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Denken diese Milliardär-Gurus, dass ein Crash bevorsteht?

Foto: Wikimedia Commons, Niccolò Caranti

Investoren müssen ihre Hausaufgaben machen, aber es gibt schlechtere Möglichkeiten, etwas über den Markt zu lernen, als den erfolgreichsten Geldmanagern der Welt zuzuhören.

In dieser Woche sagte George Soros, Hedgefonds-Legende und Menschenfreund, dass die Europäische Union kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Teilen andere Milliardäre diese Angst und könnte das bedeuten, dass ein weltweiter Crash ansteht? Lies weiter, um herauszufinden, was drei der klügsten Investoren der Welt denken.

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Soros erschüttert Märkte

Warren Buffett ist vielleicht der erste Buy-and-Hold-Investor, der einem einfällt, aber wahrscheinlich hat kein einzelner Manager so viel Einfluss auf globale Märkte wie George Soros. Soros investiert und profitiert von sich ständig verändernden Marktwellen seit den 1950ern. Sein blitzschneller Investmentansatz, seine Leidenschaft für internationale Beziehungen und ausgeklügeltes Markttiming sind legendär.

Obwohl Soros in den letzten 60 Jahren viele Erfolge hatte, ist seine Wette gegen das Britische Pfund in den 1990ern – ein Schritt, der die Bank of England zerstörte – ein großartiges Beispiel für Soros’ Fähigkeit, Politik und Profit zu verbinden. Unglücklicherweise macht Soros’ Erfolgsgeschichte seine Prognose für die EU noch verheerender.

In einem Interview mit Gregor Peter Schmitz für die New York Review of Books sagte Soros:

Man kann aus vielen Gründen nervös sein. Wie sie [Angela Merkel] korrekt voraussagte, ist die EU am Rande des Zusammenbruchs. Die Griechenlandkrise hat den europäischen Behörden die Kunst gelehrt, sich durch eine Krise nach der anderen durchzuschlagen. Diese Praxis verschiebt das Problem nach hinten, aber es kommt immer wieder zurück.

Diese Idee der Sisyphusarbeit vertiefte er weiter, als der die Probleme beschrieb, die der EU wegen der nie endenden Griechenlandkrise, den Risiken aus Osteuropa und der Migration aus Syrien bevorstehen. Da die EU und nicht die USA die größte  Volkswirtschaft der Welt ist, zeigt Soros’ Sorge vor dem wirtschaftlichen Untergang der Region, dass er ähnlich um den Einfluss der EU auf amerikanische Aktien, Währung, Rohstoff- und Anleihen-Markt besorgt ist.

Rogers’ Vorliebe

QUELLE: JIM ROGERS TALKS MARKETS

QUELLE: JIM ROGERS TALKS MARKETS

Soros ehemaliger Investment-Partner Jim Rogers arbeitet vielleicht nicht mehr mit Soros, aber er bleibt einer der größten und einflussreichsten langfristigen Investoren der Welt. Er ist vielleicht am besten dafür bekannt, China in seiner wirtschaftlichen Expansion unterstützt zu haben. In einem Interview Anfang des Monats mit Bloomberg sagte er, er sei „besorgt um die Welt“ und brachte dabei Japan und die EU als Hauptgründe für diese Sorge an.

Er hat außerdem China als Opfer – anstatt als Grund – für die globale Wirtschaftsschwäche beschrieben. Er sagte auch, dass China, welches heute mehr Schulden als vor der Wirtschaftskrise hat, ihm weniger Sorgen bereite als andere hochverschuldete Teile der Welt.

Deswegen sagt Rogers, er werde den US-Aktienmarkt, und US-Junkbonds leerverkaufen und Long-Optionen auf den US-Dollar und China kaufen– trotz der kurzfristigen Probleme der Länder.

Bogles Vorliebe

QUELLE: VANGUARD GROUP

In den 1970ers hat Jack Bogle das Investment-Universum auf den Kopf gestellt, als er den modernen Indexfonds in seiner mittlerweile sehr bekannten Vanguard Group schuf. Heute verwaltet Vanguard ungefähr 3 Billionen (ja, Billionen) USD, wovon der Großteil in Indexfonds steckt.

Im Gegensatz zu Soros und Rogers, die beide ihre Investitionen ihren schlechten Aussichten entsprechend umgeleitet haben, empfiehlt Bogle, „nichts zu tun“. Bei einem Auftritt auf CNBC diese Woche erinnerte er Investoren daran, dass auf die Machenschaften des Marktes zu reagieren und monatliche Investitionen zu drosseln, darauf hinauslaufen könnte, dass Investoren langfristig einen hohen Preis zahlen müssen.

Dieser Rat ist gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass der US-Aktienmarkt traditionell nach Zusammenbrüchen neue Höhen erreicht hat, wie zum Beispiel nach der Internet- und der Finanzkrise.

Ausblick behalten

Die weltweite Wirtschaft ist bedroht und diese Bedrohungen könnten Unternehmensgewinne reduzieren, was zu niedrigeren Anteilspreisen führen kann. Aber selbst Soros wird nicht so weit gehen und sagen, dass alles verloren ist.

Im Inneren ist Soros ein Optimist. Nachdem er die Probleme der EU erklärt hat, sagte er auch:

Ich habe es mir antrainiert, auf das Negative zu achten. Das hat mir auf Finanzmärkten sehr geholfen und es leitet meine politische Wohltätigkeitsarbeit. Solange ich eine profitable Strategie finden kann – egal wie spärlich – gebe ich nicht auf. In der Gefahr liegt immer auch eine Chance. Es ist vor Sonnenaufgang immer am dunkelsten.

Das Gerede von Aufstieg und Untergang zu dämpfen und eine gesunde Dosis Optimismus hat Investoren in der Vergangenheit gut getan und das bedeutet, dass Bogles Ratschlag wahrscheinlich am besten ist.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 23. Januar auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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