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Google hat die Nase vorne bei dieser neuen Technologie

Foto: Pixabay, Hebi65

Es ist ein passendes Bild, dass Google (oder Alphabet (WKN:A14Y6H), um genau zu sein) letzte Woche Apple kurzzeitig als wertvollstes Unternehmen vom Thron gestoßen hat. In den letzten Tagen hat Alphabet seinen Rivalen in Form von zwei Meilensteinen den Fehdehandschuh hingeworfen. Es ist aber nicht das Internet der Dinge – es ist sogar noch größer.

In einem Artikel im Wissenschaftsjournal Nature kündigte das Tochterunternehmen DeepMind von Alphabet am 28. Januar an, das AlphaGo-Programm hätte den europäischen Go-Champion 5:0 geschlagen. Der Sieg einer Maschine über einen Profispieler ist laut DeepMind „eine Errungenschaft, die man erst in zehn Jahren erwartet hätte.”

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Go ist ein Strategiespiel, das vor über 2.500 Jahren in China erfunden wurde. Zwei Spieler versuchen, die Kontrolle über das Spielbrett zu gewinnen, indem sie Spielsteine an Schnittpunkte in einem Netz von 19 mal 19 Feldern setzen. Wie beim Schach sind die Steine des einen Spielers weiß und des anderen schwarz.

Obwohl die Regeln relativ simpel sind, ist das Spiel extrem kompliziert, da die Zahl der möglichen Positionen – und das wurde erst im letzten Monat ermittelt – etwa 2,1 mal 10^170 (das ist eine 1 mit 170 Nullen) beträgt. Das sind mehr als die Atome im Universum (grob geschätzt 10^80).

Damit liegt Go jenseits aller groben Versuche der besten Computer, das Spiel zu entschlüsseln.

OK, denkst du dir jetzt vielleicht, ein paar Eierköpfe bei Alphabet haben es geschafft, einen Menschen in diesem Spiel zu schlagen. Das hat aber nichts mit dem Kerngeschäft von Google zu tun, oder?

Nein. Zuerst einmal sollte man anmerken, dass DeepMind, das Tochterunternehmen, das das AlphaGo-Programm entwickelt hat, sich auf künstliche Intelligenz oder „die Wissenschaft und Herstellung von intelligenten Maschinen, besonders aber intelligenten Computerprogrammen” spezialisiert hat (laut einem Stanford-Webartikel).
Und das bringt uns zum zweiten Meilenstein: Gestern kündigte das Unternehmen an, dass John Giannandrea den langjährigen Chef der Suchmaschine Amit Singhal ersetzen würde, der sich zur Ruhe setzt.

Giannandrea, ein Schotte, ist Experte für AI und bisher der Chef der Sparte maschinelles Lernen gewesen. Eines der wichtigsten Projekte war dabei die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos. Er wird jetzt die Gruppe managen, die die Suchalgorithmen entwickelt.

Die Berufung von Giannandrea macht klar, dass AI nicht nur eine Spielerei bei Alphabet ist. Im Oktober berichtete Fortune, dass mehr als 100 Teams innerhalb des Unternehmens mit der Gruppe für maschinelles Lernen arbeiteten. Der Artikel fügte hinzu, dass der Code die meiste Rechnerleistung jeder Computergruppe des Unternehmens 2015 verschlungen hatte.

Inzwischen meldete Facebook, ein Programm zu entwickeln, das einen Computer mit dem Namen deepforest benutzt, um Go zu spielen, aber es soll nicht besser als die besten kommerziellen Go-AI-Systeme sein (es ist sogar etwas schlechter.)

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C) und Facebook.

Dieser Artikel wurde von Alex Dumortier, CFA auf Englisch verfasst und wurde am 04.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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