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Gewinner und Verlierer der vergangenen Börsenwoche – was ist los bei Adidas und RWE?

Bild: The Motley Fool

Der DAX legte in der vergangenen Woche ganze 4,6 % zu. Nach den deutlichen Verlusten seit Beginn des Jahres 2016 befindet er sich seit einigen Wochen auf deutlichem Erholungskurs.

Top-Gewinner der vergangenen Woche war Adidas (WKN:A1EWWW) mit einem satten Plus von fast 13 %. Am Ende der Performance-Übersicht der letzten Woche stand der Energieversorger RWE (WKN:703712) mit einem Minus von knapp 10 %. Was ist bei den beiden Unternehmen passiert und wie könnte es weiter gehen?

Was ist los bei Adidas?

Die Aktien des Sportartikelherstellers Adidas gehören im Jahr 2016 zu den Lieblingsaktien der Investoren. Getrieben wurde der starke Anstieg der letzten Wochen zunächst durch die Berufung von Kasper Rorsted als neuen Vorstandsvorsitzenden und die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015. Adidas konnte alle seine Ziele durch ein sehr starkes letztes Quartal übertreffen und hat zusätzlich den Ausblick für das Jahr 2016 angehoben.

Auf diesen Zug sind in der letzten Woche weitere Investoren aufgesprungen. Befeuert wurden die Käufe wohl durch einige positive Analystenkommentare und der Meldung, dass es, wenn die wichtige 100 EUR Marke durchbrochen wird, sehr schnell weiter nach oben gehen könnte.

Wie geht es weiter bei Adidas?

Als Foolisher Investor solltest du die Investition in Aktien eines Unternehmens meiner Meinung nach nicht an dem Durchbrechen irgendwelcher Kursmarken festmachen. Daher sollten wir uns eher die Frage stellen, ob die Adidas-Aktie tatsächlich nun auch deutlich mehr als 100 EUR wert ist.

Die starken Zahlen für das Jahr 2015 rechtfertigen sicherlich den derzeitigen Kursanstieg. Ob das aber auch einen Kursanstieg auf deutlich über 100 EUR rechtfertigt? Da bin ich mir derzeit nicht absolut sicher.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Jahr 2016 von beinahe 25 liegt Adidas an zweitletzter Stelle aller 30 DAX-Werte. Du musst derzeit also das 25-fache des erwarteten Jahresgewinns für eine Aktie des Unternehmens bezahlen. Und das bei einem Unternehmen, das in einer sehr wettbewerbsintensiven Branche mit starker Konkurrenz durch die US-Firmen Under Armour und Nike unterwegs ist.

Was ist los bei RWE?

In der Essener Zentrale des RWE-Konzerns dürfte in der vergangenen Woche wohl einiges los gewesen sein. In gewohnter Manier meldete der Konzern saftige Sonderabschreibungen auf seinen Kraftwerkspark. Man sollte meinen, die Investoren hätten sich mittlerweile an diese Horrormeldungen gewöhnt, dennoch rauschte der Aktienkurs am Tag der Pressemitteilung um 10 % in die Tiefe.

Das lag sicherlich an der in der Höhe nicht erwarteten Kürzung beziehungsweise Aussetzung der Dividendenzahlung. Besitzer der Vorzugsaktien erhalten eine Dividende von 0,13 EUR im Vergleich zu 1,00 EUR im Vorjahr. Die Eigentümer von Stammaktien erhalten gar keine Dividende mehr. Vor allem für die Kommunen ist die Dividendenkürzung ein harter Schlag, hatten doch einige Finanzbürgermeister die Millionenzahlungen von RWE fest eingeplant.

Lange Zeit galten die Papiere von RWE als sichere Dividendenzahler, was die Aktie insbesondere bei Dividendenjägern äußerst beliebt machte. Mit der drastischen Kürzung könnten diese Zeiten der Vergangenheit angehören – und entsprechend drastisch waren auch die Reaktionen der Investoren.

Wie geht es weiter bei RWE?

Die harte Dividendenkürzung bei RWE ist wirtschaftlich gesehen wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Die rückläufigen Umsätze im Kraftwerksgeschäft müssen zwingend durch neue Geschäfte kompensiert werden. Da kann RWE jeden einzelnen Cent gebrauchen.

Dem Aktienkurs dürfte diese Entscheidung aber wohl langfristig deutlich schaden. Die alten Hochs dürften für sehr lange Zeit wohl nicht mehr zu erreichen sein.

Für die RWE-Aktionäre bleibt zu hoffen, dass der Energiekonzern die nicht ausgeschütteten Mittel sinnvoll einsetzt, um in naher Zukunft wieder stabile Dividenden auszahlen zu können.

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Sven besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Nike und Under Armour.

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