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Ströer auf digitalem Höhenflug – und das Ende ist noch nicht in Sicht

Die Ströer SE (WKN:749399) setzt stark auf den digitalen Ausbau, zuletzt durch den Zukauf der beiden Unternehmen T-Online.de und Interactive Media. Ströer sichert sich dadurch Marktanteile und treibt eine Konsolidierung des Marktes für Onlinevermarktung voran. Warum das Ströer zu einem noch besseren Unternehmen macht, erfährst du hier.

Hohe Wachstumsaussichten und Potenziale im Content Geschäft

Das Traditionsgeschäft der Ströer SE ist im Bereich der Außenwerbung angesiedelt, in Zügen, auf Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen, Plakaten oder Infoscreens.

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In digitale Sphären wagte sich das Unternehmen erst 2013. Seitdem verzeichnet dieses Segment laut Geschäftsbericht mit 90,8 % das stärkste Umsatzwachstum aller Geschäftsbereiche des Konzerns im vergangenen Jahr. 2015 kaufte Ströer dann Deutschlands meistbesuchte Webseite nach Content, T-Online.de sowie den Online Vermarkter Interactive Media, beides ehemalige Sparten der Deutschen Telekom (WKN:555750). Neben einem zusätzlichen Umsatz von ca. 100 Mio. EUR bedeutet der Zukauf von T-Online.de für Ströer auch mehr als 25 Millionen Besucher pro Monat.

Während im Jahr 2014 ein Konzerngesamtumsatz von 721 Mio. EUR erwirtschaftet wurde, rechnet das Unternehmen in 2016 durch die Zukäufe mit einer Umsatzsteigerung von insgesamt fast 40 % auf rund 1 Milliarde Euro.

Die von Ströer gegründete Content Group verfolgt schon seit längerem das Ziel Wachstum und Einnahmen durch Inhalt zu generieren, was sich durch bereits getätigte Investitionen in Plattformen wie Giga TV, Spieletipps oder kino.de zeigt. Alleine die Übernahme von T-Online.de bedeutet einen starken Ausbau des Content Portfolios von Ströer und ist damit ein konsequenter Schritt hin zur Positionierung als digitales Multi-Channel-Medienhaus.

Geringere Abhängigkeiten machen Ressourcen frei

Ein weiteres Argument, weshalb diese Strategie Ströer zu einem noch stärkeren Unternehmen macht, ist die Tatsache, dass das Unternehmen, durch eine stärkere Fokussierung auf den Digitalbereich, seine Abhängigkeit von den Flächenbesitzern der Außenwerbung, wo Kunden von Ströer wiederum ihre Werbeflächen anbringen, senkt. Denn die Besitzer der Flächen sind häufig Städte, mit denen kommunale Konzessionsverträge, also einmalig und für mehrere Jahre zu bezahlende Werberechte, an den betreffenden Flächen abgeschlossen werden müssen. Dies verursacht hohe Reinvestitionskosten, die langfristig Kapital binden. Je geringer diese Investitionen für Ströer sind, desto mehr Kapital hat das Unternehmen, um es in anderweitiges Wachstum zu investieren.

Eine höhere Produktvielfalt kommt auch den Kunden zugute

Des Weiteren setzen auch die Kunden, also Werbetreibende, stärker auf das Online Geschäft. Durch die Konsolidierung verschiedener Online-Vermarkter kann Ströer für seine Kunden eine größere Reichweite und spezifischer abgestimmte Nutzerdaten anbieten, um so auch die eigene Werbewirkung zu erhöhen. Ströer verfolgt indes seine Strategie konsequent weiter, beispielsweise durch den bald anstehenden Zukauf des Digital-Vermarkters für regionale Tageszeitungsverlage, OMS. So wird der Weg für eine höhere Produktvielfalt und nachhaltigere Einnahmen geebnet.

Jüngste Umsatzprognosen zeigen bereits positive Auswirkungen der Strategie

Aufgrund der Fokussierung auf die Wachstumschancen des zukunftsträchtigen Online Geschäfts sowie der sich einstellenden Marktkonsolidierung setzt Ströer viele positive Signale, mit den jüngsten Investitionen aber auch die bereits erkennbaren positiven Auswirkungen bei der Umsatzprognose. Das Unternehmen ist daher einen zweiten Blick wert, und meiner Meinung nach bietet die Aktie auch nach den hinter uns liegenden Kurssteigerungen noch Luft nach oben.

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Daniela Kögel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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