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Welche ist die beste Investition: 3D-Druck, Solar, oder Elektroautos?

Foto: Pixabay

3D-Druck, Solarkraft und Elektroautos gibt es seit Jahrzehnten. Aber erst in den letzten Jahren haben technische Innovationen und Verbesserungen dazu geführt, dass diese einstigen Nischenprodukte massenfähig wurden.

Diese Industrien stehen zwar für Innovation und eine bessere Zukunft, trotzdem ist es schwer, hier die richtige Investition zu finden – frag einfach jemanden, der in den letzten Jahren in 3D-Druck oder Solarfirmen investiert hat. Daher haben wir drei unserer Autoren gebeten, uns einen Einblick in jeden dieser Sektoren zu geben und warum das eine gute Investition in die Zukunft wäre.

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Rich Smith

3D-Druck, Solar oder Elektroautos? Was für ein Dilemma! 3D Systems (WKN:888346) und Solar City (WKN: A1J6UM), zwei der Vorzeigeunternehmen aus ihren jeweiligen Bereichen werden mit astronomischen Kurs-Gewinn-Verhältnissen gehandelt – eine Folge dessen, dass es bisher keines der beiden Unternehmen geschafft hat, aus einer revolutionären Idee Profit zu schlagen.

Aus diesem Grund schlägt sich das Flaggschiff der Elektroautoindustrie, Tesla Motors (WKN:A1CX3T) auch nicht viel besser. Tesla wird wohl nicht vor 2016 profitabel werden und selbst dann ist die Aktie mit einem dreistelligen KGV immer noch sehr teuer.

Wenn aber mein Leben davon abhängen würde, einen wahrscheinlich profitablen Industriezweig auszuwählen, dann würde ich die Elektroautos nehmen. Der Grund ist, dass fast überall im 3D-Druck und im Solarbereich Geld verloren und verbrannt wird. Der Automobilbereich hat zumindest eine lange Vorgeschichte voller Unternehmen, die den Profit über die Technologie und deren Selbstzweck gestellt haben.

Vielleicht wird Musk mit Tesla keinen Gewinn machen. (Daran hege ich wirklich ernste Zweifel.) Aber ich sehe eine Chance, dass ein Unternehmen auf dem Boden der Tatsachen wie Nissan oder General Motors – Unternehmen, die schon gezeigt haben, dass sie an Gewinnen interessiert sind – ein Elektroauto auf den Markt bringen werden, das günstig genug ist, um das Interesse der Kunden zu wecken, das aber trotzdem über eine positive Gewinnmarge verfügt.

Aber auch hier werden die Gewinne noch auf sich warten lassen: Der Ölpreis von 40 USD pro Barrel wird den Elektroautoherstellern noch eine ganze Weile das Leben schwer machen. Aber die Ölpreise werden irgendwann auch wieder steigen. Wenn wir uns ein oder zwei Jahre gedulden und der Preis für eine Gallone Benzin auf einen Dollar oder zwei gestiegen ist, dann werden die Leute Schlange stehen, um Elektroautos zu kaufen.

Adam Galas

Meiner Meinung nach ist eine Investition in das massive Potenzial von Solarenergie die beste langfristige Investition.

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Der weltweite Markt dafür soll in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich mit soliden 16,9 % wachsen. Dieses Wachstum wird wahrscheinlich von zwei Faktoren angetrieben: Die wachsende Sorge um die CO2-Emissionen und eine massive Reduzierung der Kosten. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass die Kosten in den nächsten 10 Jahren um 80 % sinken werden, oder 14,9 % jährlich.

Natürlich gibt es auch hier Risiken. Der größte Rivale im Markt für erneuerbare Energiequellen, Windkraft, ist bereits bei den Kosten auf einer Höhe mit erdgasbetriebenen Kraftwerken, während Solarkraft das auch in den nächsten Jahren nicht schaffen wird.

Dann gibt es noch die Schwierigkeit, einzelne Gewinner aus diesen Sektoren auszuwählen. SunEdison (WKN:A1WZU6) ist der weltgrößte Entwickler von erneuerbarer Energie. Viele Investoren dachten, das wäre „eine sichere Sache” und wetteten darauf. Die Aktie ist im vergangenen Jahr um 82 % gefallen, denn das Unternehmen ging auf wilde Einkaufstour und liegt jetzt unter einem Schuldenberg von 11,7 Milliarden USD begraben, der das Überleben des Unternehmens bedroht.

Aufgrund der großen Risiken in diesem Bereich rate ich Investoren, konservativer zu denken und ein Unternehmen mit hohem Einkommen wie 8point3 Energy Partners (WKN: A14U8Z) in Betracht zu ziehen.

Die Gründe dafür sind einfach. Erstens birgt das Geschäftsmodell von 8point3 nur sehr geringe Risiken. Das Unternehmen kauft Solarprojekte mit einer bestimmten Größe von den größten, am besten gemanagten und profitabelsten Solarunternehmen First Solar und SunPower. Damit verdient das Unternehmen einen wiederkehrenden und garantierten Cashflow aus langfristigen Festverträgen mit einigen der größten und stabilsten Versorgungsunternehmen der Welt.

Zweitens zahlt 8point3 eine sehr großzügige und sichere Dividende von 6,6 %, die von diesem starkem Cashflow gestützt wird.

Drittens hat das Unternehmen ein sehr gutes Wachstumspotenzial. First Solar und SunPower haben Projekte mit einer Kapazität von 13,7 GW in der Entwicklung, die irgendwann an 8point3 verkauft werden. Das sollte ein Wachstum von 12 % bis 15 % noch für viele Jahre sichern.

Jason Hall

3D-Druck-Aktien erging es 2015 gar nicht gut:

DDD DATEN VON YCHARTS.

Man kann nicht abstreiten, dass die Industrie sich gerade im Chaos befindet. 3D Systems sucht gerade nach einem neuen CEO, nachdem Avi Reichental im Oktober unvermittelt seinen Rücktritt erklärt hatte (oder dazu gezwungen worden war.) Stratasys (WKN: A1J5UR) hat in den letzten Jahren durch die Fusionen mit Objet und Makerbrot Milliarden an Abschreibungen generiert. Der Hersteller von Drucksystemen ExOne hat seit dem Börsengang praktisch in jedem Quartal den Umsatzausblick des Managements verpasst. Jedes Unternehmen in der Industrie gibt immer weniger für die Technologie aus, während die Unternehmen sich überlegen, welche Rolle der 3D-Druck in bei ihnen einnehmen könnte.

Aber es gibt einen Unterschied zwischen einer zyklischen Verlangsamung – womit wir es anscheinend gerade zu tun haben – und einem Industriezweig in Schwierigkeiten.

Trotz allem sind die Wachstumsprognosen relativ stark. Die Industrie soll etwa 5,5 Milliarden USD im nächsten Jahr einnehmen. Einige Prognosen sehen sogar einen Umsatz von über 21 Milliarden USD im Jahr 2020 voraus – das wäre ein halsbrecherisches Wachstumstempo von 31 %.

Darüber hinaus gibt es noch einen anderen Umstand, der diesen Sektor so attraktiv macht. Ein Hightech-Drucker wird nur einmal verkauft und bleibt dann jahrelang im Betrieb, er braucht aber permanent andere Serviceprodukte, die wiederkehrende Einnahmen mit hohen Margen versprechen.

Aber in was sollte man jetzt investieren? Das ist eine schwierige Frage. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe Aktien von ExOne, 3D Systems und Stratasys letzten Februar gekauft. Ich finde es zu früh, um hier eine Auswahl zu treffen.

Aber ich denke, dass geduldige Investoren 2016 sehr gute Gelegenheiten finden werden, wenn diese Unternehmen erst wieder Fahrt aufnehmen. 3D Systems muss einen neuen CEO finden und die Investoren müssen verstehen, was er plant, um das Unternehmen nach vorne zu bringen. Genauso muss Stratasys eine Strategie ausarbeiten, denn beide Unternehmen hatten vor allem wegen ihrer aggressiven Übernahmepolitik große Probleme. Das wird wahrscheinlich Kosteneinsparungen und weitere Rationalisierungsmaßnahmen mit sich bringen, um sich auf profitables Wachstum zu konzentrieren.

Gleichzeitig müssen die kleineren Unternehmen zeigen, dass sie mit den größeren Rivalen mithalten können und, dass ihr enger Fokus auf einen bestimmten Markt oder Materiale wie Metalle sich auszahlen wird. Aber auch hier ist es noch zu früh, um ein Urteil zu fällen.

Unterm Strich? Rich und Adam sind für besser etablierte und vorhersehbare Wachstumsaktien als 3D Druck. Was das Potenzial betrifft, hat der 3D-Druck aber trotz aller Risiken, immer noch massives Potenzial.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt SolarCity und Tesla Motors. Motley Fool empfiehlt 3D Systems, General Motors und Stratasys.

Dieser Artikel wurde von Adam Galas, Jason Hall und Rich Smith auf Englisch verfasst und wurde am 13.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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