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Vorsicht: Diese 3 DAX-Dividenden sind in Gefahr

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Dividenden tragen einen erheblichen Teil zum Anlageerfolg bei. Seit der Dax vor gut 27 Jahren bei 1.000 Punkten aufgelegt wurde, gehen „nur“ 46 % des Wertgewinns auf Kurssteigerungen zurück, dagegen 54 % auf die Wiederanlage von Dividenden. Ich habe mir den DAX angesehen und drei Unternehmen gefunden, bei denen du 2016 leer ausgehen könntest.

Volkswagen AG (WKN:766400)

Über „Dieselgate“ ist seit dem Bekanntwerden im September unendlich viel geschrieben worden. Von den manipulierten Abgaswerten ist sicher auch der eine oder andere Fool-Leser als Besitzer eines Volkswagens selbst betroffen.

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Die Meldungen über die Folgen für VW klingen dramatisch, widersprechen sich aber auch teilweise. Von milliardenschweren Strafzahlungen und ebenso teuren Rückrufaktionen ist die Rede. Zwischenzeitlich wurde sogar das Überleben des Konzerns in Frage gestellt. Dann wieder soll ein kleines Teil für 10 EUR pro Wagen zur Schadensbehebung reichen. Das zeigt, dass niemand einen wirklichen Überblick über die Lage hat.

Tatsache ist, dass VW im 3. Quartal Rückstellungen von 6,7 Mrd. EUR gebildet und das Ergebnisziel für 2015 gesenkt hat, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Besonders die rechtlichen Risiken können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, deren Höhe heute noch nicht absehbar ist.

Ob es für 2015 eine Dividende geben wird, ist völlig offen. Das Land Niedersachsen, das 20 % der Stammaktien besitzt, ist auf jeden Cent angewiesen. Gegen eine Dividende spricht jedoch, dass die Mitarbeiter für 2015 keinen Bonus bekommen. Der einflussreichen Gewerkschaft ist unter diesen Umständen eine Zahlung an die Aktionäre nicht zu vermitteln.

Diese Situation und die zu erwartenden Schadenersatzzahlungen deuten für mich darauf hin, dass es im nächsten Jahr keine Dividende von VW geben wird.

Die DAX-Sorgenkinder: RWE (WKN:703712) und E.ON (WKN:ENAG99)

Früher galten Stromversorger als sichere Investments, sogenannte Witwen- und Waisenpapiere. Strom wird schließlich immer und überall benötigt. Die Atomkatastrophe von Fukushima und der anschließende Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung änderten 2011 jedoch alles.

Seit die erneuerbaren Energien Vorrang besitzen, stellen die konventionellen Kraftwerke der Stromriesen eine enorme Belastung dar. Die Atomkraftwerke werden bis 2022 stillgelegt und anschließend mit sehr hohen Kosten abgebaut. Gas- und Kohlemeiler müssen als Notreserve vorgehalten werden. RWE verliert mit 35 % bis 45 % seiner konventionellen Kraftwerke Geld. Bei E.ON dürfte es nicht anders aussehen.

Beide Konzerne ächzen unter hohen Schuldenlasten und die nicht mehr vorhandenen Zinsen wecken Sorgen, ob die Rückstellungen für die Entsorgung des Atommülls ausreichen werden. Die betrieblichen Ergebnisse, also der Gewinn aus der klassischen Energieversorgung, gehen bei beiden Gesellschaften seit Jahren zurück.

Aufteilung als letzter Ausweg

In dieser Situation haben beide Unternehmen jeweils ihre Aufspaltung beschlossen. Am Dienstag berichtete RWE über Pläne, die Geschäftsfelder erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb in einer neuen Tochterfirma zu bündeln und im Anschluss an die Börse zu bringen. Das konventionelle Kraftwerksgeschäft (Braunkohle, Atom) verbleibt bei RWE. Eine vergleichbare Entscheidung traf E.ON im letzten Jahr.

Die Zweiteilung dient jeweils den Interessen der Aktionäre, denn die Unternehmen werden dann in einen zukunftsfähigen Bereich und in einen konventionellen Teil zerlegt. Für den „alten“ Bereich mit den Atom-, Gas- und Kohlekraftwerken hoffen beide auf Staatshilfe. Unter dem Stichwort Kapazitätsmarkt fordern sie eine Vergütung für das Bereitstellen von Kraftwerken zu Zeiten, in denen kaum grüner Strom fließt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat das bislang ausgeschlossen.

Die Dividenden

Trotz der problematischen Lage haben sowohl RWE als auch E.ON stets Dividenden gezahlt, seit der Energiewende allerdings immer weniger. Die betrieblichen Ergebnisse waren bislang immer positiv und ließen die Zahlung einer Dividende sogar dann zu, wenn etwa außergewöhnliche Ereignisse unter dem Strich zu Verlusten führten. Das war beispielsweise 2014 bei E.ON der Fall, als Kraftwerke aufgrund der Marktsituation außerplanmäßig abgeschrieben werden mussten.

Der betriebliche Gewinn bei beiden zum 30. September war rückläufig. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen Abschreibungen und die eventuelle Neubewertung von Rückstellungen haben werden.

Von daher bleibt eine Vorhersage über die Dividende spekulativ. RWE ist in einer ähnlichen Situation wie Volkswagen. Auch hier gibt es mit der RWEB GmbH, in der ein Großteil der kommunalen Anteile gebündelt ist, einen Aktionär, der jeden Cent an Ausschüttung braucht. Andererseits passen Dividendenzahlungen und der gleichzeitige Ruf nach Staatshilfe nicht zusammen.

Dies gilt ebenso für E.ON. Bei den Düsseldorfern gibt es zwar keinen bestimmenden öffentlichen Anteilseigner, aber die rund 76 % institutionelle Anleger wie Fonds oder Versicherungen möchten natürlich auch Erträge sehen.

Aufgrund der positiven Betriebsergebnisse und der Wünsche der Aktionäre erwarte ich bei beiden Versorgern auch für 2015 eine Dividende, die allerdings weiter gekürzt werden dürfte.

Der Markt hat schon reagiert

Wenn bei langjährigen Dividendenzahlern plötzlich die Ausschüttung gefährdet ist, hat das natürlich auch Auswirkungen auf den Kurs. Schon der Wegfall selbst schreckt Aktionäre ab und die Gründe für den möglichen Ausfall sorgen für weiter fallende Notierungen. Somit ist es keine Überraschung, dass meine drei Kandidaten am Ende der Liste der DAX-Performer der letzten 52 Wochen stehen.

Du siehst also: Auch am Tabellenende geht es im DAX spannend zu.

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Peter Roegner besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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