MENU

Wie dieser neue Porsche VWs Ergebnis zusätzlich belasten wird

Bild: The Motley Fool

Wenn man einigermaßen darüber bescheid weiß, wie der riesige deutsche Automobilhersteller Volkswagen (WKN: 766403) seinen Umsatz generiert, so scheint die Überschrift zu diesem Artikel keinen Sinn zu machen. Der winzige Sportwagenhersteller Porsche leistete in jüngster Vergangenheit einen der größten Beiträge zu VWs Gewinn.

Aber nun, wo VW durch den gewaltigen Druck aufgrund der potentiellen Strafzahlungen aus dem Diesel-Abgasskandal finanziell in die Bredouille gerät, verspürt das winzige Porsche-Tochterunternehmen auf einmal das Bedürfnis, große Investitionen zu tätigen – und diese Investitionen werden für VWs Ergebnis zu einer weiteren Belastung.

Ein sehr bedeutender – und teurer – neuer Porsche

Laut einem Bericht von Reuters, sagte Porsche-CEO Oliver Blume der Presse am vergangen Montag, dass die für die Entwicklung und Produktion von künftigen Erzeugnissen anfallenden Kosten das Gewinnwachstum in naher Zukunft hemmen werden. Eines der bedeutendsten kommenden Erzeugnisse ist vermutlich die Anschaffung, die die größte Investition erfordert: Porsche wird 1 Mrd. EUR in die Errichtung eines brandneuen Werks zur Produktion seines allerersten Elektrofahrzeugs stecken.

Porsche wird viel Geld in die Entwicklung und Produktion seines vollelektrischen Sportwagens 'Mission E' stecken, sagte diese Woche der CEO des Unternehmens – und diese gewaltigen Investitionen werden VWs Ergebnis nach unten drücken. Bildquelle: Porsche.

Porsche wird viel Geld in die Entwicklung und Produktion seines vollelektrischen Sportwagens ‚Mission E‘ stecken, sagte diese Woche der CEO des Unternehmens – und diese gewaltigen Investitionen werden VWs Ergebnis nach unten drücken. Bildquelle: Porsche.

Porsche überraschte die ganze Welt, als es vergangenen September das sogenannte ‚Mission E Concept‘ auf der Frankfurter Automobilmesse vorstellte. Bei dem Auto handelt es sich um einen batterieelektrischen Porsche-Sportwagen mit einem neuen Schnellauflade-System und einer angeblichen Reichweite von „über 500 Kilometern“.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde der Mission E als reines Konzeptfahrzeug zu Ausstellungszwecken präsentiert. Vergangenen Dezember machte Porsche dann aber die Sache offiziell: Der Mission E soll noch in diesem Jahrzehnt vom Fließband rollen.

Der Mission E ist Teil eines großen Vorstoßes in die Welt der Elektrofahrzeuge, den VW bereits vor dem Emissionsskandal initiiert hat. Aber der neue Volkswagen-Chef Matthias Müller scheint seit seinem Amtsantritt im letzten Herbst verstärkt auf die Elektrofahrzeug-Sparte zu setzen.

Der Porsche wird dem neuen, vollelektrischen Audi-Geländewagen, der vermutlich den Namen Q6 tragen wird und in etwa zwei Jahren in Serie gehen soll, folgen. Sowohl der Audi als auch der Porsche scheinen mit einer bahnbrechenden Batterie- und Ladetechnologie ausgestattet zu sein, mit Hilfe welcher sie höchstwahrscheinlich mit Tesla Motors’  (WKN:A1CX3T) Model S und Model X mithalten werden können.

Porsche sagte, dass das Schnellade-System des Mission E die Batterie (mit einer Reichweite von über 500 km) in gerade einmal 15 Minuten zu 80 % aufladen kann. Bildquelle: Porsche.

Porsche sagte, dass das Schnellade-System des Mission E die Batterie (mit einer Reichweite von über 500 km) in gerade einmal 15 Minuten zu 80 % aufladen kann. Bildquelle: Porsche.

Die finanzielle Lage könnte sich für VW weiter zuspitzen

Es lässt sich nur schwer abschätzen, welchen Einfluss der Mission E und weitere zukünftige Entwicklungsprogramme auf das Ergebnis von Porsche (und somit auch auf das von VW) haben werden. Zum aktuellen Zeitpunkt, wissen wir noch nicht genau, wie hoch Porsches Gewinn im vergangen Jahr ausgefallen ist.

VW hat sein Ergebnis für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2015 noch nicht veröffentlicht; und das könnte sich noch etwas hinziehen. Ursprünglich war die Präsentation der Geschäftszahlen für den 10.März vorgesehen, wurde aber vergangene Woche auf unbestimmte Zeit verschoben, da Müller und sein Führungsteam sich weiterhin einen Überblick über die Kosten des Dieselskandals verschaffen müssen.

Vor einem Jahr erwirtschaftete Porsche einen operativen Gewinn von 2,72 Mrd. EUR (3,06 Mrd. USD zum damaligen Wechselkurs). Zudem stieg das Umsatzwachstum von 16 % auf 20 %. Blume sagte vergangenen Montag, dass Porsche auch 2015 ein „großartiges Ergebnis“ eingefahren hat.

Er machte jedoch klar, dass Porsches Gewinn in den kommenden Jahres etwas gedämpft wird; und das wird den ohnehin angespannten Geschäftszahlen von VW nicht gerade weiterhelfen.

Das einfache Geheimnis, die besten Aktien zu kaufen

Wie Warren Buffett einmal sagte, musst du keinen IQ eines Genies haben, um ein großartiger Investor zu sein. Alles was du dafür brauchst ist einfache Mathematik, das Wissen auf welche Zahlen du schauen musst und etwas gesunden Menschenverstand. In unserem kostenlosen Spezialbericht "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" teilen wir 15 Bilanzkennzahlen mit dir, mit Hilfe derer du die Aktien mit den besten Zukunftsaussichten identifizieren kannst. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu diesem Sonderbericht zu erhalten.

The Motley Fool empfiehlt und hält Aktien von Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 10.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool

Ich würde gerne E-Mails von euch zu Produktinformationen und –angeboten von The Fool und seinen Geschäftspartnern erhalten. Jede dieser E-Mail wird einen Link zum Abbestellen zukünftiger E-Mails beinhalten. Mehr Informationen dazu, wie The Fool persönliche Daten sammelt, speichert und handhabt finden sich in den Datenschutzhinweisen von The Fool.