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Können die hohen Renditen von GlaxoSmithKline und Royal Dutch Shell 2016 überleben?

Der FTSE 100 ist voll mit umwerfenden Renditen. Obwohl diese so erstaunlich sind, stellt sich die Frage, wie lange halten sie durch? Sei gewarnt, je höher sie sind, desto risikoreicher werden sie.

Glaxo ging nicht durch die Decke

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich GlaxoSmithKline (WKN:940561) als einer meiner Lieblingsaktien für 2015 angesehen. Ich hätte nicht falscher liegen können. Sie ist in den letzten 12 Monaten fast 10 % gefallen. Ich habe einfach nicht verstanden, wie tief die Probleme reichten. Das Unternehmen bleibt zu sehr von seiner Atemwegsbehandlung Advair abhängig. Diese frühere Gelddruckmaschine kommt nun unter Preisdruck in den USA und Europa. Die Pipeline von 40 neuen Medikamenten und Impfungen in den Phasen II und III ist hingegen noch nicht so weit, um den Verlust auszugleichen. Der Gewinn je Aktie fiel im dritten Quartal um 13 %, wobei dies größtenteils die Verwässerung aufgrund des Novartis-Deals widerspiegelt.

Viele Versprechen

Noch ist nicht alles verloren. Die Umsätze der Glaxo-Gruppe stiegen um 11 %, dank der Medikamente, Impfungen und Konsumentenprodukten, die zu dem Konzern gehören. Dies sollte die Bemühungen des Managements unterstützen, die normale jährliche Rendite von 80 Pence je Aktie in den kommenden geplanten drei Jahren bis 2017 zu zahlen. Die Dividendenrendite von 6,1 % wird durch das 1,2-Fache gedeckt. Glaxo benötigt das Geld also, um seine Bestrebungen zu erreichen.

Der Gewinn je Aktie sollte sich im kommenden Jahr erholen. Vorhersagen gehen von 11 % auf 84,33 Pence aus. Der Umsatz mag stagnieren, aber die Gewinne vor Steuern sollen um 5 GBP auf 5,75 GBP im kommenden Jahr steigen. Dies sollte dem Management die Möglichkeit geben, die Ausschüttung zu halten, besonders da es schon peinlich genug war, die bisherigen Versprechen zu brechen.

Unsicherheit bei Shell

Ich habe zwar bei Glaxo danebengelegen, aber wenigstens hatte ich den richtigen Riecher, um meine Aktien von Royal Dutch Shell (WKN:A0ER6S) zu verkaufen. Der Aktienpreis ist in den letzten zwölf Monaten um dicke 28 % gefallen. Schuld ist hauptsächlich der niedrige Ölpreis. Und da Saudi Arabien während des letzten OPEC-Treffens die Hoffnung zerstörte, die Produktion zu drosseln, könnte er noch weiter fallen.

Dies macht es für Shell wirklich unbequem, welches eine Dividendenrendite von 7,1 % verspricht. Die Ausschüttung soll in Zukunft gerade so durch den Gewinn gedeckt sein. Dies erhöht den Druck. Shell hat seit über 70 Jahren die Dividende nicht gekürzt, aber wir haben turbulente Zeiten und der stolze Rekord könnte im kommenden Jahr fallen.

Hohe Wellen

Die Nerven werden beansprucht, besonders da Shell einen Verlust im dritten Quartal von 6,1 Milliarden GBP eingefahren hat. Dies lag an Abschreibungen und niedrigeren Öl- und Gaspreisen. Sowohl die Nettoinvestitionen als auch die Dividendenzahlungen wurden jedoch durch den Cashflow gedeckt. Das Management ist zuversichtlich, dass das die Übernahme von BG Group den Cashflow weiter stärkt.

Die Rendite wird im Moment unterstützt und Kostensenkungen sollten Shell Zeit verschaffen. Der größte Teil der Verluste ist auf Abschreibungen zurückzuführen, die auf Anlagen gemacht wurden, die kein Öl produzieren. Das Unternehmen kann die Ölpreise eine Zeit lang aushalten, aber sollte sich der Ölpreis in der zweiten Jahreshälfte nicht erholen, bekommt das Unternehmen Probleme: 11,6 Milliarden GBP pro Jahr ist eine Menge Geld.

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The Motley Fool UK empfiehlt GlaxoSmithKline.

Dieser Artikel wurde von Harvey Jones auf Englisch verfasst und am 07.12.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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