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Die schlechtesten IoT-Aktien 2015

Foto: Creative Commons, Clockready

Im Laufe der nächsten fünf Jahre erwartet Cisco Systems, dass annähernd 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein werden, was eine noch nie dagewesene Sammlung und Analyse von Daten, wie auch völlig neue Automatisierungsprozesse möglich machen wird. Bis 2020 soll das Internet der Dinge (IoT) laut IDC 7 Billionen USD wert sein. Aber obwohl das IoT großes Potenzial birgt, so bringt es auch große Volatilität – und das haben viele Investoren dieses Jahr zu spüren bekommen.

Werfen wir einen Blick auf einige IoT-Aktien, die es dieses Jahr schwer erwischt hat, warum es soweit gekommen ist und ob diese Unternehmen wieder in die Spur finden können.

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Sierra Wireless: 65 % Verlust in einem Jahr

Das erste Unternehmen auf der Liste ist Sierra Wireless (WKN:920860), ein reines IoT-Unternehmen, das drahtlose Module benutzt, damit die Fahrzeuge von Tesla über das Internet drahtlose Updates erhalten können. Die M2M-Module (machine-to-machine) von Sierra kommen auch bei vielen anderen Geräten zum Einsatz. Aktuell ist Sierra weltweit die Nummer 1 im Bereich Embedded Modules.

Aber das Unternehmen musste dieses Jahr eine Reihe von Rückschlägen verkraften. Zuerst gab es einige enttäuschende Quartalsergebnisse, dann wurde der Umsatzausblick für 2016 nach unten korrigiert. Daher zogen die Investoren ihr Kapital ab und der Kurs fiel.

QUELLE: YCHARTS.

QUELLE: YCHARTS.

Trotz dieses Verlustes ist Sierra immer noch Marktführer im Bereich Embedded Modules, der bis 2020 stolze 214 Milliarden USD wert sein soll. Im Moment muss sich das Unternehmen darauf konzentrieren, mehr Einnahmen aus dem lukrativeren Geschäft mit Unternehmenslösungen zu generieren. Das Segment OEM ist für 83 % der Einnahmen verantwortlich, aber die Margen liegen hier nur bei 29 %. Die Einnahmen aus dem Geschäft mit Unternehmenslösungen liegen bei 13 %, aber die Bruttomarge beträgt etwa 50 %. Wenn es gelingt, hier mehr Umsatz zu generieren, dann könnte Sierra wieder in die Spur finden. Die Investoren könnten aber erst einmal abwarten, um zu sehen, was passiert (falls etwas passiert).

InvenSense: 33 % Verlust in einem Jahr

Die Hauptprodukte von InvenSense (WKN:A1JPHL) sind Gyroskope, Beschleunigungsmesser und Mikrophone für mobile und IoT-Geräte. Verschiedene Versionen dieser MEMS (mikro-elektromechanische Systeme) finden sich im iPhone 6s und 6s Plus, wie auch in den mobilen Geräten von Samsung.

Der größte Kursrutsch kam im August, als das Unternehmen ein ziemlich solides Quartal abgeliefert, aber den Ausblick nach unten korrigiert hatte. Den Investoren gefiel das gar nicht, daher schickten sie die Aktie auf Talfahrt. Das Unternehmen führte Probleme mit den Kunden in den USA und China als einen Teilgrund an, zusammen mit den Preisvorstellungen großer Unternehmen. „Unser Erfolg bei großen Kunden ist teuer erkauft, denn sie bekommen Mengenrabatt und das ist ein Faktor, der beim Ausblick eine Rolle gespielt hat.” sagte CFP Mark Dentinger im August bei einer Telefonkonferenz mit den Analysten.

QUELLE: YCHARTS.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Einnahmen aus dem Segment „Verschiedenes” stiegen im letzten Quartal von bisher 13 % der Gesamteinnahmen auf 20 %. Im Jahresvergleich ist das ein Anstieg um 93 %. InvenSense wird auch weiterhin aufpassen müssen, sich nicht zu sehr von großen Unternehmen wie Apple oder Samsung abhängig zu machen, aber die Ergebnisse in der Kategorie „Verschiedenes” geben dem Unternehmen die Möglichkeit, an der Börse das Ruder herum zu reißen.

IBM: 14 % Verlust in einem Jahr

IBM (WKN:851399) steht vielleicht nicht ganz oben auf deiner Liste der IoT-Unternehmen, hat aber in letzter Zeit einige große Schritte in diesem Bereich gemacht.

Vor einigen Monaten verkündete IBM, man wolle 3 Milliarden USD innerhalb der nächsten 4 Jahre für Innovationen im IoT-Bereich ausgeben und es scheint, als hätten sie schon damit angefangen. Das Unternehmen baut gerade eine neue cloudbasierte Plattform, mit der Unternehmen ihre eigenen IoT-Apps schaffen können. Dazu gibt es noch Datensammlungs- und Analyseprogramme.

IBM hat auch erst vor Kurzem digitale Werte (Websites, Apps und Datensätze) von The Weather Company, der Muttergesellschaft des Wetterkanals, gekauft. Damit sollen die wetterbezogenen IoT-Funktionen des Watson-Computers verbessert werden. Vor einigen Wochen kündigte IBM eine neue IoT-Zweigstelle in München an und bereitet sich darauf vor, das maschinelle Lernen des Watson-Computers mehr in die Analysesoftware zu integrieren.
Doch leider spiegelt der Aktienkurs diese innovativen Maßnahmen nicht wieder.

QUELLE : YCHARTS.

Die Einnahmen von IBM sind in den letzten 14 Quartalen gesunken. Zusätzlich setzt das Management die Gewinnziele des nächsten Jahres immer wieder herab.

Aber die Konzentration auf die IoT-Lösungen zeigt, dass das Unternehmen weiß, dass es sich von den alten Technologien verabschieden und neue Potenziale anzapfen muss. Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob IBM zur dominanten Kraft in diesem Bereich aufsteigen wird, aber sie sind zumindest auf dem richtigen Weg.

Alle diese Aktien sind dieses Jahr gefallen, aber man sollte nicht vergessen, dass das Internet der Dinge gerade erst seinen Anfang nimmt. Die Unternehmen, die sich in diesem Bereich gut positionieren, können sich vielleicht auf eine strahlende Zukunft freuen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple, InvenSense, Sierra Wireless, and Tesla Motors. Motley Fool empfiehlt Cisco Systems.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und wurde am 23.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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