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BP und die große Frage nach den Ölpreisen 2016

Foto: Wikimedia

BPs (WKN:850517) Anteile sind 2015 im Zuge der fallenden Ölpreise auch stark gesunken, während weitere Rechtskosten wegen des Deepwater-Horizon-Unfalls im Jahr 2015 weiterhin drohen.

Man kann es Investoren nicht verübeln, wenn sie sich in Bezug auf 2016 wundern und sich fragen, ob es Chancen auf einen Neuanfang gibt. Ich bin kein Hellseher, aber ich teile trotzdem gerne einige Ideen mit all jenen, die sich noch unsicher sind.

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Die Frage nach dem Ölpreis

Die Ölpreis-Vorhersagen unterscheiden sich sehr – mehr als jemals zuvor. Die Vorhersage, die Reuters durch eine Umfrage von 31 Analysten im Dezember durchgeführt hat, deutet auf 57 USD pro Barrel für 2016 hin.

Das scheint ein Mittelwert zu sein. Andere Analysten sagen eine Erholung auf 65 USD bis 70 USD voraus und einige wenigere sagen vorher, dass die Preise langsamer steigen, sich gar nicht verändern oder sogar weiter fallen werden.

Wenn man bedenkt, wie akkurat die Ölpreis-Vorhersagen in letzter Zeit waren, ist es wirklich schwer zu sagen, wie Investoren mit diesen Vorhersagen umgehen sollen.

USA hebt Exportverbot auf

Zusätzlich zu der ersten Zinserhöhung seit fast zehn Jahren hat der U.S.-Kongress ein Gesetz aufgehoben, welches das Exportverbot von Erdöl nach 40 Jahren aufhebt.

Das hat bisher dazu geführt, dass der Brent/WTI-Spread sich von einigen Dollar auf einige Cents angenähert hat. Die langfristigen Folgen wird man schwer vorhersagen können.

Es könnte sich hier um eine Rettungsmöglichkeit für US-Schiefergas-Produzenten handeln, indem es ihnen möglich ist, ihre Produktion zu erhöhen und dabei nicht unbedingt die Marktsättigung für Öl aus den USA zu beeinflussen.

Die Rücknahme des Verbots macht jedoch nichts, um globale Preise in die Höhe zu treiben. Es sieht eher so aus, als würde der sich selbst erhaltende Kreis von 2015 (höhere Volumen, die niedrigere Preise ausgleichen sollen führen zu noch niedrigeren Preisen) sich in nächster Zeit fortsetzen.

Die Dividendenfrage

Im Dezember haben wir gesehen, dass nach wiederholten gegenteiligen Aussagen seitens vieler Beobachter, Dividenden im Rohstoffbereich sehr viel unsicherer geworden sind. Damit beziehe ich mich natürlich auf das plötzliche Erscheinen von Anglo American auf der Liste von Rohstoffunternehmen, die ihre Dividende angegangen sind, um damit “ihre Zukunft zu sichern.”

Ich frage mich, wie lange es noch dauern wird, bis BP seine Dividenden auch über Bord wirft oder neu anlegt.

Letztendlich bleiben die Preise für Öl niedrig, während allgemeine Vorhersagen für Gewinne und Dividenden nahelegen, dass es weiterhin mehr an Anleger auszahlen wird, als es durch seine Operationen verdient.

Sollten sich diese Vorhersagen als wahr erweisen, würde BP sehr mutig auf die zukünftige Richtung der Ölpreise wetten. Und ich kann mir schwer vorstellen, dass das Management das tatsächlich tun würde.

Schlussfolgerungen

Es gibt viele Gründe dafür, zu erwarten, dass die Ölpreise in den nächsten Monaten niedrig bleiben oder sogar weiter fallen.

Meiner Meinung nach muss BP sich einer unausweichlichen Entscheidung stellen – unabhängig davon, ob der Ölpreis nun so bleibt, fällt oder sich sogar leicht erholt.

Viele einfache Schritte wurden schon im Hinblick auf Kosteneinsparungen unternommen. 2016 muss sich BP nun entscheiden, ob es seine Investitionsmöglichkeiten drastisch minimieren will, um Dividenden zu zahlen, oder eben diese kürzen muss, um in die Zukunft investieren zu können.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von James Skinner auf Englisch verfasst und am 4.1.2016 auf fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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