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Aktien im Rückblick: VW-Aktie erholt sich, Aixtron bricht ein, Lufthansa profitiert vom niedrigen Kerosinpreis

Foto: Pixabay, geralt

Hoffnungen auf eine Erholung des DAX oder gar den Beginn einer Jahresendrally wurden in dieser Woche nicht erfüllt. Der steigende Eurokurs, niedrige Ölpreise und schlechte Nachrichten aus China drückten die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett.

Was war an der Börse los?

Die Enttäuschung über die Geldpolitik der EZB, die dem DAX (WKN:846900) in der Vorwoche einen schweren Dämpfer verpasst hatte, war am Montag anscheinend bereits vergessen. Das Börsenbarometer stieg um 1,3 % auf 10.886 Zähler.

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An die DAX-Spitze setzte sich die Aktie des Immobilienkonzerns Vonovia (A1ML7J), die 3,9 % zulegte. Der Grund für den Freudensprung: Das Bundeskartellamt hatte grünes Licht für die Übernahme des im MDAX (WKN:846741) gelisteten Wettbewerbers Deutsche Wohnen (WKN:A0HN5C) gegeben. Dessen Anteilscheine machten ebenfalls einen Hüpfer und verteuerten sich um 3,7 %.

Ans untere Ende der Standardwerte-Liste verschlug es RWE (WKN:703712). Die Anteilscheine des Versorgers litten nach einem starken Anstieg in der Vorwoche unter Gewinnmitnahmen und gaben 2,6 % ab.

Am Dienstag herrschte wegen schwacher Konjunkturmeldungen aus dem Reich der Mitte und des steigenden Eurokurses miese Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Der deutsche Leitindex verlor fast 2 % und notierte bei XETRA-Schluss mit 10.674 Zählern. Ein erneuter Rückgang des chinesischen Außenhandels im November und eine unerwartet starke Abnahme der Devisenreserven hatten an den asiatischen Märkten bereits Kursverluste verursacht.

Bei den deutschen Standardwerten verbuchte RWE mit einem Minus von 5,0 % erneut den größten Kursverlust. Die Anteilscheine des Konkurrenten E.ON (WKN:ENAG99) verbilligten sich um 4,3 %. Bester DAX-Wert war die Aktie von K+S (WKN:KSAG88), die nur minimal unterhalb des Vortagsniveaus notierte.

Am Mittwoch eröffnete der DAX im Plus, konnte im weiteren Verlauf der Handelssitzung seine Gewinne aber nicht verteidigen und zeigte bei deren Schluss beim Stand von 10.592 Punkten ein Minus von 0,8 %.  Marktteilnehmer begründeten das Schwächeln mit einem weiteren Anstieg des Euro gegen den US-Dollar.

Deutlich besser sah es bei Volkswagen (WKN:766403) aus. Die Vorzugsaktien des Wolfsburger Konzerns verbesserten sich um 6,2 %. Der Automobilhersteller hatte bekannt gegeben, dass weniger Fahrzeuge als zu Beginn der Abgasaffäre angenommen von Falschangaben zum CO2-Ausstoß betroffen seien. Der Schaden, so VW weiter, werde deshalb deutlich geringer als befürchtet ausfallen.

Die Aktie des Pharmakonzerns Bayer (WKN:BAY001) gab 2,1 % ab. Grund für den Preisverfall war die  Nachricht, dass die europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel Studiendaten zu einem umsatzstarken Blutgerinnungsmittel auf Unregelmäßigkeiten prüfen wolle.

Anteilscheine des Sportartikelherstellers adidas (WKN:A1EWWW) verbilligten sich um 3,1 %. Das Unternehmen hatte bei einer Investorenveranstaltung erklärt, dass steigende Löhne und höhere Einkaufspreise den Gewinnanstieg verlangsamen würden.

Am Donnerstag wechselte der DAX mehrfach zwischen Gewinn- und Verlustzone hin und her. Am Ende des Handelstages blieb beim Stand von 10.599 Punkten ein kleines Plus von 0,1 %.

Etwas stärkeren Auftrieb bekam die Aktie der Lufthansa (WKN:823212) nach der Mitteilung des Weltluftfahrverbands IATA, dass Airlines wegen des niedrigen Kerosinpreises in diesem und im kommenden Jahr starke Gewinnsteigerungen erwarten können. Die Papiere der Kranich-Linie legten 1,0 % zu. VW-Vorzüge profitierten erneut von den am Vortag bekannt gegebenen Details zur Abgasaffäre und setzten sich mit einem Aufschlag von mehr als 6 % an die DAX-Spitze.

Zu einem massiven Kurseinbruch kam es im TecDAX (WKN:720327): Die Anteilscheine des Spezialmaschinenbauers Aixtron (WKN:A0WMPJ) verloren 41,1 %. Ein chinesischer Kunde hatte zuvor das Volumen eines Großauftrags deutlich reduziert.

Am Freitag ging es mit dem DAX deutlich abwärts. Das Kursbarometer fiel bis 15:15 Uhr um rund 1,7 %. Erneut wurden der starke Eurokurs sowie der niedrige Ölpreis als Gründe für die Verluste genannt.

Wie geht es weiter?

Am Montag (15.12.) informieren uns die Statistiker über die EU-Industrieproduktion im Oktober. Am Dienstag (16.12.) legt der Handelskonzern Metro (WKN:725750) seine Jahreszahlen vor. Das ZWE berichtet über die Konjunkturerwartungen im Dezember. Aus den USA erreichen uns Daten zu den Verbraucherpreisen und Realeinkommen im November.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein angenehmes Adventswochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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