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Wie man den zukünftigen Kurs einer Aktie berechnet

Foto: Pixabay, McLac2000

Niemand von uns hat eine Kristallkugel, die uns den Kurs einer Aktie exakt vorhersehen lässt. Wenn wir aber ein paar Annahmen treffen, dann ist es möglich, den Kurs zu bestimmen, zu dem eine Aktie in Zukunft gehandelt werden sollte. Das nennt man auch den intrinsischen Wert.

Es funktioniert nur bei bestimmten Aktien

Bei jungen Unternehmen mit schnellem Wachstum, unvorhersehbaren Gewinnen und Dividenden kann man nur Mutmaßungen anstellen. Es gibt keine Bewertungsformel in einem Finanzbuch, die genau hätte vorhersehen können, dass der Kurs von Amazon in den letzten 10 Jahren um 1200 % steigen würde und dass der Kurs von Twitter zwei Drittel seines Wertes nur zwei Jahre nach dem Börsengang verlieren würde.

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Viele Investmentfirmen haben ihre eigenen Bewertungsmodelle, die helfen können, den Kurs vorherzusagen. Aber das sind keine universal anwendbaren Formeln und allgemein sind sie auch nur für ein oder zwei Jahre verlässlich, wenn überhaupt. Es gibt einfach zu viele Variablen und mögliche Einflussfaktoren, die bei jungen Unternehmen eine Rolle spielen können.

Andererseits ist die Sache bei etablierten Aktien, besonders solchen, die konsequent ihre Dividenden gezahlt und erhöht haben, nicht allzu schwer – zumindest theoretisch. Aber selbst das erfordert einige Annahmen, die sich als richtig oder falsch herausstellen können.

Erwartete Kurse von Dividendenaktien

Eine Formel, mit der man Dividendenaktien bewerten kann, ist das konstante Wachstumsmodell von Gordon, das annimmt, dass die Dividende einer Aktie konstant steigen wird.
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Die jährliche Dividende einer Aktie sollte sehr einfach herauszufinden sein. Zum Zwecke der Berechnung sollte man annehmen, dass das historische Dividendenwachstum auch so weitergehen wird. Die erforderliche Rendite ist hier die größte Variable. Sie ist gleichzeitig auch eine subjektive Kennzahl für die Gesamtrendite, mit der bestimmt wird, ob eine Aktie eine lohnende Investition ist.

Wenn ich zum Beispiel Johnson & Johnson ansehe, dann fällt mir auf, dass die aktuelle jährliche Dividende bei 3,00 USD liegt. Mit ein bisschen Rechnerei kann ich jetzt herausfinden, dass J&J seine Dividende in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 8,6% pro Jahr erhöht hat. Damit sollte die Dividende nächstes Jahr bei 3,26 USD liegen. J&J hat historisch gesehen eine durchschnittliche Rendite von 12 % erzielt, daher benutze ich diesen Wert. Basierend auf diesen Informationen kann ich den erwarteten Wert von J&J wie folgt berechnen:

Basierend auf diesen Annahmen würde ich erwarten, dass J&J bei 95,88 USD stehen sollte, was sogar weniger ist als der Kurs von 102 USD zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels. Das kann ich jetzt als den maximalen Preis interpretieren, den ich für die Aktie zahlen sollte, wenn ich erwarte 12 % Rendite mit meiner Investition zu generieren. In diesem Fall würde ich J&J also als etwas zu teuer einstufen.

Einschränkungen

Bei aller Berechnung sollte man aber nicht vergessen, dass unsere Annahmen sich als falsch herausstellen könnten. In den letzten 10 Jahren hat J&J seine Dividende durchschnittlich um 8,6 % pro Jahr erhöht, aber auch hier ist eine Verlangsamung möglich – besonders wenn das Niedrigzinsumfeld weiter bestehen bleibt oder wenn eine Rezession beginnen sollte.

Diese Formel berechnet zwar den zu erwartenden Kurs einer Aktie basierend auf diesen Variablen, aber man kann nicht vorhersagen, ob dieser Kurs auch wirklich so in Zukunft eintreten wird. Solche Bewertungsmethoden können aber nützlich sein, um Dividendenaktien zu finden, die unter ihrem intrinsischen Wert gehandelt werden.
Dieser Artikel ist Teil des Motley Fool’s Knowledge Center, das mit dem gesammelten Wissen einer fantastischen Gemeinschaft von Investoren basierend auf dem Foolsaurus geschaffen würde.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com und Twitter. Motley Fool empfiehlt Johnson & Johnson.

Dieser Artikel wurde von auf Englisch verfasst und wurde am 14.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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