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Wenn du jede Woche so viel sparst, könntest du zum Millionär werden

Foto: Pixabay, Skitterphoto

Um es einmal euphemistisch auszudrücken, für den Ruhestand zu sparen, ist nicht einfach.

Wir haben oft diese Illusion, dass wir für unsere Rente nur ein bisschen Geld sparen und investieren müssen. Dann sehen wir zu, wie sich das Geld im Lauf der Zeit vermehrt und setzen uns auf einer karibischen Insel zur Ruhe, wo wir den ganzen Tag Mojitos trinken. Auf dem Papier ist das ein sehr guter Plan, aber oft kommt uns die Realität dazwischen. Unerwartete medizinische Kosten, der Verlust des Arbeitsplatzes oder wenn man eine Familie gründet, das sind alles Kosten (oder Verluste), die einen großen Einfluss auf deinen Ruhestand haben können.

BILDQUELLE: PIXABAY.

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Ironischerweise ist eines der größten Probleme vieler Leute, dass sie zu wenig sparen. Ein amerikanische Studie aus dem Jahr 2014 hat ergeben, dass 31 % der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter absolut nichts gespart hatte und weitere 38 % planten niemals in Rente zu gehen oder so lange wie möglich arbeiten zu wollen. Das sind natürlich keine guten Aussichten für die Babyboomer, die kurz vor der Rente stehen und lässt bei der jüngeren Generation, die vielleicht nicht so viel spart, wie sie sollte, alle Alarmglocken schrillen.

Aber eine Sache sollte man in diesem Zusammenhang wissen: Selbst ein kleiner Betrag könnte den Unterschied ausmachen.

Wenn du so viel sparst, dann könntest du zum Millionär werden

Mit einem Rentenrechner habe ich mich daran gemacht, herauszufinden, wie viel Geld man jede Woche sparen müsste, um Millionär zu werden. Hier sind einige der Werte, die ich eingegeben habe.

  • Alter: 18 (denn wir sollten so früh wie möglich damit anfangen)
  • Rentenalter: 68 (aus Gründen der Einfachheit, denn damit hätte man 50 Jahre zum Sparen)
  • Jahreseinkommen: 50.000 EUR (das Durchschnittseinkommen pro Haushalt)
  • aktuelle Ersparnisse: 0 EUR (ein 18jähriger fängt ja gerade erst an)
  • Erwartete Lohnsteigerung: 0 % (unwahrscheinlich, aber aus Gründen der Einfachheit)
  • benötigtes Einkommen im Ruhestand: 80 % des vorausgehenden Jahreseinkommens
  • Jahre im Ruhestand: 25 (das ist vielleicht etwas aggressiv, aber in 50 Jahren wird es vielleicht normal sein, 93 Jahre alt zu werden).
  • erzielte Rendite bis zum Ruhestand: 8 % (die historische Rendite der Börse liegt auf lange Sicht bei 8 %)
  • erzielte Rendite während des Ruhestands: 4 % (das spiegelt eine diversifiziertere Einkommensstrategie wider.
  • Erwartete Inflation: 3 %

Zusätzlich haben ich die sozialen Sicherungssysteme in die Berechnungen mit einbezogen, denn ein Rentner wird mit Sicherheit auch Transferleistungen vom Staat beziehen.

Mit Blick auf diese Zahlen, was meinst du, würdest du jede Woche sparen müssen, um in 50 Jahren 1 Million EUR zu erreichen?

Wie viele von euch haben 100 EUR gesagt? Falls ja, dann liegt ihr aber ziemlich daneben, aber das ist doch eine gute Sache, dann spart ihr nämlich mehr Geld.

Ihr müsst in Wahrheit 20 EUR pro Woche sparen, oder 1.040 EUR pro Jahr. Damit würdet ihr bis ihr 93 seid, eine Million zusammen sparen. Unser fiktiver Anleger hätte bis zum Rentenalter von 68 Jahren fast 557.000 EUR gespart, unter der Voraussetzung, dass die Kosten pro Jahr 40.000 EUR betragen würden (80 % des durchschnittlichen Einkommens eines Haushalts). Das beinhaltet 31.357 EUR pro Jahr aus dem Sozialversicherungstopf. Damit würde dein Sparschwein bis zu deinem 93. Geburtstag auf eine Million anwachsen.

Ohne Sozialleistungen würde unser Anleger fast 37 EUR pro Woche sparen müssen, um die Million bis zur Rente mit 68 zu erreichen.

Zwei wichtige Dinge

Erstens, selbst kleine Summen können große Auswirkungen auf unsere Rente haben. Glaubst du, du kannst 20 EUR pro Woche für deine Rente sparen? Ich würde wetten, dass viele Leute dazu bereit wären und das würde ihnen den Weg in einen bequemen Ruhestand ebnen.

BILDQUELLE: PIXABAY.

BILDQUELLE: PIXABAY.

Aber wie schafft man das? Wenn du noch kein monatliches Budget hast, dann wäre das ein sehr guter Anfang. Der Grund, warum ein Budget so wichtig ist, liegt darin, dass es dir hilft, deinen Cashflow zu kennen. Die meisten Leute kennen ihr Einkommen, aber wenn man sie nach ihren Ausgaben fragt, dann zucken sie nur mit den Schultern. Mit einem monatlich durchgeplanten Budget kannst du mehr sparen, was dich deiner Million näher bringt. Ein Budget aufzustellen ist heutzutage ziemlich simpel, denn es gibt Websites, die dir die Rechnerei abnehmen. Damit kostet dich das alles auch nur etwa 30 Minuten pro Monat, vielleicht auch weniger.

Zweitens sollten wir noch erwähnen, dass es keine perfekte Formel und keinen perfekten Weg gibt, um die Million oder einen anderen Betrag zu erreichen. Jeder wird einen etwas anderen Weg nehmen. Einige Leute fangen mit 100.000 EUR an, während andere bei Null anfangen. Einige versuchen 20 EUR pro Woche zu sparen, während sie 20.000 EUR im Jahr verdienen. Andere verdienen 100.000 EUR im Jahr. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man diese Zahlen zu seinem Vorteil manipulieren kann, indem man einfach den wöchentlichen Betrag anpasst und so früh wie möglich mit dem Sparen beginnt.

Es ist in deinem besten Interesse, deine Investitionen zu maximieren, indem du kluge Entscheidungen triffst. Das bedeutet, auch Zuschüsse vom Staat, von deinem Arbeitgeber und Steuervorteile zu nutzen.

Am Ende bist du allein dafür verantwortlich, wie viel du im Ruhestand haben wirst, also nutze deine Chance auf eine Million EUR – und zwar jetzt.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 24.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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