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Was bringt 2016 für Biotech-Aktien?

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Trotz der politischen Rufe nach einer Reform der Medikamentenpreise und mehreren klinischen Fehlschlägen im letzten Jahr hat es der iShares Nasdaq Biotechnology ETF(WKN:A1C4T1) irgendwie geschafft, ein weiteres starkes Jahr mit zweistelligen Gewinnen abzuschließen.

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Es ist nicht überraschend, dass diese Stärke von einem dreiköpfigen Monster bestehend aus steigenden Einnahmen, klinischer Innovation und den vielen Fusionen und Übernahmen kommt. Auf der Einnahmenseite sind Top-Aktien wie Gilead Sciences (WKN:885823) und Celgene Corp. (WKN:881244) auf dem besten Weg, Wachstumszahlen von jeweils 30 % und 20 % für 2015 zu vermelden (Quelle S&P Capital IQ).

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Was die Innovation betrifft, haben die Unternehmen mehrere neue Zulassungen und Zulassungserweiterungen erhalten. Ein Beispiel dafür wären die neuen Cholesterinmedikamente Praluent von Sanofi and Regeneron (WKN:881535) und Repatha von Amgen (WKN:867900).

Die Industrie hat auch 2015 ihren Konsolidierungskurs fortgesetzt und zahllose große Fusionen und Übernahmen, besonders im Bereich seltener Krankheiten, durchgeführt.

Mit dieser kurzen Zusammenfassung im Hinterkopf wollen wir uns nun den Aussichten für das neue Jahr zuwenden.

Wichtige Neuzulassungen zum Jahresauftakt

Wer die Branche aufmerksam verfolgt, der weiß, dass BioMarin (WKN:924801) und Sarepta Therapeutics (WKN:A1J1BH) in Kürze ein Urteil der FDA zu ihrer Therapie gegen muskuläre Dystrophie, DMD genannt, erwarten. Im Fall von BioMarin soll das Medikament drisapersen heißen, bei Sarepta eteplirsen.

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Obwohl drisapersen beim Beratungsgremium auf nur wenig Begeisterung gestoßen ist, bleibt das Urteil der FDA erst noch abzuwarten, das Anfang 2016 gefällt werden soll. Das Medikament von Sarepta soll dagegen am 22. Januar dem Beratungsgremium vorgestellt werden, was der Industrie zwei größere Wachstumstreiber gleich in den ersten Monaten bescheren könnte.

Aber warum sind diese beiden Entscheidungen der Regulierungsbehörden so wichtig für die Biotech-Investoren? Der Grund ist, dass keines der beiden Medikamente mit Sicherheit zugelassen wird. Beide Unternehmen scheinen sich auf die Schwere der Krankheit und das komplette Fehlen von pharmazeutischen Optionen zu verlassen, um die FDA zu überzeugen.

Wenn beide damit erfolgreich sein sollten, dann könnte das ein Wendepunkt für kleinere Arzneimittelhersteller sein, denn es wäre ein Signal, dass die FDA jetzt auch willens wäre, die gesamten klinischen Beweise bei medizinischem Bedarf bei seltenen Krankheiten in Betracht zu ziehen – und damit die strengen statistischen Interferenzen zu einem gewissen Grad zu vernachlässigen.

Klinische Meilensteine bei der Immuntherapie gegen Krebs

Die nächste große Sache neben DMD werden die Fortschritte in der Krebsimmuntherapie sein, besonders im Bereich Blutkrebs. Amgen und Celgene zum Beispiel haben über ihre Partnerschaften mit in diesem Bereich führenden Unternehmen bedeutende Investitionen in diese Immuntherapie getätigt.

Hier sollte man aber eine wichtige Sache verstehen: Die groß angelegte Zusammenarbeit zwischen großen und kleineren Biotech-Unternehmen sollten neue Erkenntnisse liefern. Der Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vom 3. bis 7. Juni wird hierbei ein Schlüsselereignis, das man im Auge behalten sollte.

Die kommenden Veröffentlichungen – besonders solche, die sich mit neuen Kombinationen von Krebsimmuntherapien beschäftigen – könnten Vorboten für die ganze Industrie in den kommenden Jahren werden. Daher sollten diese neuen Daten den Marktausblick für die ganze Biotech-Branche bestimmen.

Politische Probleme könnten zu erhöhter Volatilität führen

Ein weiterer wichtiger Katalysator wird dieses Jahr auch die politische Landschaft in den USA. Immerhin könnte die Präsidentschaftswahl langfristige Auswirkungen auf die Industrie haben. Ein demokratischer Präsident zum Beispiel könnte Reformen zur Preisbildung von neuen Medikamenten anstoßen und damit die operativen Margen von Biotech- und Biopharma-Unternehmen gleichermaßen unter Druck setzen.

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Dann bleibt noch die Frage, ob ein republikanischer oder demokratischer Präsident die Steuerflucht von Biopharma-Unternehmen in andere Länder unterbinden wird. Wenn beide Parteien dazu nicht im Stande oder nicht willens sind, die Probleme mit den amerikanischen Steuergesetzen anzugehen, dann werden die Unternehmen wohl auch weiterhin ins Ausland gehen, um ihre Gewinne zu erhöhen.

Sollten die Investoren 2016 Biotech-Aktien kaufen?

Die Zukunft vorherzusagen ist generell etwas schwierig. Aber es gibt zumindest ein paar Anzeichen, die andeuten, wie sich die Dinge entwickeln könnten.

Zuerst einmal wissen wir, dass die Industrie das Umsatzwachstum der vergangenen fünf Jahre wahrscheinlich nicht wird wiederholen können. Gilead zum Beispiel wird dieses Jahr wohl einen kleinen Einbruch bei den Einnahmen verkraften müssen und das erwartete Umsatzwachstum von 22 % bei Regeneron erblasst im Vergleich mit den sagenhaften 47 % des letzten Jahres.

Dann müssen wir darauf vertrauen, dass die Regulierungsbehörden neue Medikamente zulassen und klinische Fortschritte bei experimentellen Medikamenten erzielt werden, wie bei den vorerwähnten DMD-Kandidaten und den Krebsimmuntherapien, die gerade entwickelt werden.

Schließlich waren die himmelhohen Preise, die einige Biotech-Unternehmen für ihre kleineren Konkurrenten gezahlt haben, eine Nebenerscheinung dieser goldenen Ära der medizinischen Innovation. Doch leider ist es nur schwer absehbar, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden.

Aufgrund des langsameren Umsatzwachstums und der Abhängigkeit von weiteren klinischen Innovationen sind die Investoren vielleicht gut beraten, dieses Jahr mit Vorsicht vorzugehen – zumindest bis einige der klinischen Risiken ausgeräumt sind und die Regulierungsbehörden grünes Licht gegeben haben.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Celgene and Gilead Sciences. Motley Fool empfiehlt BioMarin Pharmaceutical.

Dieser Artikel wurde von George Budwell auf Englisch verfasst und wurde am 03.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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