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Elon Musk ist der Meinung, VW sollte seine Diesel-Autos nicht nachrüsten müssen

Maurizio Pesce @ Flickr

Als Elon Musk im September Teslas (WKN:A1CX3T) Model X vorstellte, hob er hervor, dass der vollelektrische Geländewagen über einen optionalen HEPA-Filter verfügt, der in der Fahrerkabine für Luft von allerbester Qualität sorgt. Er stichelte etwas gegen Volkswagen (WKN:766403) und seinen Abgasskandal und sagte: „Wir haben die Entwicklung unseres Autos weit vor den jüngsten Ereignissen abgeschlossen.“

Als einer der größten Vorreiter in Sachen Umweltbewusstsein, würde man glauben, er sei ein großer Befürworter der drohenden Bußstrafen, auf die sich der deutsche Automobilhersteller wohl einstellen muss. Es stellt sich aber heraus, dass Musk nicht glaubt, dass der Zwang zur Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge die beste Lösung ist; und zwar mit folgender Begründung:

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Das Model verfügt über einen optionalen Hepa-Filter. Bildquelle: Tesla

Das Model verfügt über einen optionalen Hepa-Filter. Bildquelle: Tesla

Hört auf, in die Vergangenheit zu schauen

Zusammen mit Dutzenden anderen einflussreichen Investoren und Führungskräften der Branche, denen die Umwelt am Herzen liegt, hat Musk einen offenen Brief an das California Air Resource Board (CARB) geschrieben. Darin weist die Gruppe darauf hin, dass die Dieselmotorentechnologie einen Punkt erreicht hat, an dem die Leistung kaum noch verbessert werden kann, ohne gegen stets strikter werdende Abgasregulierungen zu verstoßen.

Die aktuelle Lösung, die auf die Zusammenarbeit mit Fahrzeuginhabern setzt, die ihre Autos für einen Rückruf oder eine Umrüstung freiwillig in die Werkstatt bringen sollen, könnte sich als nicht sehr erfolgreich erweisen, da sich viele Fahrer keine Leistungseinschränkungen ihres Fahrzeugs wünschen. Außerdem ist das Nachrüsten dieser Autos mit einer Harnstoffeinspritzung ziemlich teuer. Im Wesentlichen glauben Musk und andere Branchenexperten, dass diese Lösung weder tragfähig noch großflächig durchsetzbar ist. Stattdessen präsentieren sie in ihrem Brief einen anderen Plan, der nicht vorsieht, dass VW betroffene Fahrzeuge umrüstet:

  • Der Brief schlägt vor, dass CARB Volkswagen von seiner Verpflichtung, betroffene Autos umzurüsten, freispricht, da die Anzahl dieser Fahrzeuge im Bundesstaat Kalifornien „geringfügig“ ist und diese kein aktives emissionsbezogenes Risiko darstellen.
  • CARB sollte stattdessen Volkswagen dazu verpflichten, seinen Zeitplan für die Entwicklung und Markteinführung eines voll elektrischen und emissionsfreien Fahrzeugs zu beschleunigen. Volkswagen arbeitet daran bereits im Rahmen seiner Krisenbewältigung. Die Experten fügten hinzu, dass dadurch Abgasuntersuchungen unerheblich seien, da elektrische Autos per Definition komplett emissionsfrei sind.
  • CARB sollte verlangen, dass dieser Plan die mit dem Diesel-Skandal verbundenen Emissionen auf ein mindestens Zehnfaches wettmachen soll; und dies möglichst innerhalb der nächsten fünf Jahre.
  • Volkswagen sollte dazu verpflichtet werden, in Produktionsanlagen und die Entwicklung elektrischer Fahrzeuge zu investieren. Der Investitionsbetrag sollte sich im Rahmen der Strafe bewegen, die andernfalls auf VW zukäme.
  • Man sollte VW etwas Flexibilität in der zeitlichen Planung und Durchführung dieser Strategie hin zu emissionsfreien Fahrzeugen gewähren.

Die Experten sind der Meinung, dass dieser 5-Stufen-Plan wünschenswerter sei, da er besser durchsetzbar ist, Gesamtemissionen senkt und den Schaden, den die Dieselmotoren verursacht haben, wettmacht. Außerdem werden so Jobs und eine weitsichtige Infrastruktur für Elektrofahrzeuge geschaffen. Der Brief merkte an, dass eine ähnliche Lösung als Reaktion auf einen industrieweiten Emissionsskandal bereits 1990 initiiert wurde. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, betroffene Fahrzeuge nachzurüsten, beschleunigte die Umweltschutzbehörde damals seine Zeitpläne für schärfere Emissionsregulierungen.

Einfach ausgedrückt: Musk und andere Experten glauben, dass sich die aktuelle Grundhaltung zu sehr auf Vergangenes konzentriert, während die angeführten Vorschläge auf lange Sicht gesehen mehr Vorzüge mit sich bringen würden.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 20.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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