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Die schlechtesten Hedgefonds des Jahres

Foto: Pixabay, geralt

Hedgefonds sollten eigentlich die besten Investoren der Welt sein, oder? Sie bekommen Millionen, wenn nicht Milliarden, um die besten Investitionen zu finden, die sonst keiner sieht. Das einzige Problem dabei ist, dass selbst diese Elite nicht immer richtig liegt.

Ein hartes Jahr für „Hedgies”

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels sind die Daten bis Ende Oktober verfügbar. In den 12 vorausgehenden Monaten sind die Hedgefonds quer durch die Bank um 3,09 % gestiegen. Der S&P 500 hat im selben Zeitraum 3,04 % geschafft. Für Investoren, die oft als die klügsten Köpfe an der Wall Street angesehen werden, ist das einfach nicht genug.

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Hedgefonds, die sich auf Nordamerika konzentrieren, weisen sogar eine noch geringere Nettorendite von 2,73 % auf. Aber das sind noch nicht die schlechtesten. Diese zweifelhafte Ehre gebührt den Fonds, die sich auf Schwellenländer konzentrieren, mit einer negativen Rendite von 0,3 % im selben Zeitraum.

Die Performance der Hedgefonds ist im Laufe des Jahres immer schlechter geworden. So zog sich das Ganze seit der schwierigen Situation im Sommer hin, die in allen Märkten zu sehen war.

SPX DATEN VON YCHARTS.

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Von Juni bis Juli diesen Jahres meldeten die Hedgefonds negative monatliche Renditen. Das ist der längste Abwärtstrend seit Juni bis November 2008. Bei diesem schwierigen Umfeld erging es einigen namhaften Hedgefonds aber noch viel schlimmer als ihren durchschnittlichen Wettbewerbern. Es folgen drei, die es wert sind, erwähnt zu werden.

1. Greenlight Capital Offshore, David Einhorn

Der berühmte Hedgefondsmanager und schlagzeilenträchtige David Einhorn und sein Hedgefonds Greenlight Capital haben ein schweres Jahr hinter sich. Das trifft besonders auf den Greenlight Capital Offshore Fonds zu, der am 31. Oktober 16,29 % verloren hatte.

Aber die schlechten Nachrichten könnten für Einhorn sogar noch schlechter werden, denn wie vor Kurzem angekündigt wurde, soll Keurig Green Mountain Coffee Roasters (WKN:A1XFME) an eine Gruppe privater Investoren verkauft werden. Der Fonds hielt eine Shortposition bei durchschnittlichen Kosten von 102 USD. Vor der der Publikmachung der Übernahme war diese Wette für Einhorn und Greenlight fast 50 % in den schwarzen Zahlen.

Durch die Übernahmen zu einem Preis, der bei 78 % über dem Kurs liegt, hat sich Einhorns drittbeste Investition des Jahres in Rauch aufgelöst. Wir werden abwarten müssen, bis der Fonds das nächste Mal seine Positionen veröffentlicht oder einen öffentlichen Kommentar dazu abgibt, um herauszufinden, ob der Fonds rechtzeitig verkauft hat. Aber bisher deutet alles darauf hin, dass die Sache nach hinten losgegangen ist.

2. Fortress Investment Group, Macro Fund, Mike Novogratz

Der vielleicht enttäuschendste Hedgefonds 2015, der Macro Fund der Fortress Investment Group, hatte Ende September 17,5 % verloren, als der Fonds seine Türen schloss und den Investoren ihr Geld zurückgab.

Die Entscheidung, den Fonds zu schließen kam nach einem Einbruch um 5 % im September. Das Unternehmen kündigte daraufhin an, dass Fondsmanager Mike Novogratz zurücktreten und sich sein Kapital an dem öffentlich gehandelten Unternehmen für mehr als 250 Millionen USD auszahlen lassen würde.

Novogratz sagte: „Ich glaube nicht, dass das aktuelle Umfeld dabei hilfreich ist, unsere besten Ergebnisse zu erreichen.” In diesem Fall verloren die Investoren fast 18 % ihres Geldes, während er mit einer Viertelmilliarde Dollar davonkommt. Man kann darüber streiten, welche „besten Resultate” er damit gemeint hat – seine oder die seiner Investoren.

3. Pershing Square Capital, Bill Ackman

Bill Ackmans Pershing Square Capital Fonds war bis 17. November um 20 % gefallen. Damit rangiert der Fonds am unteren Ende des Spektrums, egal wie man es auch drehen und wenden mag. 2014 war es noch ein Gewinn von 37 % gewesen.

Einige größere Wetten haben für Ackman und Co nicht zum gewünschten Ergebnis geführt, darunter Valeant Pharmaceuticals (WKN:A1C6JH), das im Jahresvergleich 35 % verloren hat. Ackman hat das Unternehmen öffentlich verteidigt, aber selbst seine Bemühungen konnten nichts gegen den anhaltenden Skandal um Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung und zweifelhafte Geschäftspraktiken ausrichten.

Seine Shortposition auf den Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln Herbalife (WKN:A0DNX7) war dieses Jahr ein besonders schlechtes Investment. Pershing behauptet, dass es sich bei Herbalife um ein Schneeballsystem handle und dass das Unternehmen aufgrund dieser illegalen Praktiken geschlossen werden sollte. Bisher sind die Regulierungsbehörden und der Markt nicht seiner Meinung: Herbalife hat im Vergleich zu vor einem Jahr 47 % gewonnen und ist, seit Ackman zum ersten Mal seine Shortposition am 20. Dezember 2012 angekündigt hatte, um 65 % gestiegen.

2015: Die harte Realität für Hedgefondsinvestoren

In Hedgefonds zu investieren ist den meisten Kleinanlegern nicht möglich. Wir haben einfach nicht genug auf der hohen Kante, um auch nur einen Fuß in die Tür zu bekommen. Aber bei solchen Renditen und himmelhohen Gebühren ist das vielleicht auch besser so.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Valeant Pharmaceuticals.

Dieser Artikel wurde von Jay Jenkins auf englisch verfasst und am 12.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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