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Wo wird Gilead Sciences in 10 Jahren stehen?

Foto: Gilead Sciences

Wer klug genug, war vor 10 Jahren ein paar Aktien von Gilead Sciences (WKN:885823) zu kaufen, könnte heute ziemlich gut dastehen. Gilead hat in diesem Zeitraum massiv abgeräumt und seinen Aktionären Gewinne beschert, die im S&P 500 ihresgleichen suchen.

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Natürlich können interessierte Aktionäre nicht einfach die Uhr zurückdrehen und davon profitieren. Daher bleibt als einzige Möglichkeit, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wo die Aktie in 10 Jahren stehen wird. Eine gute Frage, die wir unseren Foolishen Autoren gestellt haben. Im Folgenden erfährst du, was sie sich darunter vorstellen.

Sean Williams:

Wo wird Gilead Sciences in 10 Jahren stehen? Wahrscheinlich höher als jetzt, wenn wir vom Kurs sprechen, aber das Unternehmen wird dann wahrscheinlich ein anderes sein.

Im Moment verlässt sich Gilead sehr auf seine antiviralen Medikamente wie Harvoni und Sovaldi gegen Hepatitis C und Stribild als Behandlung gegen HIV. Im dritten Quartal erreichte das Unternehmen damit Einnahmen von 7,7 Milliarden USD bei einem Gesamtumsatz von 8,21 Milliarden USD. Im Moment funktioniert diese Strategie gut. Es gibt laut Weltgesundheitsorganisation schätzungsweise 180 Millionen Menschen weltweit mit HCV. Damit wäre der Bedarf schon mal da. Es schadet auch nicht, dass keine andere HCV-Therapie auf dem Markt die Wirkung und einfache Einnahme wie Gilead bietet.

Aber im Jahr 2025 wird Gilead wahrscheinlich anders aussehen. Das Unternehmen wird wohl immer noch eine Größe im Hepatitis-C-Markt sein, aber bis dahin wird es auch noch ein halbes Dutzend andere Anbieter in diesem Segment geben. Bis 2025 könnte Gilead genug Zulassungen für andere häufige Leberkrankheiten erhalten haben, wie die nichtalkoholische Steatohepatitis und Hepatitis B. Der steigende Wettbewerb auf dem Hepatitis-C-Markt könnte den großzügigen Margen von Gilead schaden, aber ich habe ernste Zweifel daran, dass das bei den Gewinnen von Gilead viel ausmachen wird.

Die größte Veränderung sehe ich bei der Ausweitung des Produktportfolios auf die Onkologie und den Bereich Entzündungen und Atemwege. Zydelig (das wissenschaftlich als idelalisib bekannt ist) scheint vielversprechend bei der Behandlung bestimmter Arten von Leukämie. Der JAK-Hemmer Momelotinib könnte im Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs und Myelofibrose, einer seltenen Art von Knochenmarkkrebs ein Erfolg werden. In der Pipeline verdient noch ein anderes Medikament deine Aufmerksamkeit: Das GS-5745, das weitreichende Anwendung im Bereich rheumatoide Arthritis und COPD finden könnte.

Ich glaube auch, dass sich das Wachstum in den nächsten 10 Jahren verlangsamen wird, aber selbst bei mäßigem Preisdruck würde ich immer noch erwarten, dass sich Umsatz und Gewinn bis 2025 verbessern.

Brian Feroldi:

Zehn Jahre sind eine lange Zeit für Gilead — lange genug, um neue Medikamente von der ersten Phase der klinischen Tests bis zur Zulassung zu begleiten. Daher ist es sinnvoll, hier nach den ersten Anhaltspunkten dafür zu suchen, wohin sich das Unternehmen in den kommenden 10 Jahren bewegen wird.

Gilead verfügt über eine ganze Reihe von Medikamenten im Frühstadium der klinischen Tests. Diese sind dazu gedacht, die Führungsposition in den Kernmärkten (HIV/AIDS und Hepatitis C) auszubauen. Aber davon einmal abgesehen experimentiert Gilead auch mit Medikamenten für mehrere andere Krankheiten. Gilead hat bisher ein beeindruckendes Portfolio aufgebaut, das eines Tages Krankheiten in den Bereichen Hämatologie, Onkologie, Entzündungen, Atemwege und Herz-Kreislauf behandeln könnte.

Ein besonders vielversprechender Bereich ist die Behandlung von rheumatoider Arthritis. Die aktuell führende Behandlung ist Humira von AbbVie. Humira war im letzten Jahr der absolute Bestseller unter den Medikamenten mit 3,6 Milliarden USD Umsatz allein im letzten Quartal. Obwohl Humira gerade erst die Zulassung für einige andere Krankheiten erhalten hat, tut sich hier eine riesige Gelegenheit für Gilead auf. Daher sollte man ein Auge auf die zwei Phase-I-Medikamente in in diesem Bereich haben.

Natürlich haben alle diese Medikamente noch jahrelange Entwicklungszeiten vor sich und viele davon werden es wahrscheinlich nicht in die Apotheken schaffen. Aber da Gilead auf eine so lange und erfolgreiche Geschichte voller innovativer neuer Behandlungen zurückblicken kann, erwarte ich, dass sich zumindest eines dieser Medikamente in zehn Jahren gut verkaufen wird.

Cheryl Swanson:

Wenn ich daran denke, wo der Biotech-Riese Gilead Sciences in 10 Jahren stehen könnte, dann fallen mir ein paar Dinge ein. Erstens wächst Gilead mit atemberaubender Geschwindigkeit. Im letzten Quartal hatte Gilead auf Unternehmensebene das größte Gewinnwachstum des gesamten Gesundheitssektors. Wenn man Gilead ausklammert, dann würde das Gewinnwachstum laut FactSet von 14,6 % auf 9,9 % fallen.

Wie meine Kollegen schon herausgestellt haben, ist die Pipeline der Dreh- und Angelpunkt. Aber ich glaube, dass die Kompetenz von Gilead, kluge Übernahmen zu tätigen, das langfristige Wachstum antreiben wird. Die Fähigkeit, mit der Gilead Medikamente findet, kauft und zu Geld macht, ist eine Klasse für sich. Der erste Topseller war das Medikament Viread, das 1991 von einem europäischen Labor gekauft und anschließend zu einer der meistbenutzten Komponenten in HIV-Medikamenten wurde. Eine ganze Reihe von erstaunlich erfolgreichen Übernahmen folgten, darunter auch das kleine amerikanische Biotech-Unternehmen Pharmasset, das Gilead 2011 für 11 Milliarden USD kaufte. Innerhalb von 3 Jahren brachte Gilead Sofosbuvir nach einer Reihe mutiger und riskanter Testläufe unter dem Namen Sovaldi auf den Markt, das sich inzwischen zum Megaseller entwickelt hat.

Gilead wird einige Probleme lösen müssen und es wird ihnen auch nicht immer gelingen, in jedem Quartal gute Neuigkeiten zu liefern. Aber vor 10 Jahren betrugen die Jahreseinnahmen von Gilead magere 2 Milliarden USD. Dieses Jahr werden Einnahmen zwischen 30 und 31 Milliarden USD erwartet. Und in 10 Jahren? Es gibt natürlich keine Garantien, aber ich erwarte, dass dieses Biotech-Unternehmen uns auch dann noch von den Socken reißen wird.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Brian Feroldi, Cheryl Swanson und Sean Williams  auf Englisch verfasst und wurde am 30.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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