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RWE hui, Linde pfui – und alle warten auf Donnerstag: Was du am Mittwoch wissen musst

Foto: Pixabay, RyanMcGuire

Normalerweise geht es an unseren Arbeitsplätzen wie auf Robinsons Insel zu: Man hofft auf Freitag. Auf dem Frankfurter Parkett und in deutschen Händlerstübchen ist das in dieser Woche anders. Man wartet auf den EZB-Präsidenten Mario Draghi, der sich am Donnerstag zu Wort meldet. Dann fällt nämlich der Zinsentscheid der Zentralbank. Allgemein wird erwartet, dass die EZB die Märkte weiter mit billigem Geld fluten wird.

Sowas ist gut für Aktien. Allerdings können auch Unternehmensmeldungen für steigende Kurse sorgen. Das zeigte am Dienstag ein zuletzt arg gebeutelter Betreiber von Atomkraftwerken und Braunkohle-Dreckschleudern. Starke Abwärtsbewegungen können Nachrichten aus den Konzernzentralen natürlich ebenfalls auslösen – wenn die Marktteilnehmer sie in den falschen Hals kriegen…

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Was war an der Börse los?

Vielen Börsianern reicht die Hoffnung auf billiges Zentralbankgeld, um glücklich zu sein. Am Montag waren die Marktakteure anscheinend sehr zufrieden: Nach einem Plus von 1,6 % in der Vorwoche gönnte sich der DAX (WKN:846900) einen weiteren Anstieg um 0,8 % und schloss mit 11.382 Punkten. An die Spitze des deutschen Leitindex setzte sich die Vorzugsaktie von Volkswagen (WKN:766403), deren Kurs um mehr als 6 % stieg.

Nicht ganz so gut lief es beim Immobilienkonzern Vonovia (WKN:A1ML7J), auf dessen Hauptversammlung die Aktionäre eine Kapitalerhöhung beschlossen hatten, um mit dem frischen Geld die feindliche Übernahme des Branchenzweiten Deutsche Wohnen (WKN:A0HN5C) zu finanzieren. Vonovia-Papiere verbilligten sich um mehr als 3 % und setzten sich am unteren Ende der DAX-Tabelle fest. Die Aktie der Deutsche Wohnen legten rund 1 % zu.

Am Dienstag konnte der DAX seinen Weg nach oben nicht fortsetzen und gab 1,1 % auf 11.261 Zähler ab.

Besonders hohe Verluste hatten die Aktionäre von Linde (WKN:648300) zu beklagen. Der Industriegase-Spezialist hatte vor Handelsbeginn seine Erwartungen für 2017 reduziert und darüber geklagt, dass die globale Industrieproduktion zu langsam wachse und seine Produkte deshalb nicht wie erwartet nachgefragt würden. Ganz schnell ging es danach beim Aktienkurs abwärts. Am Schluss der Handelssitzung blieb ein Minus von mehr als 14 %.

An die Spitze der Blue-Chip-Liste schickten die Marktteilnehmer die Aktie von RWE (WKN:703712) und spendierten ihr ein Kursplus von über 16 %. Der Grund für den Freudensprung: Der Vorstand des Versorgers hatte angekündigt, die Geschäftsbereiche Netz, Vertrieb und Alternative Energien in eine neue Gesellschaft auszugliedern. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Der Aufsichtsrat muss diesem Plan noch zustimmen.

Am Mittwoch sah es zunächst so aus, als könne der DAX einen Teil der Verluste wettmachen. Am frühen Nachmittag fiel das Kursbarometer jedoch unter das Vortagsniveau, um sich dann wieder langsam hochzuarbeiten. Um 16:30 Uhr betrug das Minus noch etwa 0,2 %.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (03.12.) werden der deutsche Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe und sein EU-Pendant veröffentlicht. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB), dessen Bekanntgabe für 13:45 Uhr angekündigt ist. In den USA gibt es Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie zu den Industrieaufträgen im Oktober. Außerdem wird in den Vereinigten Staaten ebenfalls der November-Wert des Einkaufsmanagerindex fürs Dienstleistungsgewerbe bekannt gegeben.

Am Freitag (04.12.) erfahren wir Neues über den Auftragseingang bei der deutschen Industrie im Oktober. In den USA werden der Arbeitsmarktbericht für November und die Handelsbilanz für Oktober vorgelegt.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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