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Kinross Gold profitiert von den Problemen von Barrick Gold

Foto: Pixabay, dry2

Seit Jahresanfang hat Barrick Gold (WKN:870450) Vermögensgegenstände in Höhe von 3,2 Milliarden USD verkauft. Damit übertraf es sein Schuldenreduktionsziel von 3 Milliarden USD für dieses Jahr. Insgesamt hat dieser Schritt die Schulden des Unternehmens um sagenhafte 24 % reduziert, und das in weniger als 12 Monaten.

Obwohl dies für Barrick sehr positiv aussieht, war dies keine proaktive Wahl. In den letzten zehn Jahren hatte das Unternehmen seine Bilanz durch überteuerte Zukäufe und überhöhte Kosten in vielen Minen belastet. Im August wurde seine Kreditwürdigkeit von Moodys herabgestuft. Dadurch wurde ein drastischer Schnitt der Schulden notwendig, um weiterhin Zugang zum Kreditmarkt zu haben.

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Erzwungene Verkäufe gelingen meist nicht zu den besten Preisen für den Verkäufer. Dies liegt daran, dass er nur wenig Verhandlungsmacht hat. Außerdem werden sie häufig notwendig, wenn die Branche durch schwere Zeiten geht und die Preise ganz unten sind. Dies heißt, dass Barricks Probleme für ein anderes Unternehmen ein Glücksfall sein könnten. Dieses Mal sieht Kinross Gold (WKN:A0DM94) wie der Gewinner aus.

Zwei Gewinner

Am 12. November verkaufte Barrick verschiedene Anlagen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, an Kinross und erhielt dafür 610 Millionen USD. Darin enthalten waren die Bald Mountain Mine und ein 50-%iger Anteil an seinem Round Mountain Projekt. Kinross hatte bereits zuvor die anderen 50 % an Round Mountain gehalten. Nun hat es die volle Kontrolle darüber.

Es scheint, als ob der Verkauf beide Unternehmen zu Gewinnern macht. Barrick war in der Lage, Nichtkernprojekte loszuwerden und einen fairen Preis dafür zu bekommen. Zudem behielt es seine rentabelsten und langlebigsten Minen. Kinross hingegen war in der Lage, sein Portfolio zu konsolidieren. Nun kann es mehr Wert aus den Projekten herausholen als Barrick.

Kinross löst sein größtes Problem

Von Kinross wurde erwartet, dass seine Produktion in den kommenden fünf Jahren sinken würde. Es war daher verzweifelt auf der Suche, wie es seine Fördermenge steigern könnte. Allerdings gab es nur wenige Projekte, die zu seiner bestehenden Pipeline passten. Durch die Übernahme war es in der Lage, Projekte zu übernehmen, die in Gegenden angesiedelt sind, die es bereits kennt. Durch den Zukauf kommen in den ersten drei Jahren ungefähr 430.000 Unzen an Gold zu der jährlichen Fördermenge hinzu. Außerdem werden die Gesamtkosten von Kinross gesenkt.

Kinross konnte sich diese Anlagen gut leisten, da es mehr als 1 Milliarde USD in bar hatte. Auch die Schulden sind niedriger als bei vielen seiner Konkurrenten. Der Deal ging über die Bühne, ohne neue Schulden aufzunehmen. Da beide Minen bereits arbeiten, wird sofort Cashflow generiert. Kinross sollte damit in der Lage sein, seine finanzielle Stärke in den kommenden Jahren auszubauen.

Was bringt die Zukunft für Kinross?

Mit einem Schlag hatte es Kinross geschafft, seine Barreserven produktiv einzusetzen und seine Produktion auszuweiten. Gleichzeitig blieb die finanzielle Stärke erhalten. Die Aktie wird zu 2,30 USD gehandelt und liegt damit 50 % unter dem Jahreshöchststand. Obwohl Investoren in naher Zukunft nicht von einer schnellen Erholung des Goldpreises ausgehen sollten, sieht Kinross wie eine der ausgeglicheneren Optionen im Bergbausektor aus.

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Dieser Artikel wurde von Ryan Vanzo auf Englisch verfasst und am 14.11.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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