsorge gab und Aktien stets „den Reichen“ vorbehalten waren.

Hinzu kommt, dass die Deutschen generell eine hohe Abneigung gegen Risiken haben, und Aktien gelten nun einmal als sehr riskant. Nicht zuletzt haben die schlechten Erfahrungen vieler Börsenneulinge während der Dot-Com-Blase 1999/2000 dazu beigetragen.

Und auch 2016 wird sich daran nichts ändern: Laut einer GfK-Umfrage nannten 37 % eine Immobilie als Wunschanlage für 2016, 53 % wollen ihr Geld auf Festgeld-, Tagesgeld- und Sparkonten parken. 72 % aller Befragten gaben an, sie könnten sich „gar nicht“ vorstellen, für eine potenziell höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Letzteres würden gerade einmal 9 % machen.

Warum Aktien als riskant und gefährlich gelten

Ich vergleiche den Aktienmarkt gern mit der Luftfahrt. Das Flugzeug ist erwiesenermaßen das sicherste Verkehrsmittel. Von den vielen tausend weltweiten Starts und Landungen täglich nimmt zwar niemand Kenntnis, aber die wenigen Unglücke sind immer spektakulär und schüren Ängste.

Das hört sich an wie beim Aktienmarkt. Drastische Kursverluste in einer kurzen Zeitspanne geben nun einmal bessere Schlagzeilen ab als langfristige Kursgewinne und genau so festigt sich dann das Bild einer riskanten Anlageform. Besonders gut scheinen sich Prophezeiungen eines Crashs zu verkaufen. Zuletzt war es die Royal Bank of Scotland, die werbewirksam rief: „Verkaufen Sie alles“. Eine wenig gewagte Schlagzeile, denn der Wahrheitsgehalt wird am Ende niemand nachprüfen.

Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass der Aktienmarkt an seinem schlechten Ruf nicht völlig unschuldig ist: Der Schwarze Montag 1987, die Internetblase und das Desaster der Telekom (WKN:555750) 2000 sowie die Finanzkrise 2008 sind nur ein paar Beispiele.

Gerade diese Volatilität ist es, weswegen Aktien als gefährlich gelten. Damit ist gemeint, dass die Kurse sich nicht konstant entwickeln, sondern schwanken und Aktien so ihren Besitzern einiges abverlangen. Die verheerende Wirkung von Kursrückgängen auf die Anleger hat die Börsenpsychologie hinreichend dokumentiert.

Langfristig sind Aktien die beste Geldanlage

Ebenso gut dokumentiert ist aber auch, dass  Aktien, auf lange Sicht, die ertragreichste Anlageform sind. Von 1926 bis 2015 erbrachte der amerikanische Index S&P 500 durchschnittlich 9,9 % Rendite pro Jahr. Erstklassige Anleihen dagegen brachten nur 5,5 % jährlich.

Selbst im Zeitraum zwischen 2000 und 2013, mit zwei starken Kurseinbrüchen und acht Korrekturen (Rückgänge um mehr als 20 % vom Höchstkurs), brachten Aktien noch positive 2,6 % im Jahr (Anleihen allerdings 5,9 %).

Anleihen sind keine Alternative

Wir wissen natürlich nicht, was die nächste Woche, der nächste Monat oder der Rest von 2016 bringen wird. Dennoch bin ich von der Überlegenheit der Aktie überzeugt, denn wie sieht die Alternative aus?

Die Bundesanleihe mit einer 10-jährigen Laufzeit (WKN: 110239) bringt derzeit eine Rendite von 0,25 % (Stand: 18.02.2016). Das ist weniger als die Inflationsrate und bedeutet, erst recht nach Steuern, einen echten Kaufkraftverlust.

Und sollten die Zinsen in Deutschland wieder steigen, dann sind Kursverluste bei den Anleihen vorprogrammiert, denn Anleihen mit einem festen Zinssatz verlieren bei steigenden Zinsen an Wert.

Mehrere Aktien oder ein ETF

Dieses Problem kannst du aber mit Aktien umgehen. Es muss (und sollte!) nicht der letzte heiße Tipp von deinem Freund oder aus dem Internet sein. Ein gut gestreutes Depot, z.B. mit Produkten, die du kennst und jeden Tag benutzt, könnte ein Anfang sein. Mir fallen da etwa Nestlé, Nike oder die Google-Mutter Alphabet ein.

Alternativ könntest du auch den Kauf eines ETFs in Erwägung ziehen. Mit diesen Indexfonds kaufst du einen ganzen Markt wie z.B. den DAX oder den S&P 500.

Wenn du dich zudem noch vom Lärm um Kursrückgänge oder die Schlagzeilen, ob nun Alphabet oder Apple das größte Unternehmen der Welt ist, lösen kannst, dann wirst du an langfristigen Investitionen in solide Unternehmen deine Freude haben. Und Genussrechte von Energieversorgern brauchst du dann erst recht nicht.

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Peter Roegner besitzt Aktien von Apple und Nike. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Apple und Nike.

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