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Der Unterschied zwischen Grenzumsatz und Grenznutzen

Foto: Pixabay, Nemo

Die Begriffe Grenzumsatz und Grenznutzen können Unternehmen dabei helfen herauszufinden, wie viel sie von einem Produkt herstellen müssen, um ihren Gewinn zu maximieren. Der Grenznutzen ist ein Maß für den Nutzen, den ein Konsument zusätzlich erhält, wenn er eine weitere Einheit eines Gutes oder einer Dienstleistung konsumiert. Der Grenzumsatz hingegen misst, wie viel Geld ein Unternehmen mehr verdient, wenn es eine Einheit mehr produziert.

Grenznutzen

Der Grenznutzen spiegelt den Nutzenanstieg wider, den ein Kunde aus dem Kauf einer weiteren Einheit eines Gutes oder einer Dienstleistung zieht. Man kann es sich auch vorstellen als die maximale Bereitschaft, für diese zusätzliche Einheit zu bezahlen. Typischerweise sinkt der Grenznutzen mit der konsumierten Menge des Gutes oder der Dienstleistung.

Lass uns annehmen, dass ein Konsument ein zusätzliches Paar Schuhe kaufen möchte. Wenn der Konsument bereit ist, 50 Euro dafür auszugeben, dann ist der Grenznutzen dieses Kaufes 50 Euro. Je mehr Paare er jedoch bereits besitzt, desto weniger wird er bereit sein, für ein weiteres Paar zu bezahlen. Der Grund dafür liegt darin, dass der Nutzen jedes weiteren Paares sinkt, je mehr Schuhe er bereits besitzt.

Grenzumsatz

Der Grenzumsatz ist der zusätzliche Umsatz, der durch den Verkauf einer weiteren Einheit eines Gutes oder einer Dienstleistung gewonnen wird. Er wird berechnet, indem man die Veränderung des gesamten Umsatzes durch die verkaufte Menge teilt. Die Veränderung des gesamten Umsatzes wird berechnet, indem man den Umsatz, der vor dem Verkauf der letzten Einheit erzielt wird, von dem Umsatz abzieht, der erzielt wird, wenn die letzte Einheit verkauft wird.

Lass uns annehmen, dass ein Unternehmen Heizstrahler herstellt. Für das erste produzierte Stück wird ein Umsatz von 20 Euro erwirtschaftet. In diesem Fall wäre der Grenzumsatz 20 Euro (20 Euro Umsatz / 1 Einheit). Jetzt produziert das Unternehmen einen zweiten Heizstrahler, der einen Umsatz von 15 Euro erzielt. Der Grenzumsatz, der durch den Verkauf einer weiteren Einheit erzielt wird, beträgt nun 15 Euro (35 Euro – 20 Euro = 15 Euro Umsatzänderung/ 1 zusätzliche Einheit).

Obwohl der Grenzumsatz über eine bestimmte Verkaufsmenge gleich bleiben kann, tendiert er dazu, zu sinken, je mehr ein Unternehmen von einem Produkt herstellt. Unternehmen können ihre Gewinne maximieren, indem sie darauf achten, dass die Kosten, die für die Herstellung einer zusätzlichen Einheit anfallen, den zusätzlichen Umsatz übersteigen.

Grenzumsatz und Monopole

In einem Markt, auf dem Wettbewerb herrscht, dürfte der Grenzumsatz nicht besonders bemerkenswert sein. In einem Monopol jedoch ist der Grenzumsatz, den ein Unternehmen durch den Verkauf einer zusätzlichen Einheit gewinnt, immer geringer als der Preis, für den das Stück verkauft wird. In einem Monopol beherrscht ein Unternehmen die gesamte Produktionsmenge für ein bestimmtes Produkt. Um eine weitere Einheit davon zu verkaufen, muss das Unternehmen den Preis für alle Einheiten senken und damit eine Umsatzeinbuße hinnehmen.

Betrachten wir ein einzelnes Unternehmen, welches fliegende Autos verkauft und diese für 500.000 Euro pro Stück verkauft. In der ersten Woche verkauft das Unternehmen ein Auto und verdient damit 500.000 Euro Umsatz. In diesem Falle wäre der Grenzumsatz 500.000 Euro (500.000 Euro Umsatz/ 1 Stück).

Nun senkt das Unternehmen den Preis für das fliegende Auto auf 400.000 Euro, um mehr davon zu verkaufen. Jetzt verkauft es ein Stück mehr. Der Grenzumsatz für das zusätzlich verkaufte Auto liegt bei 400.000 Euro (900.000 Euro – 500.000 Euro = 400.000 Euro Umsatzänderung/ 1 zusätzlich verkaufte Einheit). Wenn der Preispunkt von 400.000 Euro weitere Kunden anzieht und damit mehr Stück verkauft werden, sinkt der Grenzumsatz gegenüber der Situation, als es sein erstes Auto verkauft hatte.

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