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Warum es an Irrsinn grenzt, BP und Royal Dutch Shell zu kaufen

Neuer Tag, neues Glück. Wird der Aktienmarkt steigen oder fallen? Er ist gefallen.

Der Preis der Ölsorte Brent fiel unter 30 USD und hat damit einen Stand erreicht, den wir seit 2004 nicht mehr hatten. Der Benchmark sackte seit Beginn der Woche um mehr als 10 % ab und Preise von 60 USD je Barrel von vor einem halben Jahr scheinen unendlich weit weg zu sein.

Obwohl die Benzinunternehmen BP (WKN:850517) und Shell (WKN:A0ER6S) weitere Verluste ihrer Aktienpreise hinnehmen mussten – diese sind um 5 % bzw. um 12 % seit Anfang des Jahres gefallen – glaube ich, dass Investoren der Versuchung widerstehen sollten, bei vermeintlichen Schnäppchen zuzuschlagen.

Die Vorhersagen sehen weitere Rückgänge voraus

Wie weit es noch bergab geht, ist jedoch ungewiss. Aber der Konsens unter den Brokern scheint darauf hinzudeuten, dass der Preis nur eine Richtung kennt. Und die zeigt nach unten.

Analysten der Royal Bank of Scotland gaben bekannt, dass Öl 2016 auf 16 USD sinken könnte. Das ist eine Vorhersage, die die Schätzung von 20 USD je Barrel von Morgan Stanley und Goldman Sachs noch unterbietet.

Und die Zahlen, die Jefferies vorlegt, sind noch beängstigender. Ihre Vorhersage deutet an, dass es sogar bis auf 10 USD hinab gehen kann.

Immer feste Pumpen!

Solche bärischen Aussichten sind nicht überraschend, da die Förderer sich weigern, die Angebots-/ Nachfragesituation zu verbessern.

Der russische Energieminister Alexander Novak sagte, dass abgestimmte Schritte zur Verringerung der Fördermenge mit der OPEC unwahrscheinlich sind, wenn man die Uneinigkeit in dem Kartell sieht. Russland hatte sich vorher geweigert, seine Fördermenge zu reduzieren. Als Grund sah er Schwierigkeiten bei der Anhebung der Fördermenge, wenn man das harte Klima des Landes betrachtet.

In der Zwischenzeit steigt auch die Fördermenge in den USA, obwohl die Zahl der Schiefersandförderanlagen zurückging. Verantwortlich sind die steigende Effizienz und höhere Fördermengen der effizientesten Ölfelder.

Auch die Daten aus dem rohstoffhungrigen China enttäuschen. Die Zahl der vergebenen Kredite stürzten im Dezember ab, die heutigen Zahlen und schlechte Produktionsaussichten lassen es unwahrscheinlich erscheinen, dass die Nachfrage schnell wieder nach oben geht.

Dividenden unter Druck

Es überrascht nicht, dass die großen Ölkonzerne davon ausgehen, dass die Einnahmen noch viel schlechter werden, bevor sie wieder klettern. Auch der ständig steigende US-Dollar übt weiter Druck auf die Rohölpreise aus.

BP kündigte an, 4.000 weitere Arbeitsplätze in der Nordsee abzubauen. Das wäre nur der neuste Schritt in einer beständigen Reihe an Kostenreduktionsmaßnahmen und Investitionssperren, die in den letzten Jahren angekündigt wurden. Ich erwarte, dass Shell ebenfalls nicht zögert, Kosten zu senken.

Trotzdem halten viele Investoren den Ölmultis die Treue. Dies liegt nicht zuletzt an der außergewöhnlichen Dividendenschätzung durch City. Für 2016 sollen bei Shell 7,7 % anstehen und für BP 7,2 %.

Aber die fallenden Einnahmen belasten die Finanzen der kapitalintensiven Anlagen deutlich. Damit geraten auch die Bilanzen unter Druck. Ich bin daher überzeugt, dass deutliche Dividendenrückgänge stattfinden werden.

Bis die Ölindustrie wieder Fuß fasst und die enorme Überversorgung eindämmt und die Nachfrage wieder wächst, glaube ich, dass sowohl Shell als auch BP für empfindliche Investoren viel zu riskant sind.

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The Motley Fool UK empfiehlt Royal Dutch Shell B.

Dieser Artikel wurde von Royston Wild auf Englisch verfasst und am 15.01.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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