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3 Gründe, warum Warren Buffett so erfolgreich ist – und wie du das auch schaffen kannst

Foto: The Motley Fool.

Warren Buffett wird oft als der größte Investor aller Zeiten bezeichnet. Er hat eine herausragende Bilanz bei seinen Aktienkäufen und dabei, wie er Unternehmen zu Schnäppchenpreisen gekauft hat. Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) hat seit 1964 für seine Aktionäre mehr als 1.800.000 % erwirtschaftet. Und doch gibt es kein Geheimnis seines Erfolges – sein riesiges Vermögen wurde durch die Anwendung von Investitionsprinzipien geschaffen, die jedem offenstehen. Hier sind drei der wichtigsten Gründe für seinen Erfolg, die auch du nutzen kannst, wenn du Aktien kaufst.

Buffett macht das Gegenteil der meisten anderen Investoren

Ein berühmtes Zitat von Buffett lautet: „Sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind und gierig, wenn die anderen ängstlich sind.” In anderen Worten, wenn die meisten Investoren in Panik verfallen und ihre Aktien verkaufen, dann ist das genau der richtige Zeitpunkt, um gute Investitionen zu günstigen Preisen zu finden. Und wenn du Anzeichen von Gier siehst, dann solltest du dich aus dem Staub machen.

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Ein Beispiel: Während der Kreditkrise in den 1980ern und 90ern erkannte Buffett, dass die besten Banken nicht gefährdet waren und investierte1989 und 1990 290 Millionen USD in Wells Fargo. Aufgrund seiner langfristigen Mentalität stellte sich diese Investition als eine seiner besten heraus, da Wells Fargo inzwischen eine Gesamtrendite von mehr als 5.000 % gebracht hat.

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Es ist wichtig zu erwähnen, dass zur damaligen Zeit viele Banken deutlich günstiger bewertet waren als Wells Fargo. Trotzdem erkannte Buffett das exzellente Management und das hochwertige Darlehensportfolio. In seinem Brief an die Aktionäre schrieb Buffett 1990: „Wir sind nicht daran interessiert, Aktien von schlecht gemanagten Banken zu billigen Preisen zu kaufen. Stattdessen interessieren wir uns dafür, gut gemanagte Banken zu fairen Preisen zu kaufen.”

Noch ein Beispiel dafür ist seine Investition aus dem Jahr 1988 in Freddie Mac zu einem splitbereinigten Preis von 4 USD pro Aktie. Innerhalb von 10 Jahren war die Aktie auf 70 USD gestiegen und die meisten Investoren dachten, Freddie Mac könnte nichts falsch machen. Trotzdem erkannte Buffett etwa um das Jahr 2000 herum, dass der CEO von Freddie Mac etwas zu gierig geworden war – er wollte zweistellige jährliche Renditen in einer Branche erreichen, wo das nicht üblich ist (Hypotheken). Buffett erkannt richtigerweise, dass das nicht nachhaltig ist und verkaufte seine Anteile. Derzeit befindet sich Freddie Mac unter staatlicher Verwaltung und wird bei weniger als 1,50 USD pro Aktie gehandelt.

Buffett kauft Unternehmen, keine Aktien

Warren Buffett kauft Aktien, weil er ein Stück des Geschäfts eines Unternehmens haben möchte – nicht, weil er hofft, dass die Aktie steigen wird.

Buffett achtet auf ein paar bestimmte Dinge, wenn er ein Unternehmen bewertet, egal ob er das Unternehmen ganz kaufen will oder nur einen Anteil der ausstehenden Aktien. Hier nur ein paar davon:

  • Ein großer Burggraben: Damit ist ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil gemeint, den das Unternehmen verglichen mit seinen Wettbewerbern hat und der einen Verlust von Marktanteilen verhindert. Das könnten Produkte mit Alleinstellungsmerkmal sein (Pampered Chef), die Kraft der Marke (Coca-Cola) oder die Fähigkeit, seine Produkte zu niedrigeren Preisen als die Konkurrenz zu verkaufen (Wal-Mart).
  • Die 50-Jahre-Regel: Wird das Unternehmen auch in 50 Jahren noch relevant sein? Banken sind ein gutes Beispiel dafür. Die Leute werden immer einen sicheren Ort für ihr Geld brauchen. Daher befinden sich auch so viele Banken in Buffetts Portfolio.
  • Wenig oder keine Schulden: Unternehmen mit geringen Schulden sind in wirtschaftlich schlechten Zeiten profitabler.
  • Unternehmen, die sich praktisch selbst führen: Warren Buffett hat einmal gesagt, er möge Coca-Cola als Investment so gerne, weil praktisch jeder das Unternehmen führen könnte. Das ist bei vielen seiner Aktien der Fall.

Wenn alle diese Variablen gut aussehen, dann sollte der aktuelle Preis keine große Rolle spielen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Übernahme von Precision Castparts, was auf den ersten Blick wie ein teurer Kauf aussieht, besonders für Buffett. Ihm gefallen aber die Zahlen des Unternehmens, die hohen Eintrittsbarrieren des Marktes und die Marktführerposition. Wenn man das und all die anderen Aspekte miteinbezieht, dann glaubt Buffett, günstig gekauft zu haben.

Buffett investiert mit einer Sicherheitsmarge

Ein weiterer Punkt, den Buffett sucht, wenn er eine potenzielle Investition bewertet, ist die Sicherheitsmarge. Das bedeutet: Wird die Aktie unter ihrem intrinsischen Wert gehandelt? Der Gedanke dahinter ist, dass man Aktien zu einem bedeutend günstigeren Preis kauft, als für sie gerechtfertigt wären. Dann gibt es nur wenig Risiken, da die Aktie immer noch fallen könnte und immer noch sehr gut bewertet wäre. Buffett versucht also 1 Dollar Wert für 50 Cent zu kaufen.

Es gibt viele verschiedene Arten, um den wahren Wert eines Unternehmens zu bewerten und eine offensichtliche Art ist es, sich den Buchwert anzusehen. Ein Buchwert von mehr als dem aktuellen Kurs deutet an, dass das Unternehmen schließen und alle Vermögenswerte verkaufen könne und die Aktionäre würden immer noch einen Gewinn machen. In solchen Situationen kaufen die Investoren die Vermögenswerte mit Rabatt und jedes künftige Wachstum ist praktisch kostenlos. Ein gutes Beispiel dafür ist Bank of America, das zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes für nur 67 % des Buchwerte gehandelt wurde.

Zusätzlich dazu wendet Buffett viel Mühe auf, um auch andere Aspekte des Geschäfts zu untersuchen, die nicht so offensichtlich sein mögen, wie ein starkes Management und die Wettbewerbsvorteile. Wir wissen, dass Buffett Wells Fargo sehr gerne hat. Das Unternehmen wird auch mit einer Prämie von 46 % über dem Buchwert gehandelt. Er hat aber das Gefühl, dass der intrinsische Wert deutlich höher liegt. Egal welche Methode du benutzt, um Aktien zu bewerten, das Ziel sollte es sein, Unternehmen für weniger zu kaufen, als zu das Gefühl hast, dass sie wert sind.

Wende diese Prinzipien bei deinem eigenen Portfolio an

Das kann dir nicht nur helfen, langfristige Gewinneraktien zu finden, sondern kann dich auch davor bewahren, zu viel Geld zu verlieren, wenn es mit der Wirtschaft abwärts geht. Du wirst vielleicht kein Multimilliarden-Dollar-Portfolio wie Warren Buffett erreichen, aber eine solide Strategie zu haben, kann dir helfen, langfristig den Markt zu schlagen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway and Wells Fargo. The Motley Fool empfiehlt Bank of America, Coca-Cola und Precision Castparts. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long März 2016 $52 Puts auf Wells Fargo.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel  auf Englisch verfasst und wurde am 18.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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