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Was passiert mit dem Aktienkurs, wenn neue Aktien ausgegeben werden?

Foto: Pixabay, niekverlaan

Unternehmen entscheiden sich des Öfteren, neues Kapital an den Finanzmärkten einzusammeln. Für Unternehmen, die an der Börse gehandelt werden, ist die Ausgabe neuer Aktien eine Möglichkeit, an frisches Geld für das Unternehmen zu kommen. Der Nachteil bei der Ausgabe neuer Aktien ist, dass der Aktienkurs oftmals fällt. Lasst uns einen genaueren Blick darauf werfen, wieso das passiert.

Was passiert bei der Ausgabe neuer Aktien?

Nach dem Börsengang werden die Aktien eines Unternehmens an den öffentlichen Börsen gehandelt. Käufer und Verkäufer bestimmen den Marktpreis der Aktien. Das hilft der Öffentlichkeit dabei, den Wert eines Unternehmens wahrzunehmen.

Möchte das Unternehmen durch die Ausgabe neuer Aktien mehr Kapital einsammeln, dann ist der aktuelle Marktpreis der Aktien die Obergrenze für den Preis der neuen Aktien. Wenn das Unternehmen an potentielle Käufer der neuen Aktien herantritt, kann es keinen höheren Preis ausrufen als der aktuelle Marktpreis. Denn Käufer würden dann nicht die neuen Aktien kaufen, sondern einfach am öffentlichen Markt die bestehenden Aktien kaufen.

Um Käufer zu ködern, die neuen Aktien zu kaufen, bieten Unternehmen meist einen Abschlag auf den aktuellen Marktpreis an. Da den Käufern und den Verkäufern an den öffentlichen Börsen die Ausgabe der neuen Aktien ebenfalls bekannt ist, sinkt der Kurs, für den sie bereit sind die Aktien zu Kaufen um diesen Preisabschlag.

Nach der Platzierung der neuen Aktien und nachdem die neuen Aktien mit einem Abschlag verkauft wurden, sinkt der intrinsische Wert des Unternehmens pro Aktie aufgrund eines Phänomens, welches sich Verwässerung nennt. Nehmen wir beispielsweise an, ein Unternehmen mit 1.000 Aktien die zu einem aktuellen Marktpreis von 100 EUR pro Aktie gehandelt werden, gibt 1.000 neue Aktien zu einem Preis von 90 EUR aus. Das Unternehmen erwartet durch den Verkauf der neuen Aktien also Einnahmen von 90.000 EUR. Die 90.000 EUR an Bargeld erhöhen den Unternehmenswert auf 190.000 EUR. Allerdings sind nun 2.000 Aktien im Umlauf. Das bedeutet, dass eine Aktie nun 95 UR Wert ist oder 5 EUR weniger als zuvor.

Die Platzierung neuer Aktien führt nicht zwangsläufig zu einer Verwässerung. Insbesondere dann nicht, wenn ein Unternehmen sehr beliebt ist. Dennoch reicht manchmal bereits die reine Angst einer möglichen Verwässerung aus, um die Aktienkurse sinken zu lassen – zumindest zweitweise. Aktionäre sollten daher vorsichtig sein, damit die Ausgabe neuer Aktien nicht zu einem allzu großen Wertverlust der eigenen Unternehmensanteile führt.

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Dieser Artikel ist ein Bestandteil des Knowledge Center von The Motley Fool. Er wurde am 16.01.2016 auf fool.com veröffentlicht und übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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