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Wenn mir das jemand gesagt hätte, als ich mit dem Investieren angefangen habe…

Foto: Pixabay

Niemand beginnt als Meister seines Faches, viele Autoren von Motley Fool können das bestätigen. Wir waren alle einmal Anfänger und jeder von uns hat im Lauf der Zeit schlechte Entscheidungen getroffen.

Daher haben wir unsere Autoren gebeten, uns einen Ratschlag zu geben, den sie gerne gehört hätten, bevor sie ihr erstes Geld investiert haben.

BILDQUELLE: HOBVIAS SUDONEIGHM, FLICKR CREATIVE COMMONS.

BILDQUELLE: HOBVIAS SUDONEIGHM, FLICKR CREATIVE COMMONS.

Matt DiLallo:

Ich wünschte, jemand hätte mir das folgende Mantra von Warren Buffett mitgegeben: „Der Preis ist, was du zahlst, der Wert ist das, was du bekommst.” Dann hätte ich auch kein Geld für Sun Microsystems verschwendet, das damals bei 5 USD pro Aktie gehandelt wurde. Ich hatte die Aktie Procter & Gamble vorgezogen, denn hier konnte ich für dasselbe Geld 10 Aktien anstatt nur einer kaufen. Ich hatte mich nur auf den Preis konzentriert und nicht auf den Wert. Ich habe ein billiges Unternehmen gekauft – kein gutes Unternehmen.

In den folgenden Jahren schwand der Wert von Sun immer weiter und am Ende verkaufte ich meine Position für deutlich weniger als ich anfangs investiert hatte. In der Zwischenzeit lieferte P&G im Lauf der Jahre starke Kursgewinne.

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Ich dachte, es wäre viel leichter für eine Aktie mit einem Kurs von 5 USD, ihren Wert zu verdoppeln als für eine Aktie für 50 USD. Diese Logik hat sich nicht als wahr herausgestellt. Die meisten meiner Investitionen waren Aktien, die mehr als 100 USD pro Aktie gekostet haben. Das liegt daran, dass es sich dabei um großartige Unternehmen handelt, die auch weiterhin sehr gute Kursgewinne verzeichnet haben.

Nach all dem, was ich im Lauf der Jahre gelernt habe, ist mein bester Rat für jeden, der gerade mit dem Investieren anfängt, zuerst auf das Unternehmen zu schauen und dann erst auf den Kurs. Man muss ein gutes Unternehmen zu einem vernünftigen Preis finden und man sollte es mit der Absicht kaufen, es lange zu halten.

Brian Feroldi:

Als ich angefangen habe, hatte ich es so eilig, dass ich die Recherche einfach ausgelassen habe und mich Hals über Kopf auf die Aktien gestürzt habe. Wie viele liquide Mittel hat das Unternehmen? Verkauft sich das Produkt gut? (Gibt es überhaupt Produkte?) Hält das Management überhaupt Aktien?

Alle diese Details waren mit egal, daher habe ich sie auch nicht in Betracht gezogen. Stattdessen lief ich einfach den gerade angesagten Pennystocks hinterher, in der Hoffnung, damit schnell reich zu werden.

Wie du dir vorstellen kannst, führte das zu furchtbaren Ergebnissen und am Ende verlor ich einen großen Teil meines Kapitals. Zum Glück ist mir das passiert, als ich noch jung war und noch nicht viel zu verlieren hatte. Trotzdem hatte ich zu dem Zeitpunkt das Gefühl, viel verloren zu haben.

Aber ich habe dabei etwas gelernt. Wenn du nicht die Zeit investieren möchtest, um zu recherchieren, dann solltest du gleich gar nicht investieren. Ich wünschte, jemand hätte mir das gesagt, bevor ich es auf die harte Tour lernen musste.

Heutzutage wende ich viel Zeit auf, um eine potenzielle Investition vorher genau zu untersuchen. Ich habe zum Beispiel Halozyme Therapeutics mehrere Monate lang beobachtet, da ich mehr klinische Daten des Medikaments PEGPH20 haben wollte, bevor ich Geld in die Hand nehme. Früher hätte ich einfach gekauft, ohne zu wissen, was das Unternehmen in der Pipeline hat.

Daniel Miller:

Eine Sache, die ich gerne früher gewusst hätte, wäre mein eigener Rat gewesen, kein Margin Trading zu machen.

Viele meiner Freunde wollen Tipps beim Investieren, für die Recherche und andere Ratschläge. Wenn ich meinen Freunden Ratschläge gebe, dann erkläre ich, wie man etwas richtig macht. Ich erzähle ihnen, wie man sicher, klug und langfristig investiert. Ich erkläre die Vorteile der Diversifizierung, davon weniger oft zu kaufen und zu verkaufen und ich sage ihnen auch, sie sollten etwas Bargeld im Portfolio haben. Ich bringe ihnen auch bei, wie sie nicht ins fallende Messer greifen und dass sie kein Margin Trading machen sollten.

Dann gehe ich heim und bin zufrieden, dass ich meinen Freunden so viele gute Ratschläge gegeben habe; und dann handle ich nicht nach meinen eigenen Vorgaben.

Das liegt vielleicht teilweise daran, dass ich glaube, besser als der durchschnittliche Investor zu sein und dass diese Regeln nur für Anfänger zutreffen würden. Aber hätte ich nur auf mich selbst gehört, wäre ich heute definitiv besser dran und würde nachts besser schlafen. (Wenn ich mir euch ansehe und die fallenden Ölpreise.)

Eine meiner besten Investitionen war zum Beispiel Core Laboratories, ein Unternehmen, das sich seit dem letzten Sommer mehr als verdoppelt hat. Dann ging es mit den Ölpreisen abwärts und CLB und der Rest des Marktes bekamen das natürlich zu spüren. Ich entschied mich aber dazu, Margen Trading zu nutzen und viele Aktien von CLB zu kaufen, und das obwohl ich meinen Freunden und meiner Familie geraten hatte, niemals in ein fallendes Messer zu greifen und niemals solche Risiken einzugehen.

Ich habe viele wertvolle Lektionen gelernt und ich habe auch keinen Zweifel daran, dass mich das zu einem guten Investor machen wird. Trotzdem habe ich mir für das neue Jahr vorgenommen, einen Plan mit finanziellen Zielen zu erstellen, eine Barposition aufzubauen und meine Investitionen besser zu diversifizieren. Mein guter Vorsatz für das letzte Jahr war, meine eigenen Ratschläge zu befolgen. Was aber noch wichtiger ist, ich wünschte, jemand hätte mir das vor langer Zeit gesagt.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Core Laboratories. Motley Fool empfiehlt Procter & Gamble.

Dieser Artikel wurde von Brian Feroldi, Daniel Miller und Matt DiLallo  auf Englisch verfasst und wurde am 24.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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