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Aktien im Rückblick: Versöhnlicher Ausklang nach China-Crash, Automobilwerte verlieren deutlich, Lufthansa stemmt sich gegen den Trend

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Chinesische Börsenhändler konnten sich in der vergangenen Woche zweimal über drastisch verkürzte Arbeitszeiten „freuen“: Der Handel wurde wegen starker Kursverluste bereits kurz nach Sitzungsbeginn für den Rest des Tages ausgesetzt. Grund für die Kurseinbrüche waren schwache Konjunkturdaten, die auf eine deutliche Abschwächung des Wachstums der chinesischen Wirtschaft hindeuteten.

Während die Marktteilnehmer im Reich der Mitte ihren frühen Feierabend genießen konnten, wurde in Frankfurt eifrig gehandelt – und die Kurse gingen ebenfalls in den Keller. Bis Donnerstag büßte der DAX fast seinen gesamten Gewinn aus dem Jahr 2015 wieder ein.

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Am Freitag deutete sich jedoch ein versöhnlicher Wochenausklang an…

Was war an der Börse los?

Einen schlechteren Start ins neue Handelsjahr hat der DAX (WKN:846900) seit mehr als einem Vierteljahrhundert nicht hingelegt: Das Börsenbarometer fiel am Montag um 4,3 % auf 10.283 Punkte.

Anlass des Kurseinbruchs war die Entwicklung an den chinesischen Festlandbörsen, an denen nach drastischen Verlusten der Handel für den Rest des Tages ausgesetzt worden war. Außerdem drückte der Streit zwischen dem Iran und Saudi-Arabien die Stimmung.

Am schlimmsten erwischte es die bereits im vergangenen Jahr arg gebeutelte Aktie von RWE (WKN:703712), deren Kurs um 7 % nachgab. Vergleichsweise glimpflich kamen Aktionäre der Lufthansa (WKN:823212) davon: Ihre Papiere verbilligten sich lediglich um 0,6 % und landeten damit an der DAX-Spitze. Die Airline hatte am Morgen erklärt, dass sie im Jahr 2016 über 4000 neue Mitarbeiter einstellen wolle.

Am Dienstag sah es zunächst so aus, als ob der DAX seine Talfahrt fortsetzen würde. Im Laufe der Handelssitzung konnte sich der deutsche Leitindex jedoch leicht erholen und schloss beim Stand von 10.310 Zählern mit einem Plus von 0,3 %. Marktteilnehmer begründeten dies mit dem gegen den US-Dollar nachgebenden Euro, der sich positiv auf die Exportchancen der Unternehmen auswirke.

Bester Standardwert war die Aktie des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (WKN:578580), die von Kaufempfehlungen durch zwei Investmentbanken profitierte und fast 6 % zulegte. In den Börsenkeller verschlug es die Vorzugsaktie von Volkswagen (WKN:766403), die 4 % einbüßte. Zuvor war bekannt geworden, dass die US-Regierung wegen des Abgasskandals Klage gegen den Wolfsburger Konzern eingereicht hat.

Am Mittwoch herrschte auf dem Frankfurter Parkett miese Stimmung, nachdem erneut schwache chinesische Konjunkturdaten veröffentlicht worden waren. Ein Atombombentest in Nordkorea und die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten sorgten für zusätzlichen Pessimismus. Das Börsenbarometer fiel um 0,9 % auf 10.214 Zähler.

Ganz weit unten in der DAX-Tabelle landeten die Automobilhersteller, deren am Vorabend veröffentlichten US-Absatzzahlen die Marktteilnehmer enttäuschten. Die Anteilscheine von BMW (WKN:519000) verloren über 3 %, Papiere von Daimler (WKN:710000) gaben 2,5 % ab und VW-Vorzüge verbilligten sich um 2 %.

Deutlich besser als der Gesamtmarkt schnitt erneut die Lufthansa-Aktie ab, die sich mit einem Plus von 1,5 % den Spitzenplatz in der ersten Börsenliga sicherte.

Auch am Donnerstag dominierte die Farbe „Rot“ die Frankfurter Kurstafeln: Nachdem der Handel an den chinesischen Börsen wegen eines starken Kurseinbruchs bereits nach sieben Minuten für den Rest des Tages ausgesetzt worden war, ging es auch beim DAX deutlich abwärts. Der deutsche Blue-Chip-Index brach um 2,3 % auf 9.980 Punkte ein.

Ganz unten im Börsenkeller wurden wieder die Aktien von VW, BMW und Daimler geparkt, die jeweils mehr als 3 % verloren.

Nach den beiden Handelsunterbrechungen in China setzen die dortigen Aufsichtsbehörden diesen Schutzmechanismus am Freitag außer Kraft. Befürchtungen, dass dies die Börsen im Shanghai und Shenzen vollends abstürzen lassen würde, erwiesen sich zum Glück als unbegründet. Die Märkte erholten sich leicht und gaben den europäischen Börsen etwas Auftrieb. Der DAX startete im Plus und überwand die 10.000er-Marke. Eine freundliche Eröffnung an der Wall Street sorgte für weitere Unterstützung. Um 15:30 Uhr zeigte der DAX ein Plus von 0,4 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (11.01.) legt der Automobilzulieferer Continental (WKN:543900) vorläufige Jahreszahlen vor. Der US-amerikanische Aluminiumhersteller Alcoa berichtet über das vierte Quartal. Im schönen Detroit findet der erste Pressetag der North American International Auto Show statt. Die Journalisten warten gespannt auf den Auftritt von VW-Chef Mattthias Müller, der wohl auch zum Abgasskandal Stellung nimmt. Es werden noch Wetten angenommen, wie oft das Wort „Entschuldigung“ in seinem Statement auftaucht.

Am Dienstag (12.01.) liefert der Handelsriese Metro (WKN:725750) Umsatzzahlen fürs vierte Quartal. Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München, das Institut national de la statistique et des études économiques (Insee) in Paris und das Instituto nazionale di statistica (Istat) in Rom veröffentlichen ihre gemeinsame Konjunkturprognose für die Eurozone. Die Lufthansa gibt ihre Verkehrszahlen für Dezember bekannt.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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