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Was du über die Zinssätze 2016 wissen musst

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Nach fast acht Jahren scheint es so, als würden die Zinsen 2016 wieder steigen. Um zu verstehen, was nächstes Jahr passieren könnte, wollen wir uns ansehen, warum die Zinsen heute so niedrig sind, warum die Fed sie jetzt anheben könnte und welche Auswirkungen das auf deine Finanzen haben könnte.

Die aktuellen Zinsen sind aus gutem Grund so niedrig

Die Zinsen zu senken, ist eines der Werkzeuge der Federal Reserve, um die Wirtschaft anzukurbeln. Niedrigere Zinsen unterstützen Unternehmen und Konsumausgaben. Sie machen auch Häuser leichter finanzierbar, wie wir nach der Finanzkrise gesehen haben.

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Für Unternehmen bedeuten niedrigere Zinsen billigere Kredite. Das wiederum gibt den Unternehmen einen Anreiz in Innovationen und neue Anlagen zu investieren, um die Produktivität in Zukunft zu erhöhen. In einem Umfeld mit hohen Zinsen kann es schwierig werden, einen vernünftigen Gewinn aus den Investitionen zu ziehen.

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Für Verbraucher machen niedrige Zinsen das Sparen weniger attraktiv, denn die Zinsen für Kreditausfälle, Geldmarktkonten und Sparkonto generieren nur geringe Zinsgewinne. Die Verbraucher tendieren in so einem Fall dazu, mehr Geld auszugeben als zu sparen. Dieses Geld könnte in die Börse investiert werden. Es könnte benutzt werden, um das Haus zu renovieren oder einfach, um öfter ins Restaurant zu gehen.

Auf dem Wohnungsmarkt bedeuten niedrige Zinsen, dass sich die Kosten beim Kauf einer Immobilie reduzieren. Bei einer 200.000-Dollar-Hypothek mit einem Zins von 7 % und einer 30jährigen Laufzeit müssen monatlich 1.331 USD gezahlt werden. Wenn wir den Zinssatz auf 4 % senken, dann sinkt die monatliche Zahlung auf 955 USD. Das ist eine Ersparnis von 28 % und ein starker finanzieller Anreiz für potenzielle Käufer.

Welche Zinsen werden wir 2016 haben?

Es ist unmöglich genau vorherzusagen, wo die Zinsen im nächsten Jahr stehen werden, aber die meisten Experten erwarten, dass jede Anhebung langsam vonstatten gehen wird, um die Märkte oder die Wirtschaft nicht unnötig zu verunsichern. Im Protokoll der Oktobersitzung der Fed sprach die Vorsitzende Janet Yellen die Umstellung an: „Eine stufenweise Erhöhung in den Zielbereich für die Leitzinsen wird wahrscheinlich angemessen sein.”

Aber welche genauen Zahlen sollte man als Experte erwarten? Es ist zwar nur eine Schätzung, aber bei der Wells Fargo Economic Group erwartet man, dass eine Hypothek mit 30jähriger Laufzeit bis Ende 2016 nur auf 4,2 % steigen wird. Bei den kurzfristigen Zinsen erwarten sie aber einen größeren Sprung, wobei der LIBOR von etwa 0,35 % auf 1,45 % steigen soll. Der Leitzins soll von 3,25 % auf 4,25 % steigen und die Fed Rate soll von 0,25 % auf 1,25 % steigen.

Sind steigende Zinssätze etwas Schlechtes für die USA?

Den Stimulus der niedrigen Zinsen zu beenden, scheint eine schlechte Idee zu sein, wenn wir bedenken, wie sie die Wirtschaft antreiben. Aber es muss nicht notwendigerweise so kommen.

Erstens führen zu niedrige Zinsen über einen zu langen Zeitraum zu hoher Inflation. Bisher ist das in diesem Wirtschaftszyklus noch nicht passiert, aber es ist eine ernste Sorge der Wirtschaft. Hohe Inflation ist eines der gefährlichsten Szenarien, da die Kaufkraft schnell abnimmt und damit effektiv den Lebensstandard mit jedem Tag verringert.

Zweitens kann billiges Geld auch Unternehmen und Einzelpersonen dazu verleiten, zu viele Schulden aufzunehmen, was schließlich zu Blasen und zum Konjunktursturz führen kann. Viele Experten verweisen auf den langen Zeitraum nach der Jahrtausendwende. Die niedrigen Zinsen waren damals einer der Hauptgründe für die Finanzkrise und den Kollaps des Immobilienmarktes 2008-2009.

Drittens deutet die der Fed damit an, dass die amerikanische Wirtschaft jetzt stark genug ist, um auch ohne den zusätzlichen Stimulus zu wachsen. Das BIP-Wachstum hat sich dieses Jahr verbessert und die Beschäftigung liegt auf dem höchsten Niveau seit der Rezession.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist die Entscheidung eine Andeutung, dass die US-Wirtschaft sich in guter Verfassung befindet, selbst wenn das bedeutet, dass Kredite jetzt teurer werden.

Was wäre am besten für die Investoren?

Für Investoren könnten die steigenden Zinsen eine Gelegenheit sein, um in ein paar interessante Aktien zu investieren. In aller Kürze: Ich glaube, dass es ein gutes Jahr für Bankaktien werden könnte.

Die Banken werden dank er höheren Nettozinsmargen von den höheren Zinsen profitieren. Diese messen den Unterschied zwischen dem, was eine Bank an Zinsen zahlt verglichen mit dem, was die Bank an Zinsen einnimmt. Ein Anstieg der Zinsen hilft den Banken, die Zinsen für Darlehen schneller zu erhöhen, als die Zinsen für Sparkonten. Dadurch erhöht sich effektiv der Gewinn ohne weitere Maßnahmen vorzunehmen.

Ausgehend von den Quartalsberichten und den Schätzungen der Analysten sind die Banken mit dem größten Gewinnpotenzial Bank of America (WKN:858388) und die Band mit dem größten Vermögen in Amerika, JPMorgan Chase (WKN:850628).

Sehen wir uns einmal Bank of America an. In den Quartalsberichten schätzt die Bank, dass bei einem Anstieg der Zinssätze um 1 % die Gewinne im nächsten Jahr um 3,85 Milliarden USD steigen sollten. Während der 12 Monate von Q4 2014 bis zum Ende von Q3 2015 meldete Bank of America Nettoeinnahmen von 16,3 Milliarden USD. Ein Anstieg um 3,85 Milliarden USD würde einem Anstieg von 24 % entsprechen.

Gleichermaßen könnte JP Morgan Chase bei einem Zinsanstieg von 1 % während des nächsten Jahres den Gewinn um mehr als 2,7 Milliarden USD erhöhen. Basierend auf dem gesamten Nettoeinkommen von 23,9 Milliarden USD aus den letzten 12 Monaten würde das einen Anstieg um 11,3 % bedeuten.

Was wird passieren? Wir werden abwarten müssen

Ob du deine Ausgaben für 2016 planst, dir eine Hypothek überlegst oder die Auswirkungen einer Leitzinsanhebung auf die Börse untersuchst, 2016 wird viel los sein. Die Fed, der Markt und jeder von uns hat dabei einen Sitz in der ersten Reihe. Wir werden aus nächster Nähe sehen, wie Aktien, Hypothekenzinsen und die Wirtschaft darauf reagieren. In jedem Fall wird es ein interessantes Jahr.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Wells Fargo. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Januar 2016 $52 Puts auf Wells Fargo. The Motley Fool empfiehlt Bank of America.

Dieser Artikel wurde von Jay Jenkins auf Englisch verfasst und wurde am 11.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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