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Es gibt Mittel und Wege, auch von den aktuellen Ölpreisen zu profitieren

Foto: Pixabay

Den meisten Investoren hat es schon gereicht, den Ölpreis bei unter 50 USD zu sehen, um aus dem Energiesektor auszusteigen. Mit einigen wenigen Ausnahmen hat fast jedes Unternehmen, das in der Produktion von Öl, Erdgas oder Kohle tätig ist, Schwierigkeiten, bei den aktuellen Preisen Gewinne zu machen. Aber nur weil die Produzenten Probleme haben, heißt das nicht, dass man schon in Deckung gehen sollte. Es gibt ein paar Unternehmen, die auch bei einem Ölpreis von 50 USD oder noch tieferen Preisen, Gewinn machen können. Werfen wir mal einen Blick darauf, warum niedrige Ölpreise nicht das Ende vom Lied sind und wonach man Ausschau halten sollte.

Angebot und Nachfrage liegen näher beieinander als du glaubst

In etwas mehr als einem Jahr ist der Ölpreis um mehr als 50 % gefallen, weil alle glauben, dass die Welt so viel Öl hat, dass wir nicht wissen wohin damit. Das heißt, wir brauchen entweder einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage oder der Preis geht noch weiter nach unten. Zumindest wird das momentan an der Börse erzählt. Laut der Internationalen Energieagentur betrug die weltweite Ölproduktion 1,6 Millionen Barrel mehr als die aktuelle Nachfrage. Das mag sich nach viel anhören, aber das sind in Wirklichkeit nur 1,7 % mehr als die 95,3 Millionen Barrel, die wir jeden Tag weltweit verbrauchen.

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Diese eher geringe Überschussmenge war die treibende Kraft hinter dem massiven Absturz der Ölpreise und damit auch der Energieaktien. Die amerikanische Energy Information Administration geht bei der inländischen Produktion in diesem Jahr bisher von einem Rückgang von 275.000 Barrel pro Tag aus. Das sind etwas weniger als 3 % und wir sprechen immerhin von dem Öl produzierenden Land mit dem potenziell stärksten Rückgang. Aus diesen Zahlen kann man viel lernen. Während der Ölpreis stark schwanken kann, gibt es wenig Fluktuation bei der tatsächlichen Förderung von Öl und Gas.

Für das Investieren bedeutet das folgendes: Ein Geschäftsmodell, wo der Erfolg eines Unternehmens von der Menge Öl und Gas abhängt und weniger vom Preis, wird sich wahrscheinlich auch unter den derzeitigen Umständen relativ gut schlagen. Damit wären wir auch bei den Midstream- und Pipelineunternehmen dieser Welt angelangt. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die sich ausschließlich um den Transport, die Lagerung und die Logistik von Öl, Gas und Raffinerieprodukten kümmern, von der Quelle bis hin zu den Verteilungszentren und zu den Verbrauchern.

Wie findet man diese Unternehmen?

Um eines vorweg klarzustellen: Es ist wirklich sehr schwer, ein Unternehmen zu finden, das zu 100 % von den Rohstoffpreisen unberührt bleibt. Manchmal verlangen die Midstream-Unternehmen nämlich einen Anteil am Gewinn. Damit schwanken die Preise auch im Lauf der Zeit. Meistens verlangen sie aber feste Gebühren. Wenn man nach solchen Pipelineunternehmen sucht, dann sollte man auf eine Sache achten: Ein hoher Prozentsatz am Gewinn sollte aus vertraglich festgeschriebener Vergütung bestehen.

Sehen wir uns so ein Unternehmen an, um zu sehen, warum das so wichtig ist: Magellan Midstream Partners (WKN:358665). Magellan ist ein Midstream-Unternehmen, das einen Großteil seiner Einnahmen mit dem Transport und der Lagerung von raffinierten Ölprodukten wie Benzin und Diesel verdient. Dieses Unternehmen schützt seinen Cashflow dadurch, dass etwa 85 % der Bruttobetriebsgewinne mit vertraglichen Festpreisen abgerechnet werden.

QUELLE : MAGELLAN MIDSTREAM PARTNERS ANLEGERPRÄSENTATION

QUELLE : MAGELLAN MIDSTREAM PARTNERS ANLEGERPRÄSENTATION

Diese Vorhersehbarkeit beim Cashflow gibt dem Management von Magellan große Planungssicherheit und führt zu planbarem Wachstum und stetig steigenden Dividenden für die Investoren.

QUELLE: MAGELLAN MIDSTREAM PARTNERS ANLEGERPRÄSENTATION

Nicht jedes Unternehmen in diesem Bereich verfügt über diese Planungssicherheit und einige Unternehmen nutzen auch andere Methoden, um ihre Cashflowströme auszugleichen wie Termingeschäfte und Optionen. Bei der Suche nach Investitionen sollte man sich an eine Faustregel halten und nach Unternehmen suchen, die mehr als 75 % ihrer Bruttogewinne oder Einnahmen mit vertraglichen Festpreisen erzielen. Alles darunter kann den Cashflow in ernste Mitleidenschaft ziehen, wenn es mit den Preisen abwärts geht.

Ansichten eines Fools

Ich gebe zu, dass Investitionen in den Midstream-Bereich eher defensive Investitionen sind. Selbst in schweren Zeiten wie jetzt machen sie Gewinne und schütten Teile davon auch an die Aktionäre aus. Aber sie werden auch nicht den Markt überflügeln, wenn die Rohstoffpreise hoch sind. Was du hier kaufst, sind Unternehmen, die in guten wie in schlechten Zeiten zuverlässig Geld verdienen und ihre Aktionäre mit hohen Dividenden belohnen. Aber auch das kann langfristig eine ziemlich lukrative Investition sein.

MMP DATEN VON  YCharts (Anmerkung: Die Gesamtrendite bezieht sich auf Kursgewinne und wieder investierte Dividenden)

Wenn du also bei den fallenden Öl- und Gaspreisen ein mulmiges Gefühl bekommst, dann solltest du vielleicht mal einen Blick auf ein Midstream-Unternehmen werfen.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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Motley Fool empfiehlt Magellan Midstream Partners.

Dieser Artikel wurde von Tyler Crowe auf Englisch verfasst und wurde am 25.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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