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Ist Premier Oil dank des Deals mit E.ON eine Kaufoption?

Foto: Pixabay, lalabell68

Letzten Mittwoch wurde das Geheimnis um die Aussetzung der Aktien von Premier Oil (WKN:A0YFSJ) gelüftet. Die Gruppe zahlt 120 Millionen USD, um die Öl- und Gasanlagen in der Nordsee von E.ON zu kaufen.

Obwohl dies nicht alle Probleme löst, denen sich Premier gegenübersieht, denke ich, dass es ein gutes Geschäft war. Die Erklärung folgt hier.

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Warum waren die Aktien von Handel ausgesetzt?

Die Aktien von Premier wurden vom Handel suspendiert, bevor die Übernahme bekannt gegeben wurde. Als dieser Artikel geschrieben wurde, war der Handel für sie noch ausgesetzt.

Der Grund ist, dass der Kollaps der Aktienpreise des Unternehmens dazu geführt hat, dass es eine Marktkapitalisierung von weniger als 100 Millionen GBP hat. Dies ist fast so hoch wie der Wert der Vermögensgegenstände, die es von E.ON übernimmt. Premier muss nämlich zu den 120 Millionen USD einen Ausgleich für das Working Capital zahlen.

Wenn ein Unternehmen Vermögensgegenstände kauft, die mehr wert sind als die bisherige Bewertung, dann ist dies ein sogenannter Börsenmantel oder ein Reverse Takeover. Dadurch ändern sich die Regeln. Die Aktienmarktaufsicht hat sich allerdings noch nicht entschieden, ob das Geschäft zwischen Premier und E.ON als Reverse Takeover oder als eine reguläre Übernahme gewertet werden soll.

Wie läuft der Deal ab?

Premier zahlt 120 Millionen USD für E.ONs Öl- und Gasförderungsanlagen. Das Geld kommt wahrscheinlich aus dem Verkauf seines Norwegengeschäfts im Dezember.

Dahinter steckt eine handfeste Logik, da die norwegischen Anlagen unerschlossene Ölfelder sind, die weitere Investitionen benötigen, um sie einsatzfähig zu machen. Im Gegensatz dazu verschaffen die von E.ON übernommenen Anlagen Premier zusätzliche 15.000 Barrel täglich an Öläquivalent. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Cashflow.

Die Anlagen von E.ON profitieren zudem von einem attraktiven Hedging. 33 % der diesjährigen Ölförderung wurden mit 97 USD pro Barrel gehedget.

Es gibt aber noch mehr Leckerbissen. Der operative Cashflow der neuen Anlagen wird in der näheren Zukunft steuerfrei sein, da Premier noch 3,5 Milliarden USD an Verlustvorträgen hat, die sich steuermindernd auf die Förderung in Großbritannien auswirken.

Der Anstieg des Gewinns stärkt auch die Stellung gegenüber den Kreditgebern, da sich das Verhältnis von Schulden zu Gewinn verbessert. Premier sagt, dass das Geschäft mit E.ON die Kreditlinien 2016 um 500 Millionen nach oben verschieben wird.

Ist Premier ein guter Kauf?

Neben den Details zu dem Geschäft mit E.ON veröffentlichte Premier auch reguläre Handelsinformationen. Die Produktions- und Entwicklungsprojekte sind weitestgehend im Plan und die Fördermenge soll sich 2016 von 57.600 Barrel Öläquivalent je Tag auf 65 – 70.000 BOE je Tag erhöhen.

Der Elefant in Premiers Küche sind jedoch die 2,2 Milliarden USD Nettoschulden. Darum sind die Aktien im letzten Jahr um 86 % gefallen. Bei den gegenwärtigen Ölpreisen wird Premier Schwierigkeiten haben, diese Schulden zu reduzieren. Die Situation sollte 2016 zwar handhabbar sein, aber 2017 sind große Zahlungen fällig.

Ich denke, dass die Übernahme der Nordseeanlagen von E.ON durch Premier eine kluge Entscheidung war und sich langfristig auszahlen wird. Allerdings machen die hohen Schulden die Aktie sehr riskant, bis wir einen Beweis sehen, dass sich der Ölmarkt wieder fängt.

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The Motley Fool UK hält keine der oben erwähnten Aktien..

Dieser Artikel wurde von Roland Head auf Englisch verfasst und am 14.01.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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