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Barclays und Deutsche Bank: Wie viel tiefer geht es noch?

BILDQUELLE: CC0 Public Domain.

Die Aktien der europäischen Banken haben eine turbulente Woche hinter sich, nachdem die Sorgen sich häuften, ob die Deutsche Bank AG (WKN:514000), Santander und UniCredit die Zahlungen an die Bondinhaber in den kommenden Monaten vornehmen könnten

Die Märkte gerieten Mitte letzter Woche derart in Panik, dass die Investoren sogar ein Gerücht glaubten, dass die EZB es in Erwägung zog, europäische Bankenaktien zu kaufen. Das Gerücht war auch der Ursprung der abrupten, aber nur kurzfristigen Erholung am Mittwoch.

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Die ober erwähnten Aktien mussten einiges einstecken, genau wie britischen Banke wie Barclays (WKN:850403), deren Aktie im Vergleich zu vor einem Jahr 29 % verloren hat.

Die betroffenen Bonds sind AT1 Wertpapiere, die oft auch als Coco-Bonds (Contingent Convertible Bonds) bezeichnet werden, da sie von Schulden in Eigenkapital umgewandelt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erreicht sind.

Diese Bonds erlauben es auch dem Kreditnehmer, die Zahlungen aufzuschieben, wenn die finanziellen Bedingungen es notwendig machen, genau wie Dividendenauszahlungen auch aufgeschoben oder gestrichen werden können.

Das Problem

Die Kosten für die Altlasten der vorhergehenden Führung haben die Gewinne der Banken in den letzten Jahren in den Keller sinken lassen.

Vor zwei Wochen meldete die Deutsche Bank einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden EUR für 2015, nachdem die Gewinne durch Gerichtsverfahren und andere Entschädigungskosten (Conduct Costs) ausradiert worden waren. Man warnte auch, das 2016 weitere solche Kosten drohen könnten.

Das hat die Analysten dazu veranlasst, sich die Reserven und Verbindlichkeiten der nächsten Jahre anzusehen.

Dabei haben einige ihre Sorgen über nicht-existentes Wirtschaftswachstum, schwierige Marktbedingungen und niedrige Zinsen ausgedrückt. Denn das könnte bedeuten, dass es von hier an noch weiter bergab gehen könnte und die Deutsche Bank dadurch gezwungen sein könnte, die Bilanz durch Aufschiebung der Coupon-Zahlungen zu stärken.

Dein Problem

Abgesehen von den Problemen, die ein weiterer Bankencrash mit sich bringen würde, ist das nicht nur ein europäisches Problem, da ja auch andere Banken Coco-Bonds haben, die auch unter den Altlasten der Vorgängermanagement leiden.

Die Aktionäre von Barclays hatten Ende 2014 einen Verlust von 174 Millionen GBP nachdem die Gewinne nach Steuern von 845 Millionen GBP von den Inhabern der Coco-Bonds geschluckt wurden.

Wenn wir uns daran erinnern, dass die aktuelle Situation der Deutschen Bank aufgrund von Strafen und Entschädigungszahlungen so schlecht ist und wenn wir bedenken, dass PPI 2.0 für die britischen Banken schon bald Realität werden könnte, dann könnte die Aktie von Barclays das Schlimmste vielleicht erst noch vor sich haben.

Foolisches Fazit

In Falle von Bankaktien kommt es auf die Kostenreduzierungen und auf die Conduct Costs an. Aber die aktuellen Ereignisse haben die Frage aufgeworfen, ob auch nur eines von diesen Kontingenten in naher Zukunft bedient werden kann.

Die Bewertungen von Bankaktien sind gerade schockierend niedrig. Die Deutsche Bank wird mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,35 bewertet, Barclays mit einem KBV von 0,56. Ich kann mich hier aber des Eindrucks nicht erwehren, dass manche Dinge aus gutem Grund billig oder unterbewertet sind.

Wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen, dann glaube ich, werden viele britische Banken damit zu kämpfen haben, die Kosten weiter zu reduzieren, während die Regulierungsbehörden noch ein Hühnchen mit ihnen zu Rupfen haben.

Das bedeutet auch, dass die Aussichten auf Gewinne und Auszahlungen an die Aktionäre meiner Meinung nach gerade ziemlich düster aussehen.

Es ist wahrscheinlich keine gute Idee hier weiterhin investiert zu bleiben, wenn alle anderen aufwachen und sehen, was sich da zusammenbraut.

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Dieser Artikel wurde von James Skinner auf Englisch verfasst und wurde am 12.02.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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