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Der größte Fehler, den ich mit meinem Geld 2015 gemacht habe

Foto: Pixabay, alexandria

„Ich habe mindestens einen großen Fehler gemacht und einige kleinere, die auch wehtaten – davon später mehr. Ich habe außerdem Fehler gemacht, weil ich etwas verpasst habe und Däumchen gedreht habe, als neue Fakten ans Licht kamen, die dafür hätten sorgen sollen, dass ich meine Handlungen überdenke und schnell handle.“ Warren Buffett, 2008 Aktionärsbrief

Wir machen alle Fehler, denn das ist menschlich. Das Ende des Jahres rückt näher und ich kann auf mehrere finanzielle Fehler zurückschauen, aber einige fallen besonders auf. Lasst uns ein paar von ihnen genauer anschauen und dann über meinen größten Fehler des Jahres sprechen. Der wird dich vielleicht überraschen.

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Fehler Nummer 3: Die kurzfristigen Risiken ignorieren und zu viel zu schnell setzen

Ich habe noch 25 Jahre Zeit bis zur Rente und kann es mir also erlauben, Fehler zu machen. Ich habe jedoch – ganz im Sinne von Buffett – Fehler gemacht, als ich viel Geld in 3D-Drucker-Aktien investiert habe. Das war nicht das erste Mal, dass ich in die Branche investiert habe, denn ich habe 2012 damit angefangen. Dieses Mal war es aber die bei Weitem größte Investition, welche meine Gesamtinvestition in die Branche mehr als verdoppelte.

Die Sache ist schlecht gelaufen und es ist nicht klar, ob ich alle meine Verluste wieder einfahren kann. Ich werde kein weiteres Geld investieren, aber ich werde auch nicht einfach alles abstoßen – die Branche ist bereit für Wachstum und steckt voller Potenzial.

Mit anderen Worten: Mein Fehler war nicht, in 3D-Drucker zu investieren; ich habe einfach zu viel zu schnell investiert. Was ich daraus gelernt habe? Geduld mit spekulativen Wachstumsmöglichkeiten wie beispielsweise bei 3D-Drucken zu haben. Ich werde dann zwar nicht von Anfang an dabei sein, aber die Sache wird mir auch nicht auf die Füße fallen, wie sie es dieses Jahr tat.

Fehler Nummer 2: Eine Strategie auf Annahmen aufbauen, die sich über Nacht ändern können

Dieser Fehler war sehr schmerzhaft. Vor Kurzem hatte das Management von Kinder Morgan gesagt, das Unternehmen werde 2016 mehr als genug Geld verdienen, um seine Dividende beizubehalten. Diese lag extrem hoch bei 12 %. Ich habe nach dieser Ankündigung Aktien zu einem – wie ich dachte – sehr guten Preis gekauft, obwohl das Unternehmen noch nicht seine finalen Kapitalpläne für das nächste Jahr veröffentlicht hatte oder sich verpflichtet hatte, die Dividende nicht zu ändern.

Die kurze Version: Die Aktie fiel weiter und dann kündigte das Management an, es werde die Dividende um 75 % kürzen. In der Zeit zwischen meinem Kauf und der Ankündigung – das waren nur einige Tage – habe ich mehr als 20 % meiner Investition verloren.

Für Kinder Morgan besteht kein großes Risiko und es wird nächstes Jahr den Cashflow generieren, den wir sehen wollen. Es wird ihn aber nicht dazu nutzen, Dividenden zu zahlen. Stattdessen wird das Unternehmen mehr Mittel für Kapitalinvestitionen und Sicherheiten behalten. Das sind vorsichtige und kluge langfristige Schritte – trotzdem habe ich basierend auf schlechten Annahmen investiert.

Aber der Grund, warum ich mein Vertrauen in das Management wirklich bereue, ist, dass ich öffentlich geschrieben habe, die Dividende sei sicher. Es ist schlimm genug, sich selbst finanziell zu schaden, aber wenn man mit einer öffentlichen Vorhersage so falsch liegt, ist das hart.

Versteh mich nicht falsch: Leute sind für ihre eigenen Investitionen verantwortlich und mein Verständnis sollte nicht der einzige Investmentgrund für irgendjemanden sein (auch nicht für mich). Das macht es aber nicht einfacher, die kurzfristigen Ergebnisse zu akzeptieren.

Ich bin mir sicher, dass Kinder Morgan eine fantastische langfristige Investition sein wird und es handelt sich immer noch um ein relativ sicheres Unternehmen – selbst bei der kurzfristigen Unbeständigkeit des Aktienpreises. Ich bereue jedoch, eine so mutige Aussage getroffen zu haben, bevor das Unternehmen sich auf seine Dividende festgelegt hatte.

Fehler Nummer 1: Ich hätte mehr Geld sparen sollen

Ich denke, jeder muss sich der Herausforderung stellen, Geld für die Zukunft wegzulegen und dabei das das Leben zu genießen. Ich habe das große Glück, eine Karriere zu haben, die meiner Familie einen hohen Lebensstandard und große persönliche Freiheit ermöglicht.

Da sich das Jahr jedoch langsam dem Ende neigt, muss ich zugeben, dass ich es dieses Jahr nicht schaffen werde, die höchstmögliche Summe für meine Rente zu sparen. Nimm dazu die Verluste, die ich in der 3D-Drucker-Branche gemacht habe, Kinder Morgan und einige andere Energieaktien und ich habe mich eher von meinen Renten- und Vermögenszielen entfernt.

Aber es gibt auch eine Lektion, die ich daraus ziehen kann: Gute Jahre kommen und gehen. Der Prozess ist wichtig. Ich werde mich in den nächsten Wochen mit meiner Frau hinsetzen, um Wege zu finden, meine Rentenziele für 2016 zu erreichen. Wenn ich das jedes Jahr mache, bedeutet das einen großen Unterschied für meine Rente.

Denk nicht zu lange über deine Fehler nach. Lerne und entwickle dich weiter.

Auf Fehlern herumzureiten ist ungesund, genau wie sie einfach zu ignorieren. Lerne aus deinen Fehlern – was hast du falsch gemacht? Was hätte anders laufen können? Was kannst du in Zukunft ändern?

Der Weg zum Erfolg ist mit unseren guten Absichten gepflastert. In einem Jahr werde ich mit Sicherheit wieder Fehler bereuen, aber ich werde auch Neues gelernt haben. Das wird meine Fehler mehr als ausgleichen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Kinder Morgan.

Dieser Artikel wurde von Jason Hall auf Englisch verfasst und am 13.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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