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Siemens erhöht Gewinnprognose, BASF leidet unter niedrigem Ölpreis, Deutsche Bank unter Druck: Was du am Mittwoch wissen musst

Bild: The Motley Fool

Autofahrer haben es derzeit sehr bequem. Sie müssen nicht umständlich eine Benzinpreis-App auf ihrem Smartphone installieren. Es reicht ein kurzer Blick auf die Frankfurter Kurstafel, um günstige Zeitpunkte für den Spritkauf zu ermitteln: Wenn der DAX gefallen ist, lohnt sich der Weg zur Tanke – ist er gestiegen, wartet man halt.

Denn der Ölpreis hat die Aktienmärkte fest im Griff…

Was war an der Börse los?

Nach einem Anstieg um rund 4 % an den letzten beiden Handelstagen der Vorwoche fehlte dem DAX (WKN:846900) am Montag die Kraft für eine Fortsetzung seiner Klettertour. Der deutsche Leitindex gab 0,3 % auf 9.736 Punkte ab. Als Hauptgründe für das Schwächeln nannten Marktteilnehmer den auf den tiefsten Stand seit Februar 2015 gefallenen ifo-Geschäftsklimaindex und den erneut unter Druck stehenden Ölpreis.

Besonders schlecht erging es der Deutschen Bank (WKN:514000), deren Aktienkurs um 5,2 % nachgab. Der Kurseinbruch war eine weitere Quittung für die miesen Geschäftszahlen, welche das einstmals respektable Geldhaus in der Vorwoche vorgelegt hatte. Die Anteilscheine der Commerzbank (WKN:CBK100) verloren 3,6 %.

Am Dienstag stieg der Ölpreis wieder – und mit ihm der DAX. Am Schluss der Handelssitzung zeigte das Börsenbarometer beim Stand von 9.823 Zählern ein Plus von 0,9 %.

An die DAX-Spitze setzte sich die Aktie von Siemens (WKN:723610), die sich um satte 8,6 % verbesserte. Der Konzern hatte am Vorabend Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2015/16 bekannt gegeben. Diese waren alles andere als schlecht und wurden von Siemens-Chef Joe Kaeser zusätzlich mit einer Anhebung der Gewinnprognose garniert. Kaesers Begründung: Nach mehreren Quartalen mit Umsatzrückgängen sei nun die Trendwende eingeleitet.

Ebenfalls steil aufwärts ging es mit den Aktienkursen der Versorger: Papiere von RWE (WKN:703712) verteuerten sich um 6,3 % und Anteilscheine von E.ON (WKN:ENAG99) legten 4,1 % zu.

Während die deutschen Händler den Handelstag bei einem Gläschen Äppelwoi Revue passieren ließen, trugen ihre New Yorker Kollegen nach Veröffentlichung erfreulicher Quartalszahlen und Wirtschaftsdaten dazu bei, dass der Dow Jones die 16.000er-Marke zurückeroberte, die er am Montag nach unten durchbrochen hatte.

Dies hätte auf dem Frankfurter Parkett am Mittwoch eigentlich für gute Stimmung sorgen müssen – wenn da nicht der Ölpreis gewesen wäre. Der war wieder einmal gefallen und zog die Kurse in Mainhattan zunächst nach unten. Der DAX eröffnete im roten Bereich und konnte am Vormittag nur für wenige Minuten in die Pluszone vordringen. Erst am Nachmittag setzte der Blue-Chip-Index wieder zur Erholung an. Um 16:00 Uhr betrug das Plus 0,3 %.

Im Fokus der Marktteilnehmer stand die Aktie des Chemieriesen BASF (WKN:BASF11), dessen Vorabzahlen für 2015 enttäuscht hatten. Grund für den Gewinneinbruch des Ludwigshafener Konzerns waren übrigens die deutliche gefallenen Öl- und Gaspreise. Bis 15:45 Uhr gab die BASF-Aktie rund 3 % ab.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (28.01.) legt die Deutsche Bank ihre endgültigen Jahreszahlen für 2015 vor. Allzu große Auswirkungen auf den Aktienkurs wird diese Veröffentlichung kaum haben, da die Eckwerte bereits seit einigen Tagen bekannt sind. In den Vereinigten Staaten ist die Quartalszahlen-Saison in vollem Gange. Es berichten u.a. Amgen, Amazon, Caterpillar, Eli Lilly, Microsoft, Time Warner Cable und Visa. Außerdem wird die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben.

Am Freitag (29.01.) informieren uns die deutschen Statistiker über die Einzelhandelsumsätze im Dezember. Aktionäre von ThyssenKrupp (WKN:750000) können sich in Bochum eine kostenlose Currywurst genehmigen, wenn sie sich rechtzeitig zur Hauptversammlung des Stahlkonzerns angemeldet haben. In den USA werden das Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2015, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Januar und die von der Universität Michigan erhobenen Werte zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Quartalszahlen liefern u. a. Chevron, Mastercard, Tyco International und Xerox.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Amazon.com, MasterCard und Visa. The Motley Fool empfiehlt Chevron.

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