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BlackBerry will mit Apple und Alphabet bei selbstfahrenden Autos konkurrieren

BlackBerry (WKN:A1W2YK) gibt einfach nicht auf. In den letzten fünf Jahren hat die Aktie 87 % ihres Wertes verloren, doch der kanadische Smartphone-Pionier humpelt einfach weiter und hofft, mit einer seiner vielen Produktinitiativen bald finanziell festeren Boden unter die Füße zu bekommen.

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BBRY DATEN VON YCHARTS

Im aktuellen Beispiel für starrsinniges Durchhaltevermögen hat BlackBerry kürzlich eine neue Technologie für selbstfahrende Autos demonstriert, mit der das Unternehmen hofft, seine eigene Relevanz in einem der größten Märkte in den kommenden Jahren aufzubessern.

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BlackBerry: Dein neuer Fahrer?

Letzte Woche auf der CES in Las Vegas schlug BlackBerry hohe Wellen, als es eine neue Technologie auf Basis des hauseigenen QNX-Betriebssystems vorstellte. Die Software wird es zukünftigen Autos erlauben, Daten von Kameras und Sensoren im Auto zu nutzen, um Fahrentscheidungen wie bremsen, beschleunigen oder Spur wechseln vorzunehmen.

BILDQUELLE: BLACKBERRY.

BILDQUELLE: BLACKBERRY.

CEO John Chen hofft, diese neue Software zu einer fundamentalen Technologie bei den ersten selbstfahrenden Autos zu machen. Einigen Experten zufolge könnten diese nämlich schon früher als die Kunden glauben, auf unseren Straßen zu finden sein. Das selbstfahrende Auto von Alphabet (WKN:A14Y6H) soll 2020 auf den Markt kommen, was andeutet, dass bis dahin alle versicherungsrechtlichen und behördlichen Belange geklärt sein müssen — ein riesiges Hindernis, das den Einsatz dieser Technologie deutlich verzögern könnte.

Berichten zufolge hat Apple (WKN:865985) seine Pläne für Projekt Titan auf 2019 vorgezogen. Und da sich sowohl der Tech-Sektor als auch die Automobilindustrie beeilen, um den nächsten Standard auf den Markt zu bringen, wird BlackBerry wohl versuchen, seine QNX-Software als Industriestandard festzulegen, was sowohl Risiken als auch Vorteile für das kanadische Unternehmen birgt.

Potentielle Partner?

Wie die gescheiterten Smartphone-Versuche wiederholt gezeigt haben, führt ein Produkt nicht notwendigerweise zu Kunden. Im Fall der QNX-Plattform besteht aber Grund zu glauben, es könnte in den kommenden Jahren funktionieren.

QNX verfügt über unglaublich viele verschiedene Technologien. Eine davon ist das Armaturenbrett. Obwohl es nur wenige wissen, ist die aktuelle QNX-Autosoftware das Betriebssystem hinter den Autos von Ford, General Motors, Volkswagen, Mercedes, und den In-Car-Systemen von vielen anderen großen Automarken. Alles in allem läuft die Software heute in mehr als 60 Millionen Autos. Das bereits bestehende Kundennetzwerk schafft einen natürlichen Kundenstamm, denen BlackBerry möglicherweise seine selbstfahrende Software aufs Auge drücken kann.

Tech-Unternehmen wie Apple und Alphabet scheinen eher Wettbewerber als Verbündete von BlackBerry zu sein. Apple besteht darauf, die gesamte Hardware- und Software-Erfahrung seiner Geräte zu kontrollieren. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass Apple für sein Projekt Titan Software von BlackBerry nehmen wird. Google hat bereits mit Android Auto eine eigene Plattform. Und da Apple schon ein mobiles Betriebssystem besitzt, mit dem man Projekt Titan bauen kann, folgt daraus, dass Google wohl auch lieber seine eigen Autotechnologie erstellen wird.

Apple teilt Software auch nur selten mit Dritten. Trotzdem scheint es wahrscheinlich, dass BlackBerry und Google von Alphabet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern werden, um weitere Autobauer dazu zu bewegen, ihre Technologie zu nutzen.

Sollte BlackBerry es schaffen, sein Knowhow in einen bedeutenden Marktanteil in diesem Bereich umwandeln zu können, dann könnte sich das Unternehmen eine eigene profitable Nische in den kommenden Jahren aufbauen.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Alphabet (A und C). Motley Fool empfiehlt Ford und General Motors.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und wurde am 12.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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