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Darauf sollten Investoren beim Infineon-Jahresbericht genau achten

Quelle: Infineon AG

Infineon (WKN: 623100) hat im letzten Quartalsbericht bereits auf sich eintrübende Marktbedingungen hingewiesen. Gleichzeitig hat eine Reihe von Unternehmen im Halbleitermarkt in letzter Zeit eher enttäuscht, darunter der direkte Konkurrent STMicroelectronics (WKN:893438) und Qualcomm (WKN:883121).

Andererseits hieß es bisher, dass die Integration von International Rectifier völlig reibungslos verlaufen wäre. Außerdem zeigten einzelne Segmente eine starke Wachstumsdynamik. So erwartet die Aktionäre und Beobachter am 26. November mit Sicherheit eine Vielzahl von interessanten Themen. Aber kommt es so? Lass uns einen Blick darauf werfen, auf was es ankommen wird.

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Kampf um die Krone im Bereich Automotive Semiconductors

Im prestigeträchtigen Segment der Automobilhalbleiter ist ein harter Dreikampf mit dem japanischen Konkurrenten Renesas (WKN:812960) und der bald fusionierten NXP (WKN:A1C5WJ)- Freescale (WKN:A0B57Z) entstanden.

Im Gegensatz zu den Leistungshalbleitern, wo Infineon seit der Übernahme von International Rectifier klarer Marktführer ist, könnten die Bayern dort noch etwas Verstärkung gebrauchen, um den Anschluss zum neuen Führungs-Duo zu halten.

Kein Wunder, dass sich Infineon in den letzten Wochen in den Bieterkampf um Fairchild Semiconductor (WKN:924930) eingemischt hat. Dass daraus nichts geworden ist, hat bei vielen Beobachtern allerdings eher Erleichterung ausgelöst. Der Preis wäre vermutlich zu hoch gewesen.

Ich bin jedenfalls gespannt, welchen Kommentar die Unternehmensführung hierzu auf der Hauptversammlung abgeben wird. Es macht den Anschein, als ob Infineon noch etwas Geld in der Kriegskasse hätte und sich nun eben anderswo nach interessanten Zielen umschaut.

Meinem Eindruck nach wäre eine passende kleinere Übernahme im Bereich von einigen Hundert Millionen Euro bei den Aktionären populärer als ein weiterer Milliarden-Deal. Ob sich das Management hierzu in die Karten schauen lässt, werden wir abwarten müssen.

Die Finanzkennzahlen und der Chinaeffekt

Für die Profitabilität der Segmente hat Infineon ein Ziel von rund 15 % angegeben. Zuletzt konnte die Profitabilität auch gesteigert werden und lag sogar leicht darüber. Für das Gesamtjahr dürfte der Zielwert nach 14,6 % in den Neunmonatszahlen ziemlich exakt erreicht werden. Wichtig ist auf alle Fälle, dass jetzt keine Trendumkehr einsetzt.

Viele Unternehmen haben in den letzten Wochen jedoch geklagt, dass ihnen schwächere Geschäfte in China zu schaffen machten. Und auch Infineon ist immer stärker in China und Südostasien engagiert. Der Umsatzanteil dieser Region stieg auf beachtliche 46 %.

Von daher sollten wir genauestens auf jedes Wort zu diesem Thema achten.

Was die Umsatzzahlen angeht, ging Infineon selbst bisher von einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung gegenüber dem 3. Quartal aus. Der starke Dollar mag hier unterstützend wirken und auch den Gewinn positiv beeinflussen.

Partnerschaften und neue Technologien

Für einen Technologie-Konzern wie Infineon sind fruchtbare Ergebnisse der Forschungsabteilung lebensnotwendig.

Zu den interessanten aktuellen Projekten gehört eine Radar-basierte Sensorlösung für die Gestenerkennung, welche gemeinsam mit Alphabet’s (WKN:A14Y6F) Google entwickelt wird. Vernetzte und intelligente Geräte könnten so in Zukunft auch ohne großen Bildschirm komfortabel gesteuert werden.

Zum Thema „Autonomes Fahren“ ist Infineon im März mit TTTech aus Wien eine verstärkte Kooperation eingegangen. Daneben treibt das Unternehmen eine Reihe weiterer spannender Forschungsprojekte voran, die schon bald erste Umsätze generieren werden.

Ich freue mich jedenfalls auf einen Einblick in die Pipeline und bin gespannt, welche Schwerpunkte für 2016 gesetzt werden.

Starke Entwicklung des Segments Chip Cards & Security

Beim kleinsten der vier Berichtsegmente von Infineon geht es um Chips für zum Beispiel Kreditkarten, Sicherheitslösungen oder Smartphones. Obwohl es aus eigener Kraft stark gewachsen ist, konnte es bezogen auf den Umsatz noch nicht zu den anderen Segmenten aufschließen – auch aufgrund der Übernahme von International Rectifier, die den anderen Segmenten auftrieb gab.

Was den Gewinn angeht konnte dieses Segment bereits den schwächelnden Bereich Industrial Power Control bereits im letzten Quartal dank einer überragenden Marge von 19,8 % übertreffen.

Am 26. November werden wir hören, ob das beeindruckende Wachstum so weitergeht.

Zusammenfassung

Grundsätzlich können Investoren meiner Ansicht nach mit wenig Negativem und einem insgesamt positiven Ausblick für das laufende Geschäftsjahr rechnen. Infineon hat in allen Bereichen erhebliches Wachstumspotenzial.

Auf folgende drei Punkte sollten wir im Geschäftsbericht besonders achten, um einzuschätzen, ob das Unternehmen die Gunst der Stunde weiterhin nutzt:

  • Welche Schwerpunkte das Management bei seiner zukünftigen Expansionsstrategie setzt
  • Inwiefern das Geschäft durch negative Marktentwicklungen beeinträchtigt wird
  • Wie sich die Segmente im Einzelnen entwickeln

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A Anteile), Alphabet (C Anteile) und NXP Semiconductors.

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