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Warum die Märkte steigen werden

Quelle: Wikimedia Commons

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Motley Fool Newsletters, “Bilanz Ziehen” vom 09.02.2016. Hier kannst du dich kostenlos für unseren Newsletter anmelden.

Bei Motley Fool arbeiten eine ganze Menge schlauer Köpfe. Letzte Woche habe ich einen Artikel meines Kollegen David Kuo aus Singapur entdeckt, den ich dir nicht vorenthalten möchte. Er erinnert uns daran, dass die Gründe der derzeit purzelnden Kurse an den Märkten langfristig vergehen werden und dass es in der Vergangenheit und in anderen Teilen der Erde auch schon deutlich schlimmere Zeiten gab.

Eine gute Erinnerung für uns, dass wir von einem DAX bei 9.000 Punkten als Foolishe Investoren nur profitieren können, egal welche „Probleme“ es derzeit gibt. David hat das sehr eindrücklich mit seinen Erfahrungen in Asien beschrieben. Hier sind seine weisen Worte:

Hast du schon mal versucht, eine Rede oder einen Vortrag zu halten?

Das kann viel Spaß machen, aber es kann auch ziemlich entmutigend sein. Viele Redner lernen schnell, Stichwörter zu nutzen, um ihrem Gedächtnis während der Rede auf die Sprünge zu helfen, egal wie lange sie auch sein mag.

Ich selbst benutze Gedächtnisstützen und das muss ich auch. Ich habe nämlich ein Gedächtnis wie ein Sieb. Aber ich benutze sie auch, um wichtige Börsenereignisse im Gedächtnis zu behalten.

Das erinnert mich daran, dass egal wie katastrophal eine bestimmte Episode an der Börse war, wir haben uns immer wieder davon erholt.

Katastrophen

Daher möchte ich uns den September 2008 zurück ins Gedächtnis rufen, als Lehman Brothers scheiterte.

Zum damaligen Zeitpunkt, war Lehman die viertgrößte Investmentbank in Amerika. Der Gedanke, dass Lehman solche Probleme bekommen könnte, war undenkbar.

Aber dann passierte das Undenkbare – Lehman meldete Insolvenz an, nachdem die meisten Kunden das Weite gesucht hatten.

Die Auswirkungen auf die Börse waren eine Katastrophe.

Der Straits Times Index halbierte sich von etwa 3.500 Punkten auf etwa 1,500 Punkte. Die Börse stürzte ab oder zumindest schien es zu der Zeit so.

Der Tiefpunkt

Aber obwohl die Börse hohe Verluste zu verzeichnen hatte, lag der Straits Times Index immer noch höher als der Tiefpunkt von 1997 bei etwa 850 Punkten, als ein weiterer Schock durch die Märkte ging – die Asienkrise.

Zu beiden Zeitpunkten hatten die Investoren mehr als genug, worüber sie sich Sorgen machen konnten. Ich glaube, dass der Term „Armageddon” auch ein paar Mal gefallen war.

1997 sagte man uns, wir müssten uns um die Währungen der Schwellenländer Sorgen machen. 2008 ging es um das Scheitern des Bankensystems. An dieser Stelle sollten wir aber anmerken, dass sich einige ihren Lebensunterhalt damit verdienen, sich solche Sorgen zu machen.

Das ist Wasser auf die Mühlen der Journalisten. Für die Broker übrigens auch. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, um ihren Kunden Angst zu machen, was zu mehr Transaktionen und damit zu mehr Kommissionen führt.

Die Anstifter

Aber hier kommt der interessante Teil. Einige Investoren – die klugen – ignorieren diese Störfeuer einfach. Sie sehen über die schlechten Nachrichten hinweg und erkennen, dass einige Aktien sogar ziemlich billig sein könnten. Mit ihnen beginnt der nächste Bullenmarkt.

Aber davon sind nicht alle überzeugt. Selbst als die Aktien nach der Asienkrise 1997 und der Finanzkrise 2008 wieder stiegen, blieben viele Investoren – diejenigen, die schwere Verluste erlitten hatten – noch lange skeptisch.

Aber die steigenden Kurse versicherten den Skeptikern nach und nach, dass ihre Angst inzwischen unbegründet war.

Nach und nach begannen immer mehr Zweifler daran zu glauben, dass das Schlimmste vorbei sein könnte. Und der Markt stieg immer weiter, bis er die Sorgenschwelle überwunden hatte.

Trotz der ungewissen Aussichten 1997 und der aussichtslosen Situation 2008 stieg der Markt wieder.

Wir befinden uns jetzt wieder in einem dieser Momente der Niedergeschlagenheit. Der Schuldige mag dieses Mal ein anderer sein, aber es ist immer noch mehr oder weniger dieselbe Geschichte.

Der Sorgen-Cocktail

Daher müssen wir nur die Schuldenkrise durch fallende Ölpreise ersetzen oder die Arbeitslosigkeit in den USA durch den chinesischen Börsensturz oder die Probleme der Schwellenländer durch amerikanische Staatsschulden und schon hat man einen neuen Sorgencocktail, der die Märkte bis ins Mark erschüttern wird.

Momentan versuchen alle, ihr Geld in Sicherheit zu bringen, denn sie meinen, dieses Mal wäre alles anders. Aber der legendäre Investor Peter Templeton sagte einmal, die vier gefährlichsten Wörter beim Investieren wären „Dieses Mal ist es anders“.

Aber die Dinge ändern sich nicht so sehr. Wir sehen nur manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Wenn die Weltwirtschaft sich von der Asienkrise und der Finanzkrise erholen konnte, dann ist es schwer vorstellbar, wie ein paar Millionen Barrel Öl zu viel irgendetwas Anderes bewirken werden als uns daran zu erinnern, dass das Einzige, was wir aus der Geschichte lernen die Tatsache ist, dass einige nichts daraus lernen.

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