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Werden BHP Billiton und Rio Tinto Anglo American folgen und ihre Dividenden kürzen?

Foto: Pixabay, horjaraul

Aufgrund der immer weiter fallenden Rohstoffpreise, die so niedrig sind wie seit Jahren nicht mehr, sehen sich die Minenbetreiber einem herausfordernden Jahr 2016 gegenüber. Die Unternehmen, die bereits Verluste ihrer Aktienpreise hinnehmen mussten, werden auch weiterhin leiden. Viele Bergbauunternehmen haben es schwer, ihren Finanzbedarf zu decken, da die Rohstoffpreise wohl für längere Zeit niedrig bleiben werden. Damit sind sie gezwungen, weitere Anlagen zu verkaufen und die Auszahlungen an die Aktionäre zu kürzen.

Letztes Jahr im Dezember war Anglo American (WKN:A0MUKL) an der Reihe, seine Dividendenzahlung vollständig einzustellen. Das Unternehmen kündigte zudem weitere Kostensenkungen und Anlagenverkäufe an.

Zwar hatte es mit der Veräußerung der Wirtschaftsgüter, besonders des Verkaufs der 50 % Anteile an Lafage Tarmac im Juli für 1,6 Milliarden USD, Erfolg. Aber trotzdem bleibt die Bilanz von Anglo American schwach. Die Nettoschulden werden auch in Zukunft bei 12 Milliarden USD liegen. Das ist mehr als 2,5 Mal so viel wie die gegenwärtige Marktkapitalisierung. Und durch den schwachen Cashflow, mit dem keine Investitionen und Zinszahlungen möglich sind, wächst das Risiko, dass es seine Kreditwürdigkeit verliert.

Nun richten sich alle Augen auf BHP Billiton (WKN:908101). Und es stellt sich die Frage, ob das Unternehmen Anglo American folgt. Da BHP ein Produzent ist, der zu niedrigen Kosten fördert und eine DBITDA-Marge von 50 % hat, könnte es seltsam erscheinen, dass es seine Dividende kürzt. Auch die Nettoschulden sind in einem vernünftigen Rahmen bei 24,4 Milliarden USD oder dem 1,1-Fachen seines EBITDAs. Allerdings ist auch dieses Unternehmen nicht immun gegen den Druck, seine Dividende zu kürzen.

Seine progressive Dividendenpolitik wird BHP eine Cashflowlücke bescheren, die mindestens 1 Milliarde USD groß ist. Und dank der schlechten Lage der Rohstoffpreise wird sich diese Lücke auch in Zukunft noch vergrößern.

Diese großzügige Dividendenpolitik aufzugeben, wird hart für das Management, wenn man bedenkt, wie sehr es sich dafür eingesetzt hat. Aber Dividenden zu kürzen, um Geld zur Verfügung zu haben, mit dem man seine Schulden reduzieren kann und mögliche Übernahmen bestreitet, solange die Aktienpreise niedrig sind, erscheint sinnvoll.

Dies würde dem Unternehmen helfen, sein begehrtes Kreditrating zu behalten. Damit könnte der Minenbetreiber billiger Geld leihen als viele seiner Rivalen. Zusammen mit einer Assetoptimierung hilft dies BHP seine Wettbewerbsstärke auszudehnen. Die Aktionäre würden davon in Zukunft profitieren.

Die Dividendenrendite von 13,4 % könnte als Anzeichen gesehen werden, dass eine Dividendenkürzung in diesem Jahr wahrscheinlich ist. Und bei solchen Aussichten ist es nicht ausgeschlossen, dass die Aktie noch weiter fällt.

Rio Tintos (WKN:852147) Dividende scheint sicherer zu sein. Die Rendite liegt bei bescheideneren 8,7 %. Auch die Bilanz von Rio Tinto ist stärker und der Cashflow liegt auf einem höheren Niveau. Der Verschuldungsgrad, bezogen auf den EBITDA, liegt bei 0,6. BHP hatte zum Vergleich hier eine 1,1 stehen.

Dies muss aber noch nicht heißen, dass die Aktien von Rio Tinto kaufwürdig sind. Der zugrunde liegende Gewinn je Aktie soll 2015 um 50 % gefallen sein. Zudem ist zu erwarten, dass die Rohstoffpreise auf niedrigem Niveau bleiben. Zwar ist Rio die beste Dividendenalternative in der Branche, aber ich würde trotzdem darauf warten, bis die Signale wieder auf steigende Preise deuten.

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The Motley Fool UK empfiehlt Rio Tinto.

Dieser Artikel wurde von Jack Tang auf Englisch verfasst und am 12.01.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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