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Gebühren von Investmentfonds und ETFs: Kenne die Kosten des Investierens

Foto: Pixabay, PDPics

Investmentfonds und ETFs (börsengehandelte Fonds) können großartige Werkzeuge sein. Du bekommst ein fertiges, wartungsfreies diversifiziertes Portfolio in einem einzigen Kauf. Allerdings könntest du überrascht sein, wie stark die Gebühren für Investmentfonds schwanken. Und du könntest noch überraschter sein, wie groß der Einfluss der Gebühren auf langer Sicht sein kann.

Wie viel zahlst du an Gebühren?

Die Gebühren von Investmentfonds werden den Investoren als “Expense Ratio“ bezeichnet. Diese gibt den prozentualen Anteil der Fondsanteile an, der für die Deckung der Ausgaben jedes Jahr genutzt wird. Die Expense Ratio ist die Summe aller Gebühren. Sie setzt sich zusammen aus:

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  • Managementgebühren: Sie sind normalerweise der größte Teil der Expense Ratio. Sie fallen für die Fondsmanager an, die entscheiden, wie das Geld des Fonds investiert werden soll.
  • Verwaltungsgebühren: Diese decken andere laufende Kosten für den Fonds, wie Büromiete, Verwaltungsangestellte, Büromaterial und andere Kosten.
  • Werbungskosten: Dies ist das Geld, welches der Fonds für eigene Werbung ausgibt, um neue Investoren zu gewinnen.

Wenn du die Angebote für Investmentfonds durchliest, wirst du zwei Arten von Expense Ratios finden: Brutto und Netto. Die Brutto-Expense Ratio umfasst alle oben genannten Gebühren. Die Netto-Expense Ratio hingegen zeigt, was Investoren tatsächlich in dem letzten Finanzjahr gezahlt haben. Viele Fonds bieten Rabatte und Erstattungen, um Investoren anzulocken. Die Netto-Expense Rate drückt dies aus.

Die Zahlen sind häufig gleich, aber in manchen Fällen können sie unterschiedlich sein. Die wichtigste Zahl ist die Brutto-Expense Ratio. Diese zeigt, wie viel du tatsächlich am Ende zahlen könntest, da Rabatte und Kostenerstattungen nur vorübergehend sind.

Beispiele

Die Expense Ratios für Investmentfonds schwanken deutlich. Passive Investmentfonds beispielsweise, die einfach einem Index folgen, haben tendenziell niedrigere Expense Ratios als aktiv gemanagte Fonds, deren Manager sich über die Investitionen Gedanken machen müssen und ein Portfolio zusammenstellen.

Um dies zu verdeutlichen, sind hier ein paar populäre Investmentfonds und deren Expense Ratios.

Fondsname Symbol Brutto-Expense Ratio Netto-Expense Ratio
SPDR S&P 500 ETF SPY 0,11 % 0,09 %
T. Rowe Price Total Equity Market Index POMIX 0,30 % 0,30 %
Fidelity Contrafund FCNTX 0,64 % 0,64 %
Dodge & Cox Stock Fund DODGX 0,52 % 0,52 %
JPMorgan Growth Advantage Fund VHIAX 1,36 % 1,25 %

Warum das wichtig ist

Da die Fondsgebühren durch die Aktien bezahlt werden, können hohe Gebühren dir wertvolle Investitionsgewinne rauben. Zwar sieht eine niedrige Expense Ratio nicht sehr teuer aus, aber du wirst überrascht sein, was sie dich im Laufe der Zeit kosten kann.

Schau dir drei der Fonds aus der Tabelle an – den SPDR S&P 500 ETF, den Dodge & Cox Stock Fund und den JPMorgan Growth Advantage Fund. Die Brutto-Expense Ratios liegen bei 0,11 %, 0,52 % und 1,36 %. Lass uns in diesem Beispiel annehmen, dass jeder Fonds in Zukunft 10 % jährlichen Gewinn erwirtschaftet, vor Kosten.

Wenn du 50.000 USD in jeden dieser drei Fonds investierst, schau dir an, was in 30 Jahren passiert.

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Das ist natürlich ein vereinfachtes Beispiel und unterschiedliche Aktienfonds generieren unterschiedliche Gewinne. Viele Fonds mit höheren Gebühren könnten potenziell bessere Leistungen bringen als billigere Fonds. Der JPMorgan Growth Advantage Fund hat eine relativ hohe Expense Ratio, aber übertrifft den S&P 500 spielend in den Perioden von 1, 5 und 10 Jahren. Das gilt auch nach Abzug der Gebühren. Das Beispiel macht jedoch den Punkt deutlich, dass sich auch kleine Gebühren zu einem großen Betrag aufsummieren können.

Nur ein Teil des Puzzles

Ich wollte dich damit darauf aufmerksam machen, dass du im Auge behalten solltest, wie viel du an Gebühren für deine Investitionen zahlst. Es ist allerdings auch wichtig, zu wissen, dass dies nicht die einzige Sache ist, die du berücksichtigen musst. Eine höhere Gebühr bedeutet daher nicht, dass du den Fonds meiden solltest.

Das Beste, was du tun kannst, ist, die Expense Ratios im Blick zu behalten, wenn du zwei ähnliche Fonds wie zwei S&P 500 Index Fonds vergleichst. Wie wir an dem obigen Beispiel gesehen haben, kann ein kleiner Unterschied auf lange Sicht Tausende Euro an Investitionsgewinnen bedeuten.

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The Motley Fool besitzt keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 14.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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