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Wie Warren Buffett Unternehmen kauft, und was du davon lernen kannst

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Wofür Warren Buffett vor allem bekannt ist? Dass er in der Vergangenheit exzellente Unternehmen zu einem sehr vorteilhaften Preis gekauft hat. Buffett und der Rest von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) sind immer auf der Suche nach guten Kaufgelegenheiten. Sie haben ihre Kaufkriterien sogar mitten im Jahresbrief an die Aktionäre aufgelistet. Und auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass du ein Milliarden-Unternehmen hast, das du ihnen verkaufen kannst, kannst du für dich doch einige wertvolle Lektionen rausziehen.

Genug Gerede: Hier also die Informationen darüber, wonach Buffett sucht, wenn er auf Einkaufstour geht, und wie du ähnliche Prinzipien auf deine eigenen Aktienkäufe anwenden kannst.

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Die Kriterien des Orakels

Buffetts Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 2014 führt sechs Eigenschaften an, nach denen er in potenziellen Kaufkandidaten sucht.

  • Größe – definiert als Unternehmen, das mindestens 75 Millionen USD Einnahmen vor Steuern reinholt.
  • Konstante Einnahmen – und zwar bitte mit Nachweis, keine Zukunftsversprechen.
  • Gute Eigenkapitalrendite mit wenig oder gar keinen Verbindlichkeiten.
  • Management vorhanden – Berkshire will keine neue Führungsriege mitbringen.
  • Ein einfaches Geschäftsmodell, das man leicht verstehen kann.
  • Ein Angebotspreis.

Außerdem ließ er verlauten, dass er allen potenziellen Geschäftspartnern binnen fünf Minuten mitteilen könne, ob Berkshire Interesse hat oder nicht. Anders gesagt: Buffett und Co. haben sehr genaue Vorstellungen und werden nicht von ihnen abweichen.

Wie du diese Prinzipien auf dein Portfolio anwendest

Auch wenn einige Dinge nicht auf einfache Investoren wie dich oder mich anwendbar sind, so sind die anderen Prinzipien doch großartig. Klar, der letzte Punkt (ein Angebotspreis) ist für uns nicht relevant. Du kannst den Preis eines Investments einfach herausfinden, indem du die Aktiennotierung ansiehst.

Erstens: Ich tendiere beim Investieren ohnehin immer zu größeren Unternehmen, meist mit Marktbewertungen nördlich von 5 Milliarden USD. Große Unternehmen sind in der Regel besser etabliert und stabiler. Allerdings ist das natürlich nicht in Stein gemeißelt – ich kann mich gut mit einem kleineren Unternehmen anfreunden, wenn die anderen Kriterien stimmen. Es gibt viele Unternehmen mit geringer Marktbewertung, die solides Management, wenig Verbindlichkeiten und stete Rentabilität vorweisen können.

Außerdem wichtig für mich: konsistente Ertragsstärke. Schau dir mal das Nettoeinkommenswachstum von Buffetts Lieblingsaktien Coca-Cola (WKN:850663) und US Bancorp (WKN:917523) der letzten Jahrzehnte an. Sicher, der Graph verläuft nicht konstant nach oben – immerhin galt es Rezessionen zu durchstehen, und nicht jedes Quartal kann besser sein als das vorangegangene –, aber es gibt für beide Unternehmen eine langgezogene und eindeutige Bewegung nach oben. Beide haben bewiesen, dass sie in guten wie in schlechten Zeiten rentabel sein und Profite wachsen lassen können.

Quelle: Bereitgestellt von Fool.com und YCharts

Weiterhin wichtig: Unternehmen auswählen, denen nur wenig Verbindlichkeiten zu schaffen machen. Besser gesagt: deren Zinsbelastung gering ist. 2015 machte Coca-Cola einen Profit von 8,73 Milliarden USD, während man nur 856 Millionen USD an Zinsen zahlen musste. Für jeden Dollar Profit gab Coca-Cola weniger als 10 Cent für Zinszahlungen auf Verbindlichkeiten aus. Derart geringe Belastungen ermöglichen dem Unternehmen profitabel zu bleiben, selbst wenn die Umsätze aufgrund instabiler Märkte oder anderer Unwägbarkeiten der Wirtschaft mal fallen.

Weiterhin sagte Buffett lediglich, dass „Management vorhanden“ sein soll, und das ist wohl die größte Untertreibung der gesamten Liste. Auch wenn Buffett gerne dem Management seiner Unterfirmen so viel Freiheit einräumt wie möglich, legt er doch immensen Wert auf großartige Führungskräfte. Anzeichen für aktionärsfreundliche Manager sind kluger Umgang mit Verbindlichkeiten, gute Ausschüttung der Gewinne an Investoren sowie persönliches Interesse am Wohlergehen des Unternehmens.

Darüber hinaus ist Buffett auch immer auf der Suche nach einem Unternehmen, bei dem die Führung nicht allzu viel zu tun hat, um den Laden rentabel zu halten. Warum? Nun, CEOs und andere Führungskräfte wechseln von Zeit zu Zeit. In zehn oder zwanzig Jahren werden andere Menschen an den Entscheiderpositionen sitzen als heute. Buffett ließ einmal verlauten, dass einer der Gründe aus denen er Coca-Cola so schätzt darin besteht, dass „ein Schinkenbrötchen“ das Unternehmen führen könnte. Übertrieben? Sicherlich. Aber Tatsache ist, dass Coca-Cola sich quasi von alleine führt. Das gleiche lässt sich über viele andere Unternehmen sagen, die Buffett kauft.

Abschließend musst du nicht unbedingt deine Suche auf „einfache“ Unternehmen beschränken. Aber es ist nicht verkehrt nur in das zu investieren, was du auch verstehst. Buffett zum Beispiel lässt die Finger von Tech-Unternehmen. Er sagt, dass er deren Geschäft nicht versteht und deswegen keine fundierten Entscheidungen treffen könne. Aus demselben Grund investiere ich nicht in Bio-Tech – ich bin mir sicher, dass es einige formidable Unternehmen gibt, aber meine Stärken sind bei Unternehmen aus Banken, Energie und Tech, und auf die beschränke ich mich.

Nur ein Ausgangspunkt

Dies sind nur ein paar Anregungen für gute Aktien, in die man investieren kann. Es gibt noch viele andere Faktoren, die eine Rolle spielen, darunter die Bewertung, Wettbewerbsvorteile und Dividendenausschüttung. Allerdings werden dich Buffetts Kriterien schon einmal in die richtige Richtung weisen.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool empfiehlt Coca-Cola.

Dieser Artikel von Matthew Frankel erschien am 17.2.216 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilhaben können.

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