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3 Biotech-Aktien, von denen ich die Finger lasse

Foto: Pixabay, DarkoStojanovic

Aktien von Biotech-Unternehmen sind für ihre rasanten Achterbahnfahrten bekannt; und dies aus gutem Grund: 90% aller Medikamente scheitern bei klinischen Studien am Menschen. Da die meisten Medikamente in der Testphase durchfallen, und gescheiterte Testphasen zu einem deutlichen Einsturz des Aktienkurses eines Unternehmens führen, habe ich mich auf die Suche nach Aktien gemacht, die für ein Portfolio einfach zu riskant sind. Von folgenden drei Unternehmen, sollten Anleger die Finger lassen:

Nr. 1: Ziopharm Oncology

Biotech-Unternehmen wie Ziopharm Oncology (WKN:A0JMYA) investieren gerade intensiv in die Entwicklung von Medikamenten, die das Immunsystem von Patienten beim Kampf gegen Krebs stärken sollen. In den letzten zwei Jahren wurde der Immunologie-Markt förmlich überrannt, aber es ist immer noch unklar, ob sich diese vielversprechenden Ansätze als effektiv und sicher herausstellen werden.

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Dies gilt besonders für Ziopharms Onkologie-Pipeline. Dazu zählt unter anderem das am weitesten vorangebrachte Medikament des Unternehmens, das sich in Phase-I-Tests – der ersten Phase der klinischen Studie – befindet und zur Bekämpfung von Brust- und Hirnkrebs eingesetzt werden soll. Zudem hat das Unternehmen ein weiteres Präperat zur Therapie mit chimären T-Zell-Rezeptoren. Dieses befindet sich allerdings noch nicht in klinischen Tests.

Ziopharm arbeitet im MD Anderson Krebszentrum mit Top-Talenten zusammen und unter der Verwendung von neuster Schalttechnik könnte das Unternehmen eine branchenführende Lösung hervorzubringen. Aber hinter den lebensbedrohlichen Zytokin-Reaktionen, die in der Studie von CAR-T auftauchten, stehen noch einige Fragezeichen; und es besteht außerdem die Gefahr, dass Konkurrenten wie Juno Therapeutics (WKN:A12GMP) über Anwendungen verfügen, die viel schneller an den Markt gelangen könnten, als es bei Ziopharm Oncology der Fall wäre.

Natürlich werde ich Ziopharm Oncologys Forschungsfortschritte eng im Auge behalten, aber momentan befinden sich die Studien noch in einer zu frühen Phase, als dass ich bereit wäre, das Risiko scheiternder Studienergebnisse oder einer zu starken Konkurrenz auf mich zu nehmen.

Nr. 2: GW Pharmaceuticals

QUELLE: GW PHARMACEUTICALS

QUELLE: GW PHARMACEUTICALS

Ich werde immer etwas nervös, wenn die Marktkapitalisierung eines Unternehmens rapide hochschellt, wenn es heißt, dass der „nächste große Durchbruch“ bevorsteht. Im Falle von GW Pharmaceuticals (WKN:693692) macht mir sein Fokus auf medizinisches Marihuana Sorgen. Ich befürchte, dass Anleger das Potenzial dieser Strategie überbewerten; insbesondere, wenn man sich die gewaltigen Rückschläge des Unternehmens in diesem Jahr vor Augen führt.

Drei große Phase-III-Studien zu seinem THC-Medikament Sativex, das als Schmerzmittel für Krebserkrante eingesetzt werden soll, scheiterten bei Placebo-Tests und eine weitere Studie zum Potenzial von Marihuana bei der Behandlung von Schizophrenie lieferte auch nicht gerade beeindruckende Ergebnisse.

GW Pharmaceuticals’ Studienrückschläge haben die Messlatte für laufende Tests zur Verwendung von Cannabidiol (CBD) bei Epilepsiepatienten mit Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndromen hoch gelegt. Die Ergebnisse dieser Studien werden in Kürze erwartet; und wenn auch diese nicht vielversprechend ausfallen, könnte GW Pharmaceuticals’ Aktie deutlich abstürzen.

Da GW Pharmaceuticals’ jüngste Bilanz eher Besorgnis erregend war und schwache Studienergebnisse zu einem großen Kurseinfall führen könnten, halte ich mich auch von dieser Aktie lieber fern.

Nr. 3: Anavex Life Sciences Corp.

Der Anteil der älteren Bevölkerung steigt kontinuierlich an. Ohne ein Heilmittel wird dadurch auch die Anzahl der Alzheimer-Erkrankten rapide anwachsen.

Dies ist ein erschreckender Gedanke, birgt für Investoren aber gewaltiges Potenzial. Wenn es einem Pharma-Unternehmen gelingt, den Code zu knacken und ein Heilmittel gegen diese Krankheit herzustellen, winken saftige Erträge. Anavex Life Sciences Corp (WKN:A1411S) könnte so ein Kandidat sein. Aber ich bin nicht vollständig überzeugt, ob Anavex Life Sciences wirklich das Zeug dazu hat und einen Platz in deinem Portfolio verdient.

Die Forschungen des Unternehmens zu Sigma-1-Rezeptoren, die beim Alzheimer-Krankheitsverlauf eine entscheidende Rolle spielen könnten, sind faszinierend; aber die finanzielle Lage des Unternehmens bereitet mir Sorgen.

Neulich ist das Unternehmen vom unregulierten OTC-Markt zur NASDAQ gewechselt, um mehr Investoren anzulocken und sich angeblich am Kapitalmarkt nach einer Finanzspritze umzuschauen. Auf der Haben-Seite standen beim Unternehmen Ende September lediglich 13,1 Mio. USD; der operative Verlust betrug im zweiten Geschäftsquartal 1,5 Mio. USD.

Unter Berücksichtigung der Pläne des Unternehmens, große und teure klinische Studien zur Bewertung seines führenden Medikaments Avanex 2-73 voranzutreiben, scheinen diese Geschäftszahlen nicht sehr vertrauenserweckend.

Zugegebenermaßen hat das Unternehmen dank eines unkonventionellen Finanzierungsvertrags, den es Anfang des Jahres mit Lincoln Park Capital Fund abgeschlossen hat, finanziell etwas Spielraum. Bei diesem Deal erhielt Lincoln Park Capital Fund im Voraus 179.598 Aktien von Anavex Life Sciences. Im Gegenzug verpflichtete sich Lincoln Park, in den nächsten drei Jahren Anteile von Anavex Life Sciences in Höhe von 50 Mio. USD zu kaufen. Damit könnte Anavex Life Sciences über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um notwendige Studien auf den Weg zu bringen. In Folge dessen könnten dieser Deal (und weitere zukünftige Aktienausgaben) den Aktienbestand bestehender Aktionäre ziemlich deutlich verwässern. Aus diesem Grund glaube ich, dass es Sinn macht, sich das Ganze zunächst aus sicherer Entfernung anzuschauen und erst einmal abzuwarten, bevor man sich auf diese Aktie stürzt.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 15.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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