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Aktien im Rückblick: Salzgitter erreicht Gewinnzone, Siemens feiert Trendwende, Deutsche Bank säuft nach Gewinneinbruch ab

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Eigentlich gilt: Je mehr Sonnenlicht, desto besser die Stimmung. Diesmal ist das anders. Die Tage werden länger – und die Gesichter der Anleger ebenfalls. Wer wissen will, warum das so ist, muss nur einen kurzen Blick auf die DAX-Tafel werfen…

Keine Frage: Der Januar war ein mieser Börsenmonat. Der deutsche Leitindex gab alle Gewinne wieder ab, die er sich im Vorjahr mühsam erarbeitet hatte. Viele Parkettastrologen unken bereits, dass Aktionäre auch in den kommenden Monaten wenig Grund zur Freude haben werden. Das vermiest die Stimmung weiter, ist aber genauso wahrscheinlich wie die gegenteilige Prognose. Sicher ist nur eins: Die Marktteilnehmer sind nervös und die Kurse werden schwanken. Wie in der vergangenen Woche…

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Was war an der Börse los?

Nach einem Anstieg um rund 4 % an den letzten beiden Handelstagen der Vorwoche fehlte dem DAX (WKN:846900) am Montag die Kraft für eine Fortsetzung seiner kurzen Klettertour. Der deutsche Leitindex gab 0,3 % auf 9.736 Punkte ab. Als Hauptgründe für das Schwächeln nannten Marktteilnehmer den auf den tiefsten Stand seit Februar 2015 gefallenen ifo-Geschäftsklimaindex und den erneut unter Druck stehenden Ölpreis.

Besonders schlecht erging es der Deutschen Bank (WKN:514000), deren Aktienkurs um 5,2 % nachgab. Der Kurseinbruch war eine weitere Quittung für die miesen Geschäftszahlen, welche das einstmals respektable Geldhaus in der Vorwoche vorgelegt hatte. Die Anteilscheine der Commerzbank (WKN:CBK100) verloren 3,6 %.

Am Dienstag stieg der Ölpreis wieder – und mit ihm der DAX. Am Schluss der Handelssitzung zeigte das Börsenbarometer beim Stand von 9.823 Zählern ein Plus von 0,9 %.

An die DAX-Spitze setzte sich die Aktie von Siemens (WKN:723610), die sich um satte 8,6 % verbesserte. Der Konzern hatte am Vorabend Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2015/16 bekannt gegeben. Diese waren alles andere als schlecht und wurden von Siemens-Chef Joe Kaeser zusätzlich mit einer Anhebung der Gewinnprognose garniert. Kaesers Begründung: Nach mehreren Quartalen mit Umsatzrückgängen sei nun die Trendwende eingeleitet.

Ebenfalls steil aufwärts ging es mit den Aktienkursen der Versorger: Papiere von RWE (WKN:703712) verteuerten sich um 6,3 % und Anteilscheine von E.ON (WKN:ENAG99) legten 4,1 % zu.

Während die deutschen Händler den Handelstag bei einem Gläschen Äppelwoi Revue passieren ließen, trugen ihre New Yorker Kollegen nach Veröffentlichung erfreulicher Quartalszahlen und Wirtschaftsdaten dazu bei, dass der Dow Jones die 16.000er-Marke zurückeroberte, die er am Montag nach unten durchbrochen hatte.

Trotzdem konnte der DAX am Mittwoch während des Vormittags nur für wenige Minuten in die Pluszone vordringen. Erst als sich am Nachmittag die Ölpreise stabilisierten, setzte der Blue-Chip-Index zur Erholung an und beendete den Handelstag beim Stand von 9.881 Punkten mit einem Aufschlag von 0,6 %

Im Fokus der Marktteilnehmer stand die Aktie des Chemieriesen BASF (WKN:BASF11), dessen Vorabzahlen für 2015 enttäuscht hatten. Grund für den Gewinneinbruch des Ludwigshafener Konzerns waren übrigens die deutlich gefallenen Öl- und Gaspreise. Die Marktteilnehmer quittierten dies mit einem Kursverlust von 1,8 %.

Ganz unten in der Standardwerte-Tabelle stand die Aktie von Siemens, die wegen des Dividendenabschlags 2,4 % billiger als am Vortag zu haben war. Die Spitzenposition sicherte sich Fresenius Medical Care (WKN:578580) mit einem Plus von 4,2 %. Die Papiere des Dialyse-Spezialisten profitierten von einem positiven Analystenkommentar aus den USA.

Am Donnerstag hatten Optimisten auf dem Frankfurter Parkett wenig zu vermelden, weil als schwach bewertete US-Konjunkturdaten und ein verschlechtertes Eurozonen-Geschäftsklima die Stimmung trübten. Dagegen half auch eine deutliche Stabilisierung des Ölpreises nichts. Der DAX brach um 2,4 % auf 9.640 Punkte ein.

Arg gebeutelt wurde wieder einmal die Aktie der Deutschen Bank, die ihr endgültiges Zahlenwerk für 2015 vorlegte. Ihre Papiere verbilligten sich um weitere 5,4 %. Ebenfalls im Sinkflug war die Aktie der Lufthansa (WKN:823212), die 4,9 % verlor.

Aber es gab auch erfreuliche Nachrichten. Die im MDAX (WKN:846741) notierte Salzgitter AG (WKN:620200) vermeldete zum ersten Mal seit 2011 wieder ein positives Jahresergebnis. Der Börsenwert des zweitgrößten deutschen Stahlkonzerns stieg um 7,4 %.

Am Freitag startete der DAX mit einem komfortablen Plus, das Marktteilnehmer mit guten Nachrichten aus Japan begründeten. Dort hatte die Notenbank unerwartet Negativzinsen eingeführt und angekündigt, die Geldmenge stetig zu erweitern. Wenig später trübten europäische Daten die Stimmung wieder etwas ein: Die Inflation im Euroraum ist zwar auf 0,4 % gestiegen, bleibt aber nach wie vor weit unter dem von der Europäischen Zentralbank angestrebten Wert von 2 %.

Der deutsche Leitindex gab einen Großteil seiner Gewinne bis zum Mittag wieder ab. Um 12:00 Uhr verblieb ein Plus von etwa 0,4 %. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass einige Anleger auch zum Wochenschluss wieder lange Gesichter machen…

Wie geht es weiter?

Am Montag (01.02.) werden die Januar-Werte der Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes für Deutschland, die EU und die USA veröffentlicht. Die Europäische Zentralbank legt ihren Monatsbericht für Dezember vor. Die US-Statistiker liefern Dezemberdaten zu den privaten Einkommen und Ausgaben sowie zu den Bauausgaben. Außerdem legt ein nicht ganz unbedeutender US-Konzern Geschäftszahlen vor: Alphabet berichtet über das vierte Quartal 2015.

Am Dienstag (02.02.) werden die Januar-Arbeitslosenzahlen für Deutschland und die EU veröffentlicht. Der Halbleiterkonzern Infineon (WKN:623100) legt am frühen Morgen Quartalszahlen vor. In den USA berichten u. a. der Chemieriese Dow Chemical, der Stehhilfeproduzent Pfizer, der Ölkonzern Exxon Mobil und das Internet-Unternehmen Yahoo über die Geschäftsentwicklung.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text erwähnten Aktien. Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien). Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist auch im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt Aktien von ExxonMobil. The Motley Fool empfiehlt Yahoo.

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