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Warum deine Eltern enttäuscht von dir sind

Die Babyboomer sind enttäuscht von ihren Kindern. Die junge Generation beschwere sich zu viel, denke, sie habe ein Recht auf Erfolg und es fehle ihnen an dem Verantwortungsgefühl ihrer Eltern, so hört es man immer wieder. Und das ist jetzt keine Anekdote. Einer Umfrage von Pew Social Trends zufolge „glauben mehr als zwei Drittel, dass ältere Amerikaner verglichen mit der jüngeren Generation bessere moralische Werte, bessere Arbeitseinstellung und mehr Respekt vor anderen hätten.”

Natürlich hatten auch die Eltern der Babyboomer eine ähnliche Sichtweise ihrer Kinder. Das Buch The Greatest Generation von Tom Brokaw erzählt die Geschichte der Eltern der Babyboomer und wie enttäuscht sie von deren mangelnden Werten und Arbeitseinstellung sind. „Die Moralvorstellungen haben sich deutlich geändert.” jammert einer. Der andere bereut es, dass das Wissen seiner Generation nicht an die Kinder weitergegeben worden war. „Der Gedanke von persönlicher Verantwortung ist so eine definierende Charaktereigenschaft der Kriegsgeneration.” schreibt Brokaw, „dass diese Leute entsetzt waren, als sich das später änderte.”

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Jahrzehnte zuvor war diese Generation von ihren Vorfahren aber auch kritisiert worden. Woodrow Wilson wuchs auf dem Rücken eines Pferdes auf, sagten sie und nannten die Nutzung eines Autos „den Arroganz des Reichtums”. Die jüngere Generation wurde dafür kritisiert, der Kirche den Rücken zu kehren, sich provokant anzuziehen und die leichte Arbeit an der Maschine in den Fabriken der harten Arbeit auf der Farm vorzuziehen. Die moderne Zeit habe sie verweichlicht, wie Fortune 1936 schrieb:

Die heutige Generation ist fatalistisch. Sie wagen sich nicht aus der Menge heraus. Sie halten einfach den Mund. Wenn wir diesen Durchschnitt als die Wahrheit annehmen, dann ist das eine vorsichtige, unterdrückte und wenig abenteuerliche Generation.

So geht es immer weiter. Das ist ein Ritual, das so weit zurückreicht, wie man sich die Mühe macht, nachzuforschen. Es ist Tradition, von der jüngeren Generation enttäuscht zu sein.

Warum?

Hier ist eine Erklärung: Im Laufe der Zeit wird alles besser. Wenn man sieht, wie die jüngere Generation sich nicht mit Problemen auseinandersetzen muss, die man selbst lösen musste, dann ärgert einen das. Die Leute können einem faul vorkommen, wenn sie nicht so sehr leiden mussten, wie man selbst. Das führt dann zu Enttäuschung, denn der jüngeren Generation scheinen die Sorgen der Älteren egal zu sein.

Der Blog The School of Life nennt das Zukunftsneid und führt ein extremes Beispiel an.

Stell dir vor, ins 14. Jahrhundert zurückzureisen und eine Mutter zu treffen, deren Kind gerade an Scharlach gestorben ist. Wie würde sich diese Mutter fühlen, wenn du ihr sagen würdest, dass ihr Kind in der Zukunft mit Antibiotika behandelt werden könne, die nur mickrige 2 Dollar kosten? Wäre sie beeindruckt? Unwahrscheinlich. Sie wäre traurig, denn ihr Kind starb nur, weil sie zur falschen Zeit lebte, während künftige Generationen damit überhaupt keine Probleme haben.

Stell dir andere Gespräche vor, die du mit den Leuten aus dem 14. Jahrhundert führen könntest:

Stell dir vor, du würdest einen großen Flughafen und den Boeing Dreamliner einem Mann beschreiben, der Hunger und Krankheit leiden musste und der während einer dreijährigen Pilgerreise nach Jerusalem in Gefangenschaft geraten war.

Stell dir vor, du würdest einem Mann mit Zahnschmerzen von der Narkose erzählen, die er erst in 623 Jahren haben könnte. Stell dir vor, einem Mathematiker, der sein ganzes Leben mit komplizierten Berechnungen verbracht hat, zu erzählen, dass all das eines Tages mit einem kleinen Stück Plastik — einem Taschenrechner — möglich wäre, den man neben der Expresskasse im Supermarkt findet.

Ihr Staunen würde schnell in Wut umschlagen, dass sie zur falschen Zeit leben. Das erklärt auch, warum die häufigste Beanstandung an der jüngeren Generation ein Mangel an harter Arbeit ist. Deine Großeltern mussten vielleicht mehrere Kilometer durch den Schnee marschieren, um in die Schule zu kommen. Die Tatsache, dass du das in einem geheizten SUV machst, gibt ihnen ein schlechtes Gefühl. Das scheint rational. Es kann schmerzhaft sein, sich all die Dinge vorzustellen, die man verpasst hat, nur weil man zu alt ist. Hier noch ein Auszug aus The School of Life:

Anstatt unvermeidlich zu erscheinen, kann diese Misere einem wie ein grausamer Zufall erscheinen. Wir erkennen, dass viele Leute in der Geschichte viele Dinge nicht ertragen müssen, die wir aber ertragen müssen. Wir werden nur zufällig dazu verdammt, weil wir zur falschen Zeit geboren wurden.

Auch wenn dir die künftigen Generationen am Herzen liegen, dann kann jeder Fortschritt, der dein Leben nicht besser macht, wie ein unfairer Vorteil für die anderen erscheinen. Das ist derselbe Grund, warum Subventionen von denen als Wachstumstreiber bezeichnet werden, die sie erhalten. Diejenigen, die keine erhalten, sagen, sie würden nur Abhängigkeit schaffen.

Weiter heißt es in The School of Life:

Wir können eine neue Art von vergleichender Armut erkennen, an der wir leiden: Wenn eine Person arm ist, aber nicht im Vergleich zu dem, was die anderen jetzt haben, sondern im Vergleich zu dem was die Leute in einer schwer vorstellbaren, fortgeschrittenen und besseren Zukunft haben werden.

Es ist wichtig, zu erkennen, dass jede Generation mit diesem Problem umgehen muss, nicht nur deine. Eines Tages werden die Millenials die Faulheit und den Mangel an Ehrgeiz ihrer eigenen Kinder kritisieren. In der Zukunft wird mein zwei Monate alter Sohn ein Nickerchen in einem selbstfahrenden Auto halten. Ich werde seine Generation für faul halten, während ich mich daran erinnern werde, wie ich fahren lernen musste und wie frustrierend es war, sich in der Stadt zu verfahren. Das ist eine unendliche Geschichte…
Falls du mehr auf Englisch lesen möchtest:

·       Everything is amazing and nobody is happy
·       50 reasons we’re living through the greatest period in history
·       Having control over your time is the only sensible goal

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Dieser Artikel wurde von Morgan Housel auf Englisch verfasst und wurde am 16.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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