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Vielleicht solltest du dir um andere Dinge Sorgen machen als einen Börsencrash

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Es ist ganz normal, sich Sorgen über einen Börsencrash zu machen. Immerhin könntest du bei einem Portfoliowert von 300.000 EUR bei einem Kurssturz um 20 % unglaubliche 60.000 EUR verlieren. Darüber sollten wir uns aber keine Sorgen machen, denn es gibt größere Risiken für unsere Portfolios.

FOTO: ZEMISTOR, FLICKR.

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Zu wenig Streuung

Viele Investoren haben ihre Portfolios beispielsweise nicht genug diversifiziert. Wenn du also drei Aktien zu etwa gleichen Proportionen im Portfolio hast, dann nimmt jede davon etwa 33 % des Gesamtwertes ein. Wenn eine dann abstürzt, dann macht das eine ziemliche Delle in dein Portfolio. Das kann aber noch schlimmer werden, wenn eine der Aktien schneller als die anderen wächst – zum Beispiel auf 40 % oder 50 % deines Portfolios. Das sind zu viele Eier in einem Korb.

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Dutzende von Aktien zu besitzen, kann aber auch zu viel des Guten sein, denn du wirst Schwierigkeiten haben, bei allen auf dem Laufenden zu bleiben. Die meisten davon werden auch nicht deine besten Ideen sein und eine einzelne wird wahrscheinlich keine großen Auswirkungen auf dein Portfolio haben, selbst wenn sie steigt. Du magst vielleicht lieber 10 bis 20 Aktien halten, solange du bei allen auf dem Laufenden bleiben kannst. Wenn nicht, dann solltest du dir überlegen, in einen oder zwei breite und pflegeleichte Indexfonds zu investieren.

DU SOLLTEST NICHT ZU VIELE EIER IN EINEN KORB LEGEN. BILDQUELLE: MUFFINN, FLICKR.

Eine andere Möglichkeit, unterdiversifiziert zu sein, ist, einen großen Teil der Pensionskasse in Aktien seines Arbeitgebers zu investieren. Das heißt, man verlässt sich nur auf den Arbeitgeber – und zwar nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft. Da hängt viel von einem einzelnen Unternehmen ab, selbst wenn du es gut kennst.

Zu wenig sparen

Ein weiteres Risiko für viele Anleger besteht darin, nicht genug für die Rente zu sparen. Wenn du dir nicht die Zeit nimmst, zu bestimmen, wie viel du im Rentenalter brauchen wirst, dann wirst du nur zufällig ausgewählte Summen einzahlen und das Beste hoffen.

Eine Möglichkeit, um eine ungefähre Zahl zu ermitteln, ist zu schätzen, welches Jahreseinkommen du im Ruhestand brauchen wirst und davon das abzuziehen, was du vom Staat bekommst. Was übrig bleibt, ist das, was du selbst ansparen musst. Wenn deine Einkommenslücke im Ruhestand 20.000 EUR pro Jahr beträgt, dann hast du schon mal eine grobe Vorstellung davon, wie viel du sparen musst, wenn du von der 4 %-Regel ausgehst. Das bedeutet, dass 20.000 EUR 4 % deines Portfoliowertes ausmachen sollten. Wenn du das mit 25 multiplizierst (denn 100 geteilt durch 4 % ergibt 25), dann kommst du auf einen ersten Portfoliowert von 500.000 EUR.

Die meisten von uns sollten aggressiv den Sparstrumpf füttern, zumindest solange wir jung sind und das Geld noch lange für uns arbeiten kann. Wenn wir älter werden, wenn wir größere Vermögenswerte haben, können wir es mit dem Sparen langsamer angehen lassen oder weiter aggressiv sparen, um auf Nummer sicher oder früher in Rente zu gehen.

Zu wenig Recherche

Viele Investoren recherchieren nicht genug. Damit ist gemeint, einen Artikel zu lesen, der ein paar Vorzüge eines Unternehmens aufführt und dann die Aktie sofort zu kaufen, ohne irgendetwas oder viel zu recherchieren. Du solltest nicht vergessen, dass es Argumente für und gegen jedes Unternehmen gibt. Du solltest die Risiken nicht außer acht lassen. Suche nach Warnhinweisen wie abnehmende Gewinne, hohe und wachsende Schulden, mehr Konkurrenz und so weiter.

Wenn dir das zu viel Arbeit ist, dann solltest du dir überlegen, in einen kostengünstigen, breiten Indexfonds zu investieren, wie den SPDR S&P 500 ETF (WKN:A1JULM), den Vanguard Total Stock Market ETF (WKN:A0F5L0), oder den Vanguard Total World Stock ETF (WKN:A0Q9PK). Diese Fonds verteilen das verwaltete Vermögen jeweils auf 80 % der amerikanischen Börse, die ganze amerikanische Börse oder die ganze Welt.

BILDQUELLE: MARK RAIN, FLICKR.

Zu viele Emotionen

Du solltest deine Emotionen beim Investieren unter Kontrolle halten – sonst gerätst du vielleicht in Panik und verkaufst gute Aktien, nur weil der Markt gerade einen Abstecher nach unten macht oder du kaufst überbewertete Aktien, weil andere auch kaufen und du auch davon profitieren möchtest. Gier und Angst bestimmen zu viele Investitionsentscheidungen und führen oft zu schlechten Resultaten.

Wann du dir Sorgen um einen Börsencrash machen solltest

Man sollte sich mit den oben erwähnten Risiken auseinandersetzen, denn die meisten von uns müssen sich keine Gedanken über einen Crash machen. Einige von uns sollten sich aber schon um einen Crash Gedanken machen. Wenn du dein Geld innerhalb der nächsten fünf Jahre brauchen solltest (oder 10, um die Sache etwas konservativer anzugehen), dann ist die Börse ein Risiko, denn der Markt wird immer mal wieder nach unten abbiegen. Kurzfristig benötigtes Geld sollte in weniger volatile Anlagen gesteckt werden wie Sparverträge, Sparkonten (idealerweise wenn die Zinsen höher sind) und so weiter.

Denk daran, dass wenn die Börse abstürzt oder der Crash kommt und dein Portfolio auf einmal deutlich weniger wert sein sollte, dass du dann noch keinen wirklichen Verlust erlitten hast. Das geschieht erst, wenn du verkaufst. Wenn du Zeit hast – und vielleicht willst du ja gleich noch nachkaufen, solange die Preise niedrig sind, dann kommst du heil aus der Sache heraus, wenn sich der Markt erholt.

Es ist gut, sich ein paar Sorgen um seine Investitionen zu machen und immer ein Auge darauf zu haben – aber du solltest dir auch um die richtigen Dinge Sorgen machen. Und bei vielen Sorgen wie zu wenig Diversifizierung, zu wenig Recherche, zu wenig Sparen und zu emotional reagieren kannst du etwas dagegen tun und sie ausräumen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Selena Maranjian auf Englisch verfasst und wurde am 06.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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