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VW gibt (zumindest) ein paar Details bekannt, wie es jetzt weiter geht

Foto: Pixabay, Mahal

Langsam kommt Volkswagen (WKN:766400) mit den Plänen heraus, wie sie Millionen von Fahrzeugen mit illegalen Abgaskontrollsystemen in Ordnung bringen wollen.

Zumindest in Europa könnten die Kosten niedriger ausfallen, als einige Analysten bisher befürchtet hatten. Aber die Regulierungsbehörden in den USA könnten VW immer noch dazu zwingen, einige der betroffenen Autos zurückzukaufen und das wird nicht billig.

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In den USA sind zwei Arten von Dieselmotoren betroffen

VW hat bereits zugegeben, Millionen von Dieselfahrzeugen mit einer Software verkauft zu haben, die das Abgaskontrollsystem nur dann aktiviert, wenn es Testbedingungen erkennt. Beim normalen Fahrbetrieb werden diese Systeme abgestellt, wodurch deutlich mehr Schadstoffe ausgestoßen werden als in den USA und Europa erlaubt sind.

Die amerikanische Umweltbehörde EPA und das California Air Resources Board (CARB) verlangen von VW, die betroffenen Fahrzeuge zu reparieren. Zwei der betroffenen Motoren wurden in den USA verkauft. Bei beiden handelt es sich um Dieselmotoren mit Turbolader: Einen 2.0 Liter Vierzylinder- und einen 3.0 Liter Sechszylindermotor.

Jeder VW, Audi und Porsche mit Dieselmotor, der beginnend mit dem Modelljahr 2009 in den USA verkauft wurde, verfügt über einen dieser Motoren. Es scheint, als wenn alle davon zurückgerufen und modifiziert werden müssten, um mit den Emissionsstandards in den USA und Kalifornien in Einklang gebracht zu werden.

Die Millionen verkaufter Fahrzeuge in Europa werden auch auf die eine oder andere Art repariert werden müssen. Aber die Emissionsgesetze in Europa sind weniger streng und die Reparatur ist relativ einfach.

Die Reparatur in Europa ist „machbar”, aber in den USA könnte es umfangreicher (und auch teurer) werden.

VW gab am Mittwoch einige Einzelheiten darüber bekannt, wie das Unternehmen plant, die betroffenen Fahrzeuge mit Vierzylindermotor in Europa zu reparieren. Die dazu nötigen Maßnahmen sind überschaubar. VW erwartet, dass die Reparatur pro Auto weniger als eine Stunde dauern soll. Einige Tage zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass VW-Chef Matthias Müller den VW-Managern gesagt hätte, dass die Reparaturmaßnahmen für die 8,5 Millionen betroffenen Fahrzeuge in Europa die Ressourcen des Unternehmens nicht überbeanspruchen würden. „Der Aufwand für die Nachrüstung ist technisch, mechanisch und finanziell machbar.” sagte er laut diesem Bericht.

In den USA wird es dagegen mit großer Sicherheit eine ganz andere Geschichte, denn dort sind die Grenzwerte niedriger. Letzten Freitag übermittelte VW einen Plan an die amerikanischen Regulierungsbehörden, die jetzt bis zum 21. Dezember Zeit haben, um diesen zu bewerten. Bisher sind davon noch keine Einzelheiten bekannt, aber wir haben eine Ahnung davon, was die Regulierungsbehörden denken. CARB-Chefin Mary Nichols sagte letzte Woche in einem Interview mit dem Handelsblatt:

Es gibt drei Generationen von Fahrzeugen, von denen wir hier sprechen. Es scheint, als ob die neueren Fahrzeugen mit einer Softwarelösung mit den erlaubten Emissionsstandards in Einklang gebracht werden können. Die mittlere Generation könnte auch einen Hardwarezusatz zu der Software benötigen. Die ältesten Fahrzeuge, die sogenannte Gen1 werden eine Nachrüstung brauchen. Wir sind auch etwas besorgt aufgrund unserer früheren Erfahrung mit Nachrüstungen. In der Vergangenheit haben wir es schon erlebt, dass Nachrüstungen nicht so gut funktioniert haben, wie sie hätten sollen, selbst wenn sie vom Originalhersteller durchgeführt wurden. Daher glaube ich, dass es wahrscheinlich ist, dass sie am Ende zumindest einen Teil der Flotte von den aktuellen Besitzern zurückkaufen werden.

Lange Rede kurzer Sinn: Zumindest für einen Teil der 482.000 in den USA verkauften Fahrzeuge wird es keine billige Lösung geben.

Die 3.0-Liter Motoren könnten einfacher zu reparieren sein

Bei den 3.0-Liter V8 TDI Motoren könnte die Sache aber ganz anders aussehen. Diese wurden von der VW-Tochter Audi entwickelt und in mehreren Audi-Modellen benutzt, genau wie im VW Touareg und im Porsche Cayenne. (Die beiden sind mechanisch dem Audi Q7 ähnlich.)

Am Montag gab Audi in einer Erklärung bekannt, man arbeite mit der EPA und dem CARB zusammen an einer Lösung. Audi versprach, die Software zu berichtigen, um den amerikanischen Standards zu genügen und sie zur Abnahme vorzulegen. Das Unternehmen gab zu, dass eines der Systeme auch die Schummelsoftware enthielt und wird freiwillig weitere Verkäufe aussetzen.

Sobald die Modifikationen vorgenommen sind, können VW und seine Tochterunternehmen den Verkauf der neueren Modelle mit dem 3.0-Liter Dieselmotor in den USA wieder aufnehmen. Es könnte auch ausreichen, die älteren Fahrzeuge zu reparieren. In diesem Fall würden sich die Kosten im Rahmen halten. Audi geht von Kosten im mittleren zweistelligen Millionenbereich aus.

Die Reparatur ist nur ein kleiner Teil der Kosten

Die Kosten für den Rückruf und die Reparatur der betroffenen Fahrzeuge sind nur ein kleiner Teil der Kosten, die auf VW zukommen. Es besteht immer noch die Gefahr von Milliardenstrafen in den USA und Europa und von Klagen von verstimmten Kunden und Händlern und vielleicht sogar ein Strafverfahren.
Ein machbarer und finanziell überschaubarer Plan wäre ein großer Schritt nach vorne, doch bisher hat VW scheinbar noch keine Fortschritte in dieser Hinsicht gemacht.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 25.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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