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Novo Nordisk A/S tritt aufs Bremspedal

Novo Nordisk (WKN:A1XA8R) hat vergangenen Mittwoch sein Ergebnis für das vierte Quartal 2015 präsentiert. Zwar stieg der Umsatz des Unternehmens in lokaler Währung im Vergleich zum Vorjahr um 8 %, jedoch blieb der Anstieg hinter vielen Erwartungen zurück und die ausgegeben Langzeitprognosen waren nicht gerade das, auf was Investoren gehofft haben. Der Aktienkurs fiel daraufhin.

Novo Nordisks Ergebnis: Die nackten Zahlen

Beachte: Alle Zahlen sind in dänischen Kronen (wie von NOVO NORDISK ausgegeben) ausgewiesen.

Beachte: Alle Zahlen sind in dänischen Kronen (wie von NOVO NORDISK ausgegeben) ausgewiesen.

Was ist in diesem Quartal mit Novo Nordisk passiert?

  • Der Umsatz stieg in lokaler Währung um 8 %. Und darauf sollten Investoren ihren Fokus legen. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte in USD ausweisen und deshalb unter einem starken Dollar leiden, profitiert Novo Nordisk, wenn der im starken US-Dollar ausgewiesene US-Umsatz zurück in dänische Kronen konvertiert wird.
  • Das moderne Insulin Levemir war der herausragende Wachstumsmotor für das Unternehmen. Das Medikament legte im Vergleich zum Vorjahr im vierten Quartal in lokaler Währung 22 % zu.
  • Das Wachstum von Victoza, dem ehemaligen Aushängeschild in Novo Nordisks Portfolio, hat begonnen, abzuschwächen. Sein Umsatz fiel im vierten Quartal in lokaler Währung im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Zum Vergleich: Auf das Gesamtjahr betrachtet, betrug Victozas Wachstum 18 %.
  • Victoza, das sich an GLP-1-Rezeptoren bindet, um die Insulinproduktion zu erhöhen, ist starker Konkurrenz ausgesetzt und es scheint, als würde Novo Nordisk Marktanteile in den USA an Eli Lillys (WKN:858560) Trulicity, das 2014 zugelassen wurde, verlieren. Eli Lilly hat momentan einen Marktanteil von 11 %; Novo Nordisk ist mit 56 % aber immer noch der Marktführer.
  • Novo Nordisks neustes Insulin Tresiba wird nun in 39 Ländern vertrieben; im letzten Monat begann der Verkauf in den USA. Wie das Unternehmen in anderen Ländern erfahren musste, ist die richtige Vergütung entscheidend dafür, wie viele Marktanteile sich Tresiba in einem Markt sichern kann. Novo Nordisk hat den Verkauf in Deutschland letzten Monat eingestellt, da das Unternehmen dort keinen akzeptablen Preis für sein Medikament etablieren konnte.

Was das Management zu sagen hatte

Novo Nordisk gibt sein Victoza nicht auf; insbesondere, da das Unternehmen mit Semaglutide ein weiteres GLP-1-Medikament zur wöchentlichen Anwendung im Ärmel hat. „Wir würden gerne Victoza weiterhin in den USA vermarkten, um sicherzustellen, dass Semaglutide bei seiner Einführung den größtmöglichen Markt vorfindet“, sagte Novo Nordisks CEO Lars Rebien Sorensen.

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Die Wachstumsraten von Levemir wurden sowohl in Europa als auch in Japan und Korea von der Markteinführung von Tresiba beeinflusst“, sagte Sorensen. Investoren sollten bei Tresibas Markteinführung in den USA im Auge behalten, wie sich das Wachstum auf Levemir auswirkt. Patienten von SanofiToujeo oder Lantus abzuwerben, ist besser, als Verbraucher dazu zu bringen, von einem Novo-Nordisk-Medikament zu einem anderen zu wechseln. Ein Vorteil ist, dass Novo Nordisk nicht mit Eli Lillys Basalinsulin Peglispro konkurrieren muss. Das Unternehmen stellte die Entwicklung des Medikaments im Dezember ein.

Vorausblickend

Novo Nordisk wird dieses Jahr eine Flut an Informationen gewinnen; unter anderem mehr Daten zu Semaglutide, um eine mögliche Zulassung voranzubringen. Außerdem sollten die Daten zu den klinischen Tests für Typ-1-Diabetes-Patienten eintreffen, die hoffentlich Aufschluss darüber geben, ob Tresiba sicherer als die Produkte der Konkurrenz ist.

Außerdem steht im dritten Quartal eine behördliche Entscheidung über eine Zulassung für Xultophy aus. Das Medikament ist eine Kombination aus Tresiba und Victoza. Da in den USA bisher noch keine Insulin/GLP-1-Medikamentenkombinationen zugelassen wurden, erwartet Novo Nordisk, dass die Behörden einen Beratungsausschuss einberufen, um über dieses Produkt zu entscheiden.

Im Rahmen der Veröffentlichung der jüngsten Geschäftszahlen gab das Management auch Langzeitprognosen, die im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang vorsehen, aus. Von 2012 bis 2015 schaffte es Novo Nordisk, jährliche Wachstumsraten seines operativen Gewinns in lokaler Währung von 15 % auszuweisen. In den neuen Prognosen ist dieser Indikator auf 10 % gedrosselt. Der Großteil des Gewinnwachstums wird auf den Umsatzwachstum zurückzuführen sein, da das Management — um kurzfristige Gewinne zu erhöhen — nicht bereit ist, Einsparungen im Bereich Forschung und Entwicklung vorzunehmen.

Trotz des erwarteten Wachstumsrückgangs hat das Management klargemacht, dass das Unternehmen immer noch über ausreichend große Cash-Reserven verfügt, um entscheidende Investitionen vorzunehmen oder Kapital an Investoren auszuschütten. Der Vorstand schlug vor, die Dividende um 28 % zu erhöhen. Die Entscheidung darüber soll bei der Jahreshauptversammlung im März gefällt werden.

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The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk. Dieser Artikel wurde von Brian Orelli auf Englisch verfasst und am 04.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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