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Der besserer Kauf: Alcoa vs. Barrick Gold

Foto: Pixabay, Tama66

Rohstoffe wie Gold und Aluminium sehen zurzeit nicht sehr attraktiv aus, was an der schwachen Nachfrage und einem Überangebot liegt. Der Markt hat die Preise in den Keller geschickt. Der querdenkende Investor in dir riecht hier deswegen vielleicht ein Schnäppchen. Alcoa (WKN:850206) und Barrick Gold (WKN:870450) sind zwei Unternehmen, die einen zweiten Blick wert sind, aber welcher der beiden Giganten ist die bessere Wahl?

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Quelle: Alcoa

Das Metall entscheidet

Das erste, was du bei den beiden bedenken solltest, ist der Rohstoff. Barrick fördert Edelmetalle wie Gold und Silber, während Alcoa Aluminium herstellt. Das ist in mehr als einer Hinsicht ein entscheidender Unterschied. Investoren scheinen sich beispielsweise immer größere Sorgen um Risiken zu machen. Unter diesen Umständen wird Gold, das als sichere Vermögensanlage gesehen wird, plötzlich zu einem begehrten Vermögenswert. Barrick Golds Aktien werden wahrscheinlich den höheren Goldpreisen folgen.

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Das ist jedoch ein kurzfristiger Trend. Und die Situation könnte sich schnell wieder ändern, wenn die Goldpreise fallen und Barrick dabei mitnehmen. Halt dir vor Augen, dass die Hälfte der Nachfrage nach Gold aus dem ökonomisch sensiblen Schmuckhandel kommt – nicht gerade eine Festung der Stabilität.

Quelle: Barrick Gold

Alcoas Hauptprodukt Aluminium hat eine komplett andere Angebot-Nachfrage-Struktur. Aluminium ist ein Industriemetall, das für sein geringes Gewicht und seine Stärke bekannt ist. Man kauft kein Aluminium, weil man sich um die Wirtschaftsaussichten sorgt (oder weil man es für schön hält), sondern weil man beispielsweise den Kraftstoffverbrauch von Autos und Flugzeugen verbessern möchte. Dieser Trend wird immer wichtiger.

Langfristig hat also Alcoa mit seinem Fokus auf Aluminium wahrscheinlich die besseren Aussichten, was die Nachfrage angeht. Das gilt besonders in Anbetracht der Tatsache, dass Aluminium schwerere Metalle in vielen Anwendungen ersetzt. Kurzfristig ist Barrick Gold aber anscheinend im Vorteil, da Goldpreise schnell hoch und herunter gehen können – basierend auf nichts anderem als der Marktstimmung.

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Die Summe der Teile

Was noch zu bedenken ist: Was bekommst du heute? Aktien von Barrick und Alcoa haben beide in den letzten Jahren viel einstecken müssen. Die Ergebnisse der Unternehmen wurden durch Faktoren wie Kosteneinsparungen, Wertminderung der Vermögenswerte und niedrige Verkaufspreise getroffen. Investoren haben die schlechten Ergebnisse bemerkt und die Anteile auf Talfahrt geschickt. Aber das finale Ziel aller Unternehmensbemühungen ist es, das Geschäft auf die richtige Größe für die derzeitigen Marktbedingungen zu bringen.

Jedoch hat Alcoa etwas unternommen, was Barrick nicht getan hat. Der Aluminiumgigant hat tatsächlich seinen Aluminiumfußabdruck verringert, aber dabei sein Metallverarbeitungsgeschäft vergrößert. Dieses Segment, welches das Unternehmen sein Value-add-Geschäft nennt, erschafft Dinge wie Luftfahrtteile aus Aluminium und anderen Metallen. Tatsächlich möchte Alcoa später in diesem Jahr in zwei Teile aufbrechen, indem es das Value-add-Geschäft für Investoren abspaltet, da es jetzt groß genug ist, um auf eigenen Beinen zu stehen. Barrick hingegen baut nur Gold ab und ist damit komplett von den Goldpreisen für seine Zukunft abhängig.

Und nun? Alcoa hatte einen Umsatz von ungefähr 22,5 Milliarden USD im Jahr 2015 und seine Marktkapitalisierung war in der Spanne von 10 Milliarden USD. Mit anderen Worten: Es wird mit weniger als der Hälfte der Verkäufe gehandelt. An sich ist das nicht so interessant, aber vergleich das mit Berkshire Hathaways (WKN:A0YJQ2) Akquisition von Precision Castparts für mehr als das Dreifache des Umsatzes. Precision Castparts produziert high-tech-Teile wie Alcoas Value-add Geschäft. Jetzt wird es interessant.

Alcoas Value-add-Geschäft alleine machte einen Umsatz in Höhe von 13,5 Milliarden USD im Jahr 2015. Man könnte also argumentieren, dass man dieses Geschäft günstig kauft im Vergleich zu dem, was Warren Buffett für Precision bezahlt hat und du wirst mit einem Upstream-Geschäft belohnt mit rund 9 Milliarden USD an Umsatz quasi umsonst, sobald die Abspaltung komplett ist. Wenn du Barrick kaufst, bekommst du nur Barrick und seine Minenoperationen.

Eine Option für jeden Ausblick

Der Unterschied zwischen Alcoa und Barrick läuft offensichtlich auf deine Perspektive hinaus. Wenn du schnellen Erfolg willst, ist Barrick die bessere Option – angenommen Goldpreise steigen. Aluminium gilt noch nicht als so sichere Anlage wie Gold. Wenn du also glaubst, die Welt steht vor ihrem Ende, kauf Barrick.

Suchst du allerdings nach einer langfristigen Möglichkeit, scheint Alcoa die bessere Option zu sein, basierend auf Berkshires Akquisition von Precision Castparts. Das wird alles noch interessanter, wenn du bedenkst, dass die industrielle Nachfrage nach Aluminium wegen seines geringen Gewichts und seiner Stärke langfristig weiter steigen sollte. Gold hat einfach nicht die gleiche Dynamik, wenn es um die langfristige Nachfrage geht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

Dieser Artikel wurde von Reuben Brewer auf Englisch verfasst und am 16.2.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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