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Aktien im Rückblick: DAX-Ausverkauf nach EZB-Entscheid, RWE plant Konzernumbau

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Am kommenden Sonntag brennt bereits die zweite Kerze auf deutschen Adventskränzen. Zuvor brannten bei Frankfurter Börsenakteuren ein paar Sicherungen durch. Vor allem kurzfristig orientierte Marktteilnehmer waren am Donnerstag not amused, weil ihnen die EZB nicht das zum Nikolaus schenken wollte, was sie bestellt hatten: Viel, viel mehr Zentralbankgeld. Stattdessen gab’s nur ein bisschen mehr – und das entsprach nicht dem, was die Parkettastrologen vorhergesagt hatten.

Kein Wunder also, dass der DAX am vorletzten Handelstag der Woche massiv einbrach. Aber es gab auch Aktionäre, die sich über gute Unternehmensnachrichten und steigende Kurse freuen konnten…

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Was war an der Börse los?

Vielen Börsianern reichte die Hoffnung auf billiges Zentralbankgeld, um glücklich zu sein. Am Montag waren die Marktakteure anscheinend sehr zufrieden: Nach einem Plus von 1,6 % in der Vorwoche gönnte sich der DAX (WKN:846900) einen weiteren Anstieg um 0,8 % und schloss mit 11.382 Punkten. An die Spitze des deutschen Leitindex setzte sich die Vorzugsaktie von Volkswagen (WKN:766403), deren Kurs um mehr als 6 % stieg.

Nicht ganz so gut lief es beim Immobilienkonzern Vonovia (WKN:A1ML7J), auf dessen Hauptversammlung die Aktionäre eine Kapitalerhöhung beschlossen hatten, um mit dem frischen Geld die feindliche Übernahme des Branchenzweiten Deutsche Wohnen (WKN:A0HN5C) zu finanzieren. Vonovia-Papiere verbilligten sich um mehr als 3 % und setzten sich am unteren Ende der DAX-Tabelle fest. Die Aktie der Deutsche Wohnen legte rund 1 % zu.

Am Dienstag konnte der DAX seinen Weg nach oben nicht fortsetzen und gab 1,1 % auf 11.261 Zähler ab.

Besonders hohe Verluste hatten die Aktionäre von Linde (WKN:648300) zu beklagen. Der Industriegase-Spezialist hatte vor Handelsbeginn seine Erwartungen für 2017 reduziert und darüber geklagt, dass die globale Industrieproduktion zu langsam wachse und seine Produkte deshalb nicht wie erwartet nachgefragt würden. Ganz schnell ging es danach beim Aktienkurs abwärts. Am Schluss der Handelssitzung blieb ein Minus von mehr als 14 %.

An die Spitze der Blue-Chip-Liste schickten die Marktteilnehmer die Aktie von RWE (WKN:703712) und spendierten ihr ein Kursplus von über 16 %. Der Grund für den Freudensprung: Der Vorstand des Versorgers hatte angekündigt, die Geschäftsbereiche Netz, Vertrieb und Alternative Energien in eine neue Gesellschaft auszugliedern. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Der Aufsichtsrat muss diesem Plan noch zustimmen.

Einen Tag vor dem EZB-Zinsentscheid hielten sich die Marktteilnehmer mit Engagements zurück. Dennoch sah es zunächst so aus, als könne der DAX am Mittwoch einen Teil der Miesen vom Vortag wettmachen. Am frühen Nachmittag schaltete der Index aber in den Rückwärtsgang und verlor bis zum XETRA-Schluss moderate 0,6 % auf 11.190 Punkte.

Deutlich weiter abwärts ging es beim Salz- und Düngemittelhersteller K+S (WKN:KASG88), dessen Börsenkurs um 4,8 % fiel. Damit liegt der Preis der Anteilscheine wieder in dem Bereich, in dem er sich vor den wieder aufkeimenden Gerüchten über eine Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash bewegt hatte.

Am Donnerstag brach Enttäuschung auf dem Parkett aus, nachdem die EZB verkündet hatte, dass sie ihr Anleihekaufprogramm zwar bis März 2017 verlängern, den monatlichen Einsatz von 60 Milliarden Euro aber nicht erhöhen wollte.

Diese geldpolitische Maßnahme ging den meisten Marktteilnehmern nicht weit genug. Das deutsche Kursbarometer fiel um 3,6 % auf 10.789 Punkte. Der Euro legte gegenüber dem US-Dollar um rund 4 Cent zu.

Am härtesten erwischte es Aktionäre von Daimler (WKN:710000), deren Papiere sich um 5,3 % verbilligten. Bester DAX-Wert war die Aktie von E.ON (WKN:ENAG99), die lediglich 0,3 % abgab.

Am Freitag hatten die Gemüter sich zwar noch nicht vollständig beruhigt, aber die Verluste hielten sich in Grenzen. Der DAX verlor bis 15:00 Uhr lediglich 0,4 %

Wie geht es weiter?

Am Montag (07.12.) liefern uns die deutschen Statistiker Daten zur Industrieproduktion im Oktober. Der sentix Konjunkturindex für Dezember wird veröffentlicht. Die Commerzbank (WKN:CBK100) erklärt uns, was ihre Experten in der Glaskugel gesehen haben und liefert ihren Konjunkturausblick für 2016.

Am Dienstag (08.12.) können sich unsere Freunde aus Österreich genauer als sonst über den deutschen Aktienmarkt informieren: Die Wiener Börse bleibt wegen eines Feiertags geschlossen.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein angenehmes Wochenende!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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