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Alphabet überholt Apple und Amazon in diesem Wachstumsmarkt

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Google Chromecast von Alphabet (WKN:A14Y6H) ist laut dem Forschungsunternehmen Strategy Analytics das bestverkaufte Streaming-Gerät weltweit. Strategy Analytics schätzt, dass das Gerät von Google in Q3 35 % des Marktes eingenommen hat, gefolgt von Apple (WKN:865985) mit 20 % und 16 % für die beiden Angebote von Amazon (WKN:906866), FireTV und Roku.

GOOGLES NEUE CHROMECASTS. QUELLE : GOOGLE.

GOOGLES NEUE CHROMECASTS. QUELLE : GOOGLE.

Die 9,2 Millionen in Q3 verkauften Streamingboxen machten 17 % aller versendeten Connected TV-Geräte aus, was auch Smart TVs, Blu-Ray Player und Spielekonsolen miteinschließt. Strategy Analytics schätzt, dass die Gesamtverkäufe von Connected-TV-Geräten in diesem Jahr um 17 % auf 221 Millionen Einheiten steigen werden. Aber was bedeutet das für die Konkurrenten Apple und Amazon?

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Die Streaming-Strategie von Google

Google bearbeitet den Connected-TV-Markt mit zwei Plattformen: Android TV und Chromecast. Bei Android TV verlässt Google sich auf die Hersteller, um smarte TV-Geräte und TV-Boxen mit dem Android-Betriebssystem zu bauen, die dann Apps und Content von Google Play herunterladen. Diese Plattform ersetzt Google TV, ein ähnliches Projekt, das aufgrund der verspäteten Integration von Android und des Widerstandes der Contentprovider floppte. Android-TV-Produkte, die mit Apple TV und Fire TV vergleichbar sind, sind deutlich teurer und weniger beliebt als Chromecast.

Mit Chromecast überträgt Google mobile Apps, verschiedene Medien oder Content von Chrome auf ein Gerät, das 35 USD kostet und an den Fernseher angeschlossen wird. Diese Strategie zielt auf Kunden ab, die einfach nur den Content ihrer mobilen Geräte zum günstigsten Preis auf dem Fernseher haben wollen. Bestimmte iOS- und Android-basierte Spiele können auch auf dem Fernseher gespielt werden, wobei das Smartphone wie bei der Wii als Controller funktioniert.

Die direkte Konkurrenz sind der Fire TV-Stick von Amazon und der Streaming-Stick von Roku, die aber beide etwas mehr kosten. Ende September startete Google zwei neue Chromecastmodelle in Puckform – eines für Video und Apps und ein weiteres für Audio-Streaming.

Warum Chromecast so beliebt ist

Die Beliebtheit von Chromecast zeigt an, dass die Kunden einfache Streaming-Lösungen wollen, die ihre Smartphones oder Tablets als Schnittstellen benutzen. Größere Boxen kosten mehr, denn sie enthalten bessere Hardware, aber das ist für viele dieser Lösungen nicht nötig.

Für den Gelegenheitszocker macht es kaum einen Unterschied, ob er ein Spiel auf dem Apple TV für 149 USD, dem Fire TV für 100 USD oder über Chromecast spielt. Das neue Chromecast bietet auch flexiblere Gamingoptionen. Ein Spieler mit einem Androidgerät kann zum Beispiel über Chromecast ein Multiplayer-Spiel mit einem iPhone-Besitzer spielen.

DAS NEUE APPLE TV. QUELLE: APPLE.

Chromecast ist keine große Einnahmequelle für Google. Laut Schätzungen von Strategy Analytics hat Google im dritten Quartal wahrscheinlich 1,8 Millionen Chromecasts zu einem Preis von jeweils 35 USD verkauft. Das ergibt Einnahmen von 63 Millionen USD (0,3 % der Einnahmen aus dem Q3). Stattdessen ist es ein Teil des Ökosystems. Auf diese Art kontrolliert Google die Apps und den Content, den die Nutzer mit Chromecast streamen, und erhält dabei mehr Informationen über seine Nutzer, um zielgerichtete Anzeigen zu schalten. Das wiederum kommt dem Werbegeschäft zugute.

Man sollte Apple und Amazon noch nicht abschreiben

Aber bevor die Aktionäre von Alphabet sich zum Sieger im Krieg der Streamer erklären, sollten sie sich dessen bewusst werden, dass sich das im vierten Quartal ändern könnte. Das aggressive Marketing des neuen Apple TV könnte die Kräfteverhältnisse in der Weihnachtssaison deutlich zum Schaden von Chromecast verschieben. Die Entscheidung von Amazon, Apple TV und Chromecast aus dem Programm zu nehmen, könnte den Verkäufen von Chromecast schaden, da es eines der bestverkauften Elektronikgeräte auf Amazon war.

Apple und Amazon haben aber verschiedene Gründe, warum sie ihre Streaming-Geräte verkaufen. Im Fall von Apple könnte das Gerät mehr Einnahmen durch den Verkauf von Content und Apps generieren. Gleichzeitig könnte es als Basis für Apple Music dienen und für den lange geplanten TV-Streamingdienst. Diese digitalen Einnahmen könnten das Geschäft von Apple etwas diversifizieren und die Konzentration vom iPhone nehmen, das im letzten Quartal über 60 % der Einnahmen generiert hatte.

Amazon nutzt seine TV-Boxen, um die Nutzer von seinem Prime-Ökosystem abhängig zu machen. Ohne Prime-Mitgliedschaft können die Fire TV-Nutzer das Angebot von Fernsehsendungen, Filmen und Musik nicht nutzen. Aber sobald sie 99 USD pro Jahr zahlen, kaufen sie, wie Studien zeigen, mehr digitale und physische Produkte. Vor einigen Monaten behauptete das Forschungsunternehmen CIRP, dass der durchschnittliche Prime-Kunde 1.200 USD jährlich auf der Seite ausgibt, verglichen mit 700 USD für Nichtmitglieder.

DAS NEUE FIRE TV. QUELLE: AMAZON.

Der Kampf geht weiter

Google hat sich einen guten Vorsprung im Streaming-Markt erarbeitet, aber ich bin mir nicht sicher, wie lange das so bleiben wird, da andere Dienste mit mehr Funktionen immer kleiner und billiger werden. Ich glaube auch, dass die Markenkraft von Apple und das massive Ökosystem von Amazon Google die Kunden wegschnappen könnte. In jedem Fall werden Connected-TV-Geräte in den nächsten Jahren eine Schlüsselrolle im Kampf der Tech-Giganten spielen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon.com und Apple.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 04.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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